Stillen

Ich hab da so einige Fragen, die mir auch mein Lieblingsstillbuch nicht beantworte kann: „Stillen“ von Guoth-Gumberger/Hormann. Oder ich habs nicht gesehen. Mein Söhnchen Jamie ist jetzt 9,5 Wochen alt und bisher ging es mit dem Stillen eigentlich ganz gut. Normalerweise habe ich super viel Milch, nachts schläft der Kleine super und wird meist einmal gestillt, das ich fast platzte!! Aber vor einer Woche hatte ich einen 2. Milchstau, mit allem drum und dran: Schüttelfrost, Fieber, Schmerzen ohne ende. Ich habe ein bißchen Tee zum Abstillen getrunken, wie beim ersten Mal, sonst hätte ich es nicht ausgehalten. Jetzt sind die Brüste etwas kleiner, die Milch ist weniger, was mir sehr entgegen kommt. Aber seit ein paar Tagen habe ich das Gefühl, der Kleine bekommt nicht genug. Früher hörte es sich an, als tränke er aus einem Strohhalm und jetzt hat er andauernd seine Fäustchen im Mund und trinkt nicht mehr so regelmässig. Ausserdem hat er Probleme, sobald er in der Waagerechten liegt, zu schlucken. Tee trinkt er jetzt (seit der Hitze) aus einer ganz normalen Flasche mit NUK-Schnuller ohne Probleme. Aber sobald er liegt geht oft nichts mehr bis ich ihn aufrichte. Es tut mir in der Seele weh. Er hat oft Luft im Bauch, wie Koliken ohne Schreien, er ist ständig unruhig und schläft sehr unruhig. Kann da jemand etwas mit anfangen!!!

Liebe Grüße

Marion

Hallo Marion,

Ich hab da so einige Fragen, die mir auch mein
Lieblingsstillbuch nicht beantworte kann:
„Stillen“ von Guoth-Gumberger/Hormann. Oder ich
habs nicht gesehen. Mein Söhnchen Jamie ist jetzt 9,5 Wochen
alt und bisher ging es mit dem Stillen eigentlich ganz gut.
Normalerweise habe ich super viel Milch, nachts schläft der
Kleine super und wird meist einmal gestillt, das ich fast
platzte!! Aber vor einer Woche hatte ich einen 2. Milchstau,
mit allem drum und dran: Schüttelfrost, Fieber, Schmerzen ohne
ende. Ich habe ein bißchen Tee zum Abstillen getrunken, wie
beim ersten Mal, sonst hätte ich es nicht ausgehalten.

Na das war wohl eine ausgewachsene Brustentzündung. Falls du das nochmal haben solltest, was ich nicht hoffe, helfen da auch Quarkumschläge und abpumpen. Geräte dafür gibt es zum Ausleihen in der Apotheke, kann man evt. vom Arzt verschreiben lassen (genau weiß ichs nicht wegen der Gesundheitsreform)

Jetzt
sind die Brüste etwas kleiner, die Milch ist weniger, was mir
sehr entgegen kommt. Aber seit ein paar Tagen habe ich das
Gefühl, der Kleine bekommt nicht genug. Früher hörte es sich
an, als tränke er aus einem Strohhalm und jetzt hat er
andauernd seine Fäustchen im Mund und trinkt nicht mehr so
regelmässig. Ausserdem hat er Probleme, sobald er in der
Waagerechten liegt, zu schlucken. Tee trinkt er jetzt (seit
der Hitze) aus einer ganz normalen Flasche mit NUK-Schnuller
ohne Probleme. Aber sobald er liegt geht oft nichts mehr bis
ich ihn aufrichte. Es tut mir in der Seele weh. Er hat oft
Luft im Bauch, wie Koliken ohne Schreien, er ist ständig
unruhig und schläft sehr unruhig. Kann da jemand etwas mit
anfangen!!!

Also: durch das Trinken aus der Flasche, fällt es deinem Sohn jetzt schwerer aus der Brust zu trinken. Flasche macht nämlich faul, weil es einfacher geht. Außerdem hat er jetzt deswegen wahrscheinlich Blähungen, weil er zu viel Luft beim Fläschen schluckt.
Tee braucht er eigentlich gar nicht. Muttermilch hat genügend Flüssigkeit.
Für dich heißt das, wenn es warm ist sehr viel trinken.
Für Jamie, keine Flasche mehr, dann hat er mehr Durst und saugt wieder kräftiger. Denn Hunger/Durst hat er ja aber er will die Brust nicht mehr (Fäustchen im Mund), weil es ihm zu schwer fällt. Muß er sich wieder dran gewöhnen. Sonst bleibt bei dir die Milch weg und du kannst komplett mit Flasche füttern.
In der waagerechten läßt sich schlecht trinken, stille ihn, wenn du sitzt so, dass er auch dabei fast sitzt.
Gegen die Blähungen und die Folgen -unruhig, schäft schlecht- helfen Lefax-Tropfen.

Liebe Grüße von
Helga

Hallo Marion,

leider kann ich Dir konkret nicht antworten, ich hatte eine recht problemlose Stillzeit mit meinem Sohn. Den Tee würde ich aber auch weglassen, andere Sauger können zu einer Saugverwirrung führen, vor allen Dingen bei so kleinen Kindern. Und den Flüssigkeitsbedarf deckst Du locker mit der Milch solange Du nach Bedarf stillst.

Ich möchte Dir ein Forum ans Herz legen, das mir immer sehr geholfen hat:

http://www.rund-ums-baby.de/stillberatung/show.php3?..

Dort bekommst Du mit Sicherheit kompetenten Rat.

Alles Gute,

Birgit

Hallo!
Ich würde auch sagen, dass in deinem Fall der Tee aus der Flasche den Rhythmus durcheinanderbringt. Was ist es denn für ein Tee? Fenchel kann nämlich, zuviel gegeben, Blähungen verursachen, was viele nicht wissen. Du hast wie gesagt, genug Flüssigkeit auch bei Hitze ohne Tee auszukommen! Wenn es heiß ist, stellt sich dein Körper darauf ein. Das Kind stillt in den ersten Minuten erstmal seinen Durst, weil die Milch extrem wässrig ist.
Gegen die Blähungen versuch es mal damit: Vor dem Stillen einen Fencheltee mit dem LÖFFEL geben (zwei Teelöffel). Das bringt ihn nicht durcheinander. Beim Saugen an der Flasche muss das Kind nur saugen und schlucken. Beim Saugen an der Brust dagegen, muss es saugen, kauen und schlucken. Das ist anstrengender.
Ich würde dir in jedem Fall davon abraten, abzupumpen. Dein Körper meint nämlich dann, dass du mehr brauchst und produziert immer mehr!!! Das ist ja nicht Sinn der Sache!
Hier noch ein ausgesprochen gutes Buch: „DAS STILLBUCH von Hannah Lothrop“!
Grüße, IRIS

…Vielen Dank.

Das das mit der Flasche Mist ist habe ich mir schon gedacht. Meineliebe Mutter hat mich nur verrückt gemacht, die mag es sowieso nicht, wenn ich stille. Einige von Euch kennen das sicher: Du hast nicht genug, die Milch ist nicht gut genug, Du kannst das sowieso nicht!!

LG

Marion

Hallo Marion,

Das das mit der Flasche Mist ist habe ich mir schon gedacht.
Meineliebe Mutter hat mich nur verrückt gemacht, die mag es
sowieso nicht, wenn ich stille. Einige von Euch kennen das
sicher: Du hast nicht genug, die Milch ist nicht gut genug, Du
kannst das sowieso nicht!!

Das kannte ich auch sehr gut. Bei uns war es (vor fast 25 Jahren) „Wenn Du endlich abends zufüttern würdest, dann schliefe Dein Kind auch endlich durch!“

Da kam mir das Glück zu Hilfe, weil wir in der U-Bahn einer Mutter begegneten, die mit mir zusammen entbunden hatte, und die von Anfang an wegen Problemen nie gestillt hatte. Sie jammerte, wie lästig es sei, dass ihre Tochter nachts immer komme. Und dann frisch Tee zubereiten usw…

Da fiel meiner Mutter nichts mehr dazu ein, als die andere auf eine entsprechende Nachfrage meinte: „Natürlich geben ich jetzt abends schon einen Brei.“

Ich wünsche Dir, dass Du mit der Stillerei trotz Deiner Mutter noch viel Erfolg hast. Ich habe meine Tochter bis zum 8. Lebensmonat voll gestillt und danach mit normalem Essen bis zu 1 1/2 Jahren abgestillt. Der Erfolg des ganzen: Trotz des schlechten Vorbildes der Mutter (wer mich kennt, weiß wovon ich schreibe) ist meine Tochter ein Mensch geworden, der in der Ernährung ein natürliches Gespür für die eigenen Bedürfnisse entwickelt und keinerlei Essstörungen hat. Gerade letzteres hatte meine Mutter wegen des manchmal sehr unregelmäßigen Anlegens „mit Sicherheit“ prophezeit.

Liebe Grüße, Karin

Hallo Marion,

auch ich kann Dir nur raten, den Tee weg zu lassen, da Du so anfängst abzustillen - bzw. der Kleine stillt sich selbst ab.

Ich hab auch 6 monate voll und danach noch lange zusätzlich gestillt.

Blähungsprobleme hatten wir nicht: Ich habe in meiner Ernährung anfangs jede blähungsfördernde Nahrung weggelassen. Kein Kohl, keine Hülsenfrüchte, keine Kohlensäure…, später dann nach und nach probiert was geht. Wenn ich mal „schwach“ wurde, hab ich das sofort beim Kind gemerkt - leichte Blähungen, wobei mir homöopathische Mittel und Vier-Winde-Öl (Reformhaus) gute Dienste geleistet haben.

Versuchs mal - ein paar Tage milde Kost und Bananensaft und Stilltee. Das sollte die Stillerei wieder ankurbeln und die Blähungen vergehen lassen.

Gruß anna