Hallo,
Der islam ist eine seit Jahren wachsende Religion und in den
letzten Jahren (auch vor 911) wurden die Wachstumsraten pro
Jahr immer höher.
Das hat aber wenig mit Konvertierungen zu tun, sondern eher
mit Nachwuchs und Migration. Der Bevölkerungswachtum ist in
moslemischen Ländern deutlich höher als im Westen. Und bei
eingewanderten Muslimen ist dies auch in der dritten
Generation noch der Fall.
Das kann schon sein, auf der anderen Seite steigt die Anzahl der „Kovertierten“. Was den Bevölkerungsanteil angeht: Nicht nur in den islamischen Ländern gibt es hohe Geburtenraten, die Sicht auf Deutsche und Türken zu beschränken ist sicherlich nicht richtig.
Wie bei den großen Konfessionen der Christenheit gibt es keine
Missionierung, sondern die Gläubigen erben ihre
Religionszugehörigkeit von den Eltern.
Es gibt im Islam tatsächlich keine Missionierung - zumindest nicht in dem Sinne, wie es in Afrika von einigen christlichen Kirchen betrieben wurde/wird - vielmehr ist es Pflicht jeden Muslims, das Wort Gottes „an den Mann“ zu bringen. Das kann vieles bedeuten, aber vor allem geht es um den zwischenmenschlichen Kontakt.
Obwohl,…
Ich bin auch schon einer Gruppierung begegnet, die aktiv für
den Islam auch bei Nichtmuslimen wirbt (Ahmadiyya Muslim
Jaamat). Und dies insbesondere nach dem 11.09.2001.
Diesen Menschen, die unter Djihad etwas anderes verstehen, als
Ungläubige zu töten, gilt meine Hochachtung.
Ohne über die Ahmadiyya-Gruppe streiten zu wollen (viele Muslime betrachten sie als Nichtmuslime, da sie sich nicht klar von der Behauptung trennen, dass sie an einen anderen Propheten glauben) aber das tun andere Gruppen auch, mehr oder weniger intensiv. Aber in letzter Zeit muss man bemerken, dass die Menschen von alleine das Interesse aufbringen, mehr über den Islam zu erfahren. D.h. obwohl der Tag der offenen Moschee nicht dafür konzipiert war, besuchen ihn doch einige, um sich über den Islam zu informieren - als Religion, der sie sich möglicherweise annehmen wollen.
Ich muss aus eigener Erfahrung sagen, dass nach den Anschlägen in den USA zwar das Interesse in der hiesigen Bevölkerung am Islam grösser geworden ist, allerdings auch die Angst und die Vorurteile. Letzteres hat lange Zeit überwogen, dann wurde und wird der Islam auch noch in sehr zwiespaltenden Diskursen thematisiert (bspw Kopftuchdebatte, Terror usw…).
Gruss, Omar Abo-Namous