Hallo,
kann man die (häufige) Verwendung von Umgangssprache und Konjunktiv in einem literarischen Text als „Stilmerkmale“ dieses Textes bezeichnen?
Lieber Gruß
Hallo,
kann man die (häufige) Verwendung von Umgangssprache und Konjunktiv in einem literarischen Text als „Stilmerkmale“ dieses Textes bezeichnen?
Lieber Gruß
Hallo,
kann man die (häufige) Verwendung von Umgangssprache und
Konjunktiv in einem literarischen Text als „Stilmerkmale“
dieses Textes bezeichnen?
Umgangssprache als Besonderheit der Wortwahl: ja.
„Konjunktiv“ allein eher nicht; Du solltest erwähnen, in welcher Funktion er vorwiegend gebraucht wird, z. B. zur Wiedergabe von indirekter Rede oder zum Ausdruck von Irrealität / Wünschen.
Gruß
Kreszenz
Moin, Christine,
häufige Verwendung von Umgangssprache und
Konjunktiv in einem literarischen Text
das beißt sich irgendwie, passt nicht recht zusammen. Der Konjunktiv wird in der Umgangssprache recht selten benutzt, sein Gebrauch in der mündlichen Kommunikation zeugt von gehobenem Standard.
Bei schriftlicher Kommunikation benutzt man ihn schon eher - und wenn der Autor sogar reichlich Sätze mit dem Konjunktiv Präteritum schüfe, erklömme er die höchsten Gipfel des äußerst gepflegten, um nicht zu sagen manirierten Stils.
Jetzt müsstest Du prüfen, in welchen Textpassagen der Autor den Konjunktiv häufig benutzt und dich fragen, warum er das das wohl tut.
Wenn er z.B. in umgangssprachlichen Dialogen den Konjunktiv einfließen lässt, dann könnte dies ein Indiz dafür sein, dass er der Umgangssprache nicht wirklich mächtig ist.
Es könnte auch sein, dass nur eine Person den Konjunktiv benutzt - das wäre dann evtl. ein Indiz für eine gepflegtere Sprache gerade dieser Person, die sich dadurch von den anderen abhöbe.
Es könnte auch sein, dass der Autor sich überwiegend in erzählerischen Passagen eines gepflegten Sprachstils befleißigt, seine Personen aber schwätzen lässt wie’s denen grade über die Lippen flutscht. Wenn dem so ist kann man sich nach dem Grund für diese Diskrepanz fragen. Dann findet man evtl. verschiedene mögliche Antworten, die man interpretatorisch begründen kann.
Und dann, und dann, und dann … - und ich hab jetzt ein Durcheinander im Kopf, und schreib besser nix mehr 
Grüße
Pit
Moin,
auch solltest Du bedenken, dass es in diesem unserem Lande immer noch Gegenden gibt, in denen der Konjunktiv häufiger benutzt wird als in anderen.
So steht meiner Erfahrung nach dem durchschnittlichen Schwaben der Konjunktiv in beiderlei Gestalt (I und II) in weit höherem Maße zu Gebote als dem Rest der Bevölkerung.
Gruß - Rolf
PS: Martin, entschuldige, ich weiß: Es gibt keinen durchschnittlichen Schwaben!