Steuern sparen mit denkmalgeschützen Immobilien

Hallo liebes Forum.

Seit kurzer Zeit „bedrängt“ mich ein Finanzberater mit dem Thema Steuern sparen. Immobilien, so sagt er, wäre die beste Möglichkeit meine Steuer vom Finanzamt zurück zu holen. Er sprach davon, dass man mit denkmalgeschützten Immobilien sogar sehr viel Steuern sparen kann.

Seine Berechnungen sind sehr einleuchtend und seine Erklärungen sehr vertrauensvoll.

Jetzt möchte er ganz schnell eine Wohnung reservieren, da es einer der letzten Wohnungen in diesem speziellen Angebot sei. Das geht mir jetzt aber alles etwas zu schnell.

Worauf muss ich achten? Wo sind die Nachteile? Hätte gerne noch andere Meinungen dazu.

Hallo liebe® Cinzia,

Deine Frage läßt mich vermuten, daß Du weder von Immobilien, noch von Investitionen groß Ahnung hast. Das ist jetzt nicht böse oder überheblich gemeint, sondern nur eine Feststellung.
Dann solltest Du von solchen Spekulationen besser die Finger lassen.
Die Wahrscheinlichkeit, daß Du ein Geldgrab erwirbst ist nicht gering, denn eine denkmalgeschützte Immobilie ist immer ein Überaschungsbonbon.

Spekulieren in Immobilien ist schon bei nicht denkmalgeschützten Objekten nicht ohne Risiko, bei denkmalgeschützen ist es völlig unberechenbar.

Meiner Meinung nach; laß es!

Gandalf

Worauf muss ich achten? Wo sind die Nachteile? Hätte gerne
noch andere Meinungen dazu.

Hallo,

Ist dein Steuerberater vielleicht irgendwie mit dem Verkäufer verwandt oder erhält sonstwie seine Provision?

Bei denkmalgeschützten Immobilien ist das Problem, daß du nicht machen kannst, was du willst. Wenn du irgendwas an der Wohnung/am Haus verändern willst, muß die Denkmalschutzbehörde ihr OK geben. Das heißt, du darfst dann irgendwelche Hobbyhistoriker alle Nase lang durch deine Wohnung führen, kannst nicht mal eben, weil’s grad im Angebot im Baumarkt ist, neues Laminat legen usw.
Wenn die alten Holzfenster undicht sind, kannst du nicht einfach Alu oder Plastikfenster einbauen lassen usw…

Gruß
Sticky

Hallo !

Was nützt die Steuerersparniss, wenn die Ausgaben viel höher sind?
mfgConrad

hallo,
das war, wenn ich richtig gelesen habe, ein Finanzberater, also kein
Steuerberater. Die Rechnungen von solchen Menschen sind immer sehr
schön, also dahingehend, dass ds Geschäft gemacht wird. Ob und wie viel
Steuer wirklich gespart wird, kann objektiv nur ein Steuerberater (oder
einer, der sich da gut auskennt und unabhängig berät) sagen. Das ist
die eine Seite. Die andere wurde schon genannt. Ein denkmalgeschütztes
Haus kann viele Überraschungen bereit halten. Die meisten sind monitär
unangenehm. Das muss nicht sein, ist aber die Regel. Auch da hilft ein
Fachmann (unabhängiger Gutachter), der das Haus und die zugehörigen
Papiere prüft. Kostet um die 300 Euro und lohnt. Googeln oder kurz
anmailen. Und schließlich: Wer einen Kunden drängt, weil es das letzte
Teil ist, der will in der Regel nur dessen Bedenkzeit verkürzen. Bei
Immobilien hat das schon einen Hauch von Unseriösität.
Richard

Hallo,

Und schließlich: Wer einen Kunden drängt, weil es
das letzte
Teil ist, der will in der Regel nur dessen Bedenkzeit
verkürzen. Bei
Immobilien hat das schon einen Hauch von Unseriösität.

Das ist für mich nicht nur ein Hauch, sondern der letzte Tropfen, der bei mir anlässlich der Schilderung das Fass wirklich zum Überlaufen bringt. Die Sache riecht (man könnte auch sagen stinkt) meines Erachtens meilenweit gegen den Wind und macht keinen besseren Eindruck als all die anderen Drückermaschen mit denen man versucht Leuten irgendwelche Schrottimmobilien anzudrehen, weil man damit ein paar Euro Steuern (zu Lasten riesiger Verluste) sparen könnte.

Gruß vom Wiz

Hallo!

Seit kurzer Zeit „bedrängt“ mich ein Finanzberater mit dem Thema Steuern sparen. Immobilien, so sagt er, wäre die :beste Möglichkeit meine Steuer vom Finanzamt zurück zu holen. Er sprach davon, dass man mit :denkmalgeschützten Immobilien sogar sehr viel Steuern sparen kann.

Das stimmt. Aber mir ist noch niemand begegnet, der nur Steuern sparen wollte. Steuern kannst Du nämlich auf sehr einfache Weise sparen und sogar auf Null drücken: Erziele einfach keine Einnahmen! Schon zahlst Du keine Steuern mehr. Oder stecke Dein Einkommen in ein Vermietobjekt, das sich nicht vermieten läßt. Zahllose Leute haben genau diesen „genialen Trick“ genutzt und zahlen keine Steuern mehr. Diese Leute sind zwar ruiniert, aber sie haben Steuern gespart. Willst Du wirklich nur Steuern sparen?!

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird das Rezept Deines „Finanzberaters“ aufgehen und Du wirst Steuern sparen. Mit der gleichen Wahrscheinlichkeit wirst Du hinterher händeringend nach einer Möglichkeit suchen, aus der Nummer schnellstmöglich wieder heraus zu kommen und Dich danach sehnen, Steuern zahlen zu dürfen.

Jetzt möchte er ganz schnell eine Wohnung reservieren, da es einer der letzten Wohnungen in diesem speziellen :Angebot sei.

Spätestens an diesem Punkt solltest Du den Herrn „Finanzberater“ an die frische Luft befördern. Er will Dich nämlich nach allen Regeln der Kunst über den Tisch ziehen und Dir eine Schrottimmobilie andrehen.

Man kann mit Immobilien durchaus Geld verdienen, wenn man von Immobilien etwas versteht, den regionalen Immobilienmarkt genau kennt und über ein Konzept verfügt, das in die regionale Marktlage paßt. Dabei reicht aber niemals das Konzept anderer Leute, ganz egal, wer irgendwelche Expertisen und Gutachten verfaßte.

Beim Investment in Immobilien gilt das Gleiche wie für jedes andere Engagement: Man investiert mit Gewinnerzielungsabsicht und schmälert damit sein zu versteuerndes Einkommen. Dabei investiert man zunächst mehr, als man Steuern spart. Im ersten Moment zahlt man also drauf und hofft auf eine Rendite des eingesetzten Geldes. Ob diese Hoffnung trügt oder nicht, ist insbesondere eine Frage der eigenen Sachkunde und nicht eine Frage des Geraunes irgendwelcher „Finanzberater“. Wenn sich die Baukosten einer Immobilie im geplanten Rahmen halten und sich der Steinhaufen hernach ordentlich vermieten läßt, kann die Rechnung aufgehen. Andernfalls bist Du der Gelackmeierte. Das gilt auch für denkmalgeschützte Immobilien. Dort locken tatsächlich gute Abschreibungsmöglichkeiten, denen aber regelmäßig deutlich höhere Bau- und Sanierungskosten sowie Unwägbarkeiten gegenüberstehen, als sie bei einem zeitgemäßen Neubau auftreten. Von besonderen Steuergeschenken kann dabei keine Rede sein.

Ganze Heere halbseidener Abzocker und Dünnbrettbohrer machen sich den Umstand nutzbar, daß viele Zeitgenossen den gesunden Menschenverstand einfach abschalten, sobald „Steuern sparen“ in die Diskussion kommt. Dabei ist noch kein Fall bekannt geworden, daß jemand von pünktlich gezahlten Einkommenssteuern in den Ruin getrieben wurde. Aber ungezählten Leuten brach der Versuch das Genick, Steuern zu sparen.

Gruß
Wolfgang

Moin aus Bremen,

die Sache ist nicht meines Erachtens nicht OK.

Hast Du denn die Wohnung schon überhaupt gesehen, warst Du mit einem Bauexperten vor Ort?

Das Restaurieren und Unterhalten von denkmalsgeschützten Immobilien wird zwar steuerlich gefördert, aber dass man sich dabei auf einen Finanzberater verlässt, ist eher ungewöhnlich. Man braucht eher einen Haufen Idealismus und auch Sachkunde (vom Experten).

Als ausgesprochene (renditeorientierte) Wertanlage ist eine denkmalsgeschützte Immobilie eher nicht geeignet, sie stellt eher einen ideellen Wert dar.

Wenn Du keinen persönlichen Bezug dazu hast, und nicht gerade überlegst, dass Du mit dem Erhalt Werbung machen möchtest, dann lasse die Finger davon!

Gruß aus Bremen,

Heinrich Ostermeier
www.bauen-mit-bestand.de

Hallo Cinzia,

also wenn Du fachkundige Informationen über das Thema Steuern sparen mit denkmalgeschützte Immobilien brauchst, dann habe ich einen guten Tipp für Dich. Die Fachleute von http://www.steuerimmobilie.de haben mich in einer ähnlichen Situation perfekt unterstützt. (Habe ich über wer-weiss-was gefunden)

Oder hier eine ausführliche Liste worauf Du achten musst: http://www.steuerimmobilie.de/kauf-drauf-achten.html

Dort werden auch alle Deine Fragen beantwortet! Du kannst dort sogar Deine Beratung überprüfen lassen.

Grüße von Alexandra

(p.s.: an dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an die Mitarbeiter von steuerimmobilie.de, falls das mal einer von euch lesen sollte!)