Steuern Kohle Geld Mäuse Kosten

Liebe Steuerzahler und Melkesel der jeweiligen Bundesregierung,

egal, ob Rudi heute oder in der nächsten Woche den Abgang macht - es ist schon wichtig, dass Ihr Euch doll über Fähigkeit und Unfähigkeit, Lüge und Wahrheit, Rücktritt oder „Kleben am Ministersessel“ streitet.

Aber denkt hier eigentlich auch mal jemand über die Kosten nach?

Jeder zurückgetretene Minister kostet mich als Steuerzahler eine Heidenkohle! Dabei spielt es keine Rolle, ob der Herr Minister aus persönlichen, moralischen, sonstigen Gründen zurücktritt, oder ob er glatt des Amtsmissbrauchs oder der Lüge überführt wird!

Entscheidend ist, dass er persönlich keinerlei Konsequenzen fürchten muss! - Er denkt und handelt deshalb in fünf Schritten:

  1. Blöd! Der Ministersessel ist futsch und damit auch die dazugehörigen Bezüge. Das ist richtig Scheisse!
  2. Egal, jetzt wird richtig abkassiert. Übergangsgelder, Pensionen - was noch? Wer hat Tipps für mich?
  3. Erstmal Gras über die Sache wachsen lassen. Die Pressefritzen beruhigen sich schon wieder.
  4. Bei passender Gelegenheit tauche ich auf wie Phönix aus der Asche! Ich präsentiere „neue Ideen“ für die Schnarchesel, die mich noch nicht kennen. Oder die, die wenigstens meiner Partei angehören und mich deshalb wohl unterstützen müssen…
  5. Mein monatliches Einkommen wird sich vervielfachen. Ich bin glücklich.

Liebe Leute, Ihr mögt diese lustige Denkweise rein politisch betrachtet für gerechtfertigt halten.

Ich kann mir aber soviel Grosszügigkeit angesichts meiner Netto-Gehaltsabrechnung nicht mehr leisten!

Deshalb fordere ich parteiunabhängig

  • pro Ressort und Legislaturperiode nur einen Minister
  • bei einem ausgetauschten Minister pro Pesort und Legislaturperiode Neuwahlen auf Kosten der Regierungspartei.

Gute Nacht,
Andreas

Hallo, Andreas,
leider hast Du recht!
leider muss kein Minister für seine Fehler gerade stehen… nein, er wird sogar für besonders schwere (die ihm seinen Ministersessel „kosten“) belohnt. Dass dies von einigen Ministern sogar gewünscht ist, sieht man an Scharping. Seit er seinen adeligen Stoßdämpfer hat, legt er es richtig darauf an, geschasst zu werden. Dann erhält er monatlich so viel Einkünfte, dass er in Saus und Braus leben kann. Er hat ja seine Pflicht dem Bürger gegenüber getan: er hat mehr als 5 Jahre seinen Sessel platt gedrückt, sich die Welt angessehen… Das war ein schwere, harte Arbeit. Was ist da schon die Arbeit eines Bauarbeiters, Angestellten oder Selbständigen dagegen!
Aber solange sich diese Leute selbst die Gesetze und Pensionen verordnen, wird sich nichts ändern.
Grüße
Raimund
P.S. Bei Deiner Aufzählung kommen noch Aufwandentschädigung dazu. Außerdem, wenn es ihm daheim mal wieder zu langweilig wird oder sein Röschen ihm zu arg auf die Pelle rückt (ist ja auch nicht mehr 20: geht nicht mehr 5 mal am Tag), dann lassen sie sich eine kluge Rede schreiben (dafür gibt´s Ghostwriter) und kassieren dafür auch noch einmal kräftig ab.