Hallo ich habe ein Problem mit einem guten Freund dieser hat
vor 2 Jahren eine einmalige summe in ein Unternehmen angelegt
das Frankonia Imobilien heißt und Monatlich noch ca 100 Euro
spart ,jetzt hat er mir dies gesagt und ich habe einmal sowas
ähnliches gehört das dies sehr spekulativ ist ,er glaubt mir
das aber nicht .Er hat ca 3000 Euro Brutto und hat
Steuerklasse 1.
Wo bekomme ich neutrale Infos über solche Steuersparmodelle
bzw wer erfahrung ?
hi ela,
also mit solchen atypischen beteiligungen wird man mitunternehmer der gesellschaft. die einzahlungen können im schlimmsten fall futsch gehen und noch viel schlimmer, da FA kann eine gewinnerzielungsabsicht verneinen und die verlustzuweisungen nicht verrechnen. also infos vorab sehr wichtig. ich würde in solche modelle mit unbekannten firmen nichts investieren, wer es doch tut, sollte sich zumindest die bilanzen der investitionsunternehmen einsehen und gucken wie hoch die verluste sind und auf was die beruhen.
beruhen die verluste aus abschreibungsbeträgen ist das noch in ordnung, steigen aber die verwaltungskosten, sollte man vorsichtig werden, denn nur von verlusten aus investitionen kann man auch später profitieren. verluste aus konsum (hohe managergehaelter und dicke autos) sind weg und auch wirtschaftlich verursacht.
am besten ist immer, wenn man die prospekte der firmen einfach durchrechnet mit einer eigenen excel tabelle oder einen steuerberater seines vertrauens draufgucken lässt.
ich hatte mal ein modell,
18.000 DM eingezahlt in raten a 250,- mtl. zum beginn 1.800 agio (das war die vermittlungsgebühr von dem klinkenputzer!). macht also einzahlungen von 19.800 DM.
nun bekam besagter über 4-5 jahre jedes jahr auch schick 2-3000 DM verluste „zugewiesen“. die bewirkten in den einzelnen jahren eine steuerminderung von bis zu 800-1000 DM aus.
nun muesste er entweder viele, viele jahre die verluste zugewiesen bekommen, oder auch gewinne ausgeschüttet bekommen…
das problem, gewinne werden erst ausgeschüttet, wenn die einlagesumme wieder aufgefüllt wird, das heisst, er bekommt gewinne zugewiesen momentan, bekommt kein pfennig von der firma, zahlt noch steuern auf die gewinne und nun hofft er, das die fa.
weiterhin gewinne macht, das diese auch mal ausgeschüttet werden… nun rate mal, was passiert, wenn die fa. tatsaechlich auszuschüttende gewinne machen würde? sie würde ihre konsumptiven ausgaben für managerauto etc. erhöhen, das gewinne nicht den dummen einzahlern, sondern den anderen „zu gute kommen“…
ich bastle dir gerne mal eine äquivalente excel tabelle hierfür bei bedarf.
also, wie gesagt, mit äusserster vorsicht zu geniessen und als steuersparmodell nur bedingt nutzbar!
gruss vom
showbee