Es gibt ja so viele Neubildungen in unserer Sprache. „Simsen, skännen, mailen, faxen“ sind solche.
Nun habe ich kürzlich das Verb „sticksen“ kennen gelernt. Es meint: „mit Hilfe einer Nadel sich eine kleine Wunde zuzufügen, den daraus entfliesenden Bluttropfen auf einen Teststreifen eines Blutzuckermessgerätes zu geben und dann den Blutzuckerwert abzulesen“.
Ich möchte nun wissen, ob der Gebrauch dieses Wortes auf die Paracelsus-Klinik in Karlsruhe-Durlach beschränkt ist oder ob dies Wort sich einer weitergehenden Bekanntschaft in unserem Land erfreut.
„mit Hilfe einer Nadel sich eine kleine Wunde
zuzufügen, den daraus entfliesenden Bluttropfen auf einen
Teststreifen eines Blutzuckermessgerätes zu geben und dann den
Blutzuckerwert abzulesen“.
Hallo, Fritz, vielleicht ein mixtum compositum aus „stechen“ und „pieksen“?
Ich habe das aber noch nie gehört.
Gruß
Eckard
zum Gebrauch kann ich nichts beisteuern, aber evtl. zur Etymologie: Die Teststreifen/Stechdinger heißen „Blutzuckersticks“. Es gibt auch „Urinsticks“. Das kommt vom englischen „dipstick“, so nennt man einen Teststreifen, der in eine Flüssigkeit getaucht wird.
ich denke, der Ausdruck „sticksen“ ist nicht beschränkt auf eine Region, sondern eher auf einen Personenkreis, nämlich die Diabetiker. In meinem Bekanntenkreis habe ich verschiedene Personen verschiedenen Alters, die an Diabetis erkrankt sind, die kennen alle diesen Ausdruck. Auch in Arztpraxen und Krankenhäusern habe ich ihn schon gehört.
Ich kenne den Begriff auch aus verschiedenen Kliniken und Arztpraxen, sowohl aus München als auch hier aus dem westfälischen Gebiet.
Wobei es aber auch genug Leute gibt, die normale Bezeichnungen verwenden
jetzt habe ich hier viele meinungen gelesen. Tatsächlich meint der begriff „Stix“ aber einfach den teststreifen, der (meist durch farbumschlag) irgendetwas messen soll.
Stieck stieck Osterei…Nix Medizin
Hallo, ich kenn den Begriff ganz ohne medizinischen hintergrund als Synonym für picksen, wobei stiecksen eher mit dem Finger gemacht wird, also Zeigefinger beim PArtner in die seite (Kitzelstelle) Piecken und zur passenden Jahreszeit den schönen Spruch
Stieck Stieck OSterei, gibst du mir kein Osterei reiß/Stieck(?) ich dir dein Hemd entzwei…
Das hat meine Mutter mit mir immer beim Ostereierausblasen oder Malen gemacht, da ich der der Herrscher über die unbemalten Eier war und sie die Bemalten/leeren sammelte.
Wo es herkommt, also meine Mutter hat in Ihrer Kindheit einige Stationen durch, so zwischen Norddeutschland, Berlin, Rheinland, Bodensee war alles dabei, dazu noch so ein bisschen Ostpreußischer Einfluß und dieser andere heut polnische fleck auf der karte (?) aber ich vermute den Begriff schon im Nordischen (man stiekt auch mit dem Stecken in den Misthaufen, also mit der Mistgabel oder einem Stock, so am Ende des tages, wenn er do feststieckt.)
Gruß Susanne
verzeih, dass ich jetzt erst auf deinen Hinweis eingehe.
ich denke, der Ausdruck „sticksen“ ist nicht beschränkt auf eine Region, sondern eher auf einen Personenkreis, nämlich die Diabetiker.
Das hat mich doch stutzen und fragen lassen; nämlich dass ich schon mehr als ein Jahrzehnt dem „süßen Verein“ angehöre, mir aber in der ganzen Zeit dieses Verb nicht unterkam.
Ich merke einmal mehr, dass es offensichtlich viele Sachen gibt, die an mir unbekannt und grußlos vorüber gehen.