Stimmt das?

Hallo:
Ist es richtig, wie es im Wikipedia steht, dass ein Leistungsschutzschalter auch funktionieren wuerde, wenn der Schalter unten oder mit Kraft EIN gehalten wuerde? (freiausloesung)

http://de.wikipedia.org/wiki/Leistungsschutzschalter

Danke

Hallo,
ja. Du kannst den Hebel oben halten, ausgelöst wird trotzdem. Selber schon erlebt - wenn der Kurzschluss noch besteht, löst der Schutzschalter schon beim wiedereinschalten, also dem Hebel-hochdrücken, wieder aus.

Und das muss ja auch so sein, sonst bestünde ja im Augenblick des Einschaltens kein Schutz.

Beim FI-Schutzschalter ist das genauso.

Gruß
loderunner

Hallo Fragewurm,

Ist es richtig, wie es im Wikipedia steht, dass ein
Leistungsschutzschalter auch funktionieren wuerde, wenn der
Schalter unten oder mit Kraft EIN gehalten wuerde?

Ja.

Stell dir vor, da lehnt jemand seinen Besen dagegen.

Bei einem Kurzschluss könnte dann die Bude abrauchen und genau das soll ja der LS zuverlässig verhindern.

Oder die ganz schlauen würden einfach den Hebel mit Klebeband fixieren, wenn der LS dauernd wegen einer Überlast abschaltet.

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter,

Ja.

Ich glaube früher war das nicht immer so.
Ich kenne Schutzschalter, die man wie eine Sicherung in eine Fassung geschraubt hat. Die waren auch noch aus Porzellan, ich schätze von Anfang der 50er Jahre. Wenn man dort den Knopf festgehalten hat, hat der Mechanismus nicht ausgelöst.

Gruß
Torsten.

Hallo Torsten,

Ja.

Ich glaube früher war das nicht immer so.
Ich kenne Schutzschalter, die man wie eine Sicherung in eine
Fassung geschraubt hat. Die waren auch noch aus Porzellan, ich
schätze von Anfang der 50er Jahre. Wenn man dort den Knopf
festgehalten hat, hat der Mechanismus nicht ausgelöst.

Diese Dinger kenne ich auch.
Die gibt es noch heute zu kaufen.

Allerdings habe ich hier in CH nie einen ohne Freiauslösung gesehen, obwohl ich die mit Porzellangehäuse kenne.

Die von dir angesprochenen Typen müssten da noch viel älter sein.
Ganz früher war das mit den Sicherungen so, dass man die nach dem Auslösen selber wieder Instangesetzt hat. Das Sicherungselement war ein Porzellan-Stecker mit zwei Steckstliften zwischen denen ein dünner Draht gespannt war. Nach dem Auslösen hat man dann einfach einen neuen Draht eingesetzt.
Den Draht konnte man entsprechend dem Auslösestrom als Rolle kaufen.

Die Gefahr war natürlich, dass das viele Laien besonders gut machen wollten und dann den Draht mehrfach zwischen den Stifte gewickelt haben …

MfG Peter(TOO)

Hallo Ralf,

das klingt aber reichlich abenteuerlich.

Aus heutiger Sicht, war ganz früher alles was mit Strom zu tun hat abenteuerlich.
Wenn ich an die alten Schalttafeln denke. Eine Marmorplatte und darauf montierte polierte Messing-Schienen … natürlich alles blank, unter Spannung und ohne eine isolierende Abdeckung davor !
Mitte der 60er habe ich solche Schalttafeln noch in Betrieb erlebt.

Diejenigen die Meine bestanden aus länglichen, im Querschnitt U-förmigen, Keramikteil. Das Teil war etwa 5cm Lang.
An der flachen Seite des U waren zwei Stifte. Das ganze sah eigentlich wie ein Stecker aus.
Zwischen diesen beiden Stiften wurde dann der Schmelzdraht gespannt.
Der Sicherungshalter war eigentlich eine Steckdose.

In alten amerikanischen und englischen Filmen sieht man die manchmal.
Im Netz habe ich leider auf die Schnelle kein Foto finden können.

MfG Peter(TOO)

Hallo Ralf,

Die Form Sicherung, welche du Andeutest nannte man in der Schweiz Stecksicherungen. Der Körper aus Porzellan mit 2 je nach Auslösestrom genormte 4 mm Messingstifte. Wer die defekte Sicherung aussen mit einem Draht überbrückte war Lebensmüde oder Brandstifter, da es nie einen dazu bestimmten Ersatzdraht gab.der Schmelzdraht war im Porzellangehäuse und mit einem Melder gekoppelt. Diese Art Sicherungen wurden 1978 von der SEV Verboten und mussten durch die Patronensicherung ersetzt werden.

Grüss Sägesser H-U

Hallo H-U,

Die Form Sicherung, welche du Andeutest nannte man in der
Schweiz Stecksicherungen. Der Körper aus Porzellan mit 2 je
nach Auslösestrom genormte 4 mm Messingstifte. Wer die defekte
Sicherung aussen mit einem Draht überbrückte war Lebensmüde
oder Brandstifter, da es nie einen dazu bestimmten Ersatzdraht
gab.der Schmelzdraht war im Porzellangehäuse und mit einem
Melder gekoppelt. Diese Art Sicherungen wurden 1978 von der
SEV Verboten und mussten durch die Patronensicherung ersetzt
werden.

Ich meinte die Variante, welche etwa in den 20er Jahren und davor verwendet wurden.

Das von dir beschriebene Modell war schon die verbesserte Version.

Die ganz ganz alten Teile kenne ich fast am besten :wink:
Mein Vater war nebenbei noch der Kurator der historischen Sammlung der Uni Basel, Abteilung Physik. Das gab es einige Teile Original von Edison.

MfG Peter(TOO)

Ich habe hier solche alten Schraubsicherungseinsätze mit Knopf noch herumliegen (haben 15A Auslösestrom). Sie sind alt haben aber auch eine Freiauslösung.
So wie PeterTOO geschrieben hat - es gibt sie noch zu kaufen.
Aber ich kann mir nicht vorstellen das Vorgängermodelle bei festhalten nicht auslösen!
Ich nutze sie gelegentlich noch auf Baustellen, wo die alte Verteilung erst einmal in Betrieb bleiben muß (die muß man nicht immer herausschrauben und bei einem Kurzschluß muß ich nicht immer eine Schmelzsicherung einsetzen).

HC

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Hier ist ein Bild von solch einer Tafel:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Schaltpult.jpg

Ist nicht weit von meinem Wohnort entfernt.

HC

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