Hallo Tiffy,
Durch die fehlende Milch der rechten Brust wurde mit
einer Pre-Nahrung zugefüttert.
ein Kind nach Zufütterung wieder zum vollgestillt trinken bringen ist tatsächlich eine schwierige Aufgabe. Aber sie ist lösbar.
Da ich in einer Woche wieder arbeiten muss, pumpe ich nun jede
zweite Mahlzeit an der linken Brust ab, um einen gewissen
Vorrat zu Hause zu haben, wärend ich arbeiten bin.
Mein Sohn trinkt jede 2. Mahlzeit von der Pre-Nahrung ca. 150
ml. Beim abpumpen der linken Brust komme ich aber max. auf 100
ml, eher weniger. Hin und wieder mach ich mir Sorgen, das es
nicht reichen könnte. Was meint ihr?
Ich habe meine Tochter nach 6 Wochen in der Klinik (ich war die Patientin, nicht das Kind) vor lauter Zufüttern auf der Säuglingsstation (ein Baby das nicht schläft, hat Hunger, war die Devise der Schwestern, was für ein Kind das älter als eine Woche ist vermutlich so nicht stimmt) auch erst mal nicht voll stillen können.
Zunächst habe ich mir die 1979 übliche Tortur: „Stillen, wiegen, zufüttern“ angetan. Dann hatte ich Glück mit dem Kinderarzt, der meinte, ich solle doch einfach stillen, ohne was zuzugeben. Das habe ich in der ersten Woche dahingehend abgeändert, dass ich meiner Tochter abends ein Fläschchen verabreicht habe. Denn nichts ist schlimmer als ein Kind, das nachts mit Stillbedarf kommt, und die Milch reicht nicht…
In der zweiten Woche habe ich in Absprache mit dem Kinderarzt auch dieses weggelassen. Meine Tochter hat zunächst jede Woche ca. 100 g abgenommen, aber das schien sie auch zuviel gehabt zu haben. Jedenfalls konnte ich sie danach voll stillen, bis sie von alleine angefangen hat, bei mir mitzuessen.
Habt ihr zuverlässige Mittel um die Milchproduktion zu
steigern, ich habe schon alles probiert, aber wirklich mehr
ist es nicht geworden:
Nee, das Wichtigste scheinst Du vergessen zu haben: Viel ruhen! Dein Körper muss etwas produzieren, das ist durchaus ähnlich anstrengend wie andere körperliche Betätigungen.
Habt ihr eine Lösung wie ich beim abpumpen im Betrieb vorgehen
könnte? Ich habe Angst, das die Milch dann ganz weg bleibt…
Hier erhebt sich die Frage, wie Dein Kind betreut wird und wie weit Deine Arbeit von der Betreuungstätte weg ist. Meine Schwester konnte damals ihre Mittagspause bei mir verbringen, die ich ihren Sohn nach einem halben Jahr in Tagespflege genommen hatte. Die ihr zustehende Stillstunde hat sie einfach an die Mittagspause drangehängt. So kam sie immer untertags nochmal an die natürliche „Pumpe“ und konnte insgesamt auch stillen, bis der Knabe nicht mehr wollte.
Übrigens: Das Gerede gegen das Stillen habe ich damals auch „genossen“. Meine Mutter lag mir immer in den Ohren, dass das arme Kind nur deswegen regelmäßig nachts käme, weil sie nicht genug an meiner Muttermilch habe. Ein Abendbreichen müsse her. Ich wäre schon beinahe so weit gewesen, als ich einer Mutter begegnete, die ich in der Klinik kennengelernt hatte. Sie hatte nie gestillt und jammerte mir vor, dass ihre Tochter nicht durchschlafe, und dass es so lästig sei, nächtens einen Tee zu machen. Da war ich von „liegt alles am Stillen“ und „ein Breichen muss her“ wieder geheilt.
Lieben Gruß, Karin