Stilfigur gesucht

Ich lese gerade ein Gedicht von Börries, Freiherr von Münchhausen („Weißer Flieder“), und versuche, die lautlichen Besonderheiten herauszuarbeiten. Dabei sind vor allem Alliterationen (Gleichheit anlautender Konsonanten in verschiedenen Worten) und Assonanzen (Vokalgleichklang in verschiedenen Worten) auffällig.
Bei einer Zeile bin ich mir jedoch nicht sicher:

„Doch als die Nacht schlich durch die Gärten.“

Probleme machen mir die beiden, stimmhaften „ch“-Laute. Auch die Erfüllen das Merkmal der Lautwiederholung, die im Gedicht so dominant ist… nur: Wie nennt man sowas? Eine Alliteration ist es nicht, die gilt nur für den Wortanfang bzw. die Stammsilben, und die Assonanz kümmert sich nur um Vokale, nicht aber um Konsonanten.
Wie nennt man eine solche Figur?

„Do ch als die Na ch t schli ch dur ch die Gärten.“
Probleme machen mir die beiden, stimmhaften „ch“-Laute.

Hallo, Bustard,
das CH wird ja gar viermal wiederholt! und wie schön es das heimliche Schleichen verdeutlicht!
Ich würde es Onomatopoesie (Lautmalerei) nennen. http://de.wikipedia.org/wiki/Onomatopoesie

Gruß
Eckard

Hallo, Eckard!

So ganz stimmt das mit den "CH"s nicht. Nur, wenn man graphematisch herangeht stehen da vier. Phonetisch sind es jeweils zwei Paare. Die ersten zwei "ch"s sind der sogenannte „Ach-Laut“, das stimmlose „ch“, die letzten zwei das stimmhafte, der sogenannte „Ich-Laut“.
Was du aber über die Onomatopoesie gesagt hast, fällt mir gerade erst auf, so kann man da in der Tat herangehen. Hatte ich gar nicht bedacht. Danke! :wink:

Vielleicht findet sich dennoch ein extra auf Konsonanten zugeschnittener Terminus? (Sollte er denn exisiteren?)