Liebe Steuerzahler und Melkesel der jeweiligen Bundesregierung,
egal, ob Rudi heute oder in der nächsten Woche den Abgang macht - es ist schon wichtig, dass Ihr Euch doll über Fähigkeit und Unfähigkeit, Lüge und Wahrheit, Rücktritt oder „Kleben am Ministersessel“ streitet.
Aber denkt hier eigentlich auch mal jemand über die Kosten nach?
Jeder zurückgetretene Minister kostet mich als Steuerzahler eine Heidenkohle! Dabei spielt es keine Rolle, ob der Herr Minister aus persönlichen, moralischen, sonstigen Gründen zurücktritt, oder ob er glatt des Amtsmissbrauchs oder der Lüge überführt wird!
Entscheidend ist, dass er persönlich keinerlei Konsequenzen fürchten muss! - Er denkt und handelt deshalb in fünf Schritten:
- Blöd! Der Ministersessel ist futsch und damit auch die dazugehörigen Bezüge. Das ist richtig Scheisse!
- Egal, jetzt wird richtig abkassiert. Übergangsgelder, Pensionen - was noch? Wer hat Tipps für mich?
- Erstmal Gras über die Sache wachsen lassen. Die Pressefritzen beruhigen sich schon wieder.
- Bei passender Gelegenheit tauche ich auf wie Phönix aus der Asche! Ich präsentiere „neue Ideen“ für die Schnarchesel, die mich noch nicht kennen. Oder die, die wenigstens meiner Partei angehören und mich deshalb wohl unterstützen müssen…
- Mein monatliches Einkommen wird sich vervielfachen. Ich bin glücklich.
Liebe Leute, Ihr mögt diese lustige Denkweise rein politisch betrachtet für gerechtfertigt halten.
Ich kann mir aber soviel Grosszügigkeit angesichts meiner Netto-Gehaltsabrechnung nicht mehr leisten!
Deshalb fordere ich parteiunabhängig
- pro Ressort und Legislaturperiode nur einen Minister
- bei einem ausgetauschten Minister pro Pesort und Legislaturperiode Neuwahlen auf Kosten der Regierungspartei.
Gute Nacht,
Andreas