Stimmt diese Statistik?

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage bezüglich einer Nachricht, die vor einiger Zeit umhergereicht wurde. Ihr zufolge sei die Anzahl der Übertritte zum Islam direkt nach dem 11. September 2001 schlagartig hochgeschnellt. Möge Gott den/die belohnen, der/die mir wenigstens einen Teil meiner folgenden Fragen beantworten kann:

  • Stimmt diese Nachricht?

  • Wie sehen die konkreten ungefähren Zahlen der Übertritte aus?

  • Was sind die meisten Gründe dafür gewesen?

Friedensgrüße,

Mohamed.

hi mohammed

  • Stimmt diese Nachricht?

keine ahnung.

  • Was sind die meisten Gründe dafür gewesen?

anti-bush-gründe.

grüssli
coco

…Ihr zufolge sei die Anzahl der Übertritte zum Islam direkt nach
dem 11. September 2001 schlagartig hochgeschnellt.

Lieber Mohamed,
das scheint miir ein typisches Gerücht zu sein. Welchen Grund
sprräche dafür, jetzt zum Islam überzutreten? Meinst du, Bin Laden
hat da ganz im Sinne der Muslime gehandelt? Falls ja, ist der Islam
genau so eine mörderissche Religion und unterscheidet sich nicht
sichtbar von den Christen.
Alexander

Stimmt… und doch nicht
Hallo zusammen,

das scheint miir ein typisches Gerücht zu sein. Welchen Grund
sprräche dafür, jetzt zum Islam überzutreten?

Der islam ist eine seit Jahren wachsende Religion und in den letzten Jahren (auch vor 911) wurden die Wachstumsraten pro Jahr immer höher (Quelle: Statistisches Amt der USA/CIA world factbook). Insofern ist die Aussage richtig (die Wachstumsrate war höher als vorher), aber eben auch nichtig, weil eine bestehende Tendenz lediglich fortgesetzt wurde.
Ein schönes Beispiel für wahre Propaganda.

Grüße,

Anwar

Hallo Anwar,

Der islam ist eine seit Jahren wachsende Religion und in den
letzten Jahren (auch vor 911) wurden die Wachstumsraten pro
Jahr immer höher.

Das hat aber wenig mit Konvertierungen zu tun, sondern eher mit Nachwuchs und Migration. Der Bevölkerungswachtum ist in moslemischen Ländern deutlich höher als im Westen. Und bei eingewanderten Muslimen ist dies auch in der dritten Generation noch der Fall.
Wie bei den großen Konfessionen der Christenheit gibt es keine Missionierung, sondern die Gläubigen erben ihre Religionszugehörigkeit von den Eltern.

Obwohl,…
Ich bin auch schon einer Gruppierung begegnet, die aktiv für den Islam auch bei Nichtmuslimen wirbt (Ahmadiyya Muslim Jaamat). Und dies insbesondere nach dem 11.09.2001.
Diesen Menschen, die unter Djihad etwas anderes verstehen, als Ungläubige zu töten, gilt meine Hochachtung.

Gruß
Carlos

Sicher?

Hallo Anwar,

unbestätigten Aussagen zufolge, seien in einem Monat nach 9-11 angeblich mehr Menschen zum Islam übergetreten als in einem ganzen Jahr davor. Wenn das stimmt, wird es wohl kaum nur mit Geburtenraten zu tun haben - sicherlich auch nicht mit Anti-Amerikanismus, sondern eher einfach damit, dass durch die Angriffe das Thema Islam verstärkt ins mediale Bewusstsein getreten ist.

Ich frage mich nur, woher diese Behauptung von den hochgeschnellten Übertrittsraten kommt, und wie sie überhaupt festgestellt werden konnte. Ich möchte nämlich nicht sehen, wie Leute solche Attentate verharmlosen, indem sie darauf hinweisen, wieviel Gutes sie doch nebenbei angeblich gebracht hätten, d.h. Übertritte zur wahren Religion.

Grüße,

Mohamed.

Ich frage mich nur, woher diese Behauptung von den
hochgeschnellten Übertrittsraten kommt, und wie sie überhaupt
festgestellt werden konnte. Ich möchte nämlich nicht sehen,
wie Leute solche Attentate verharmlosen, indem sie darauf
hinweisen, wieviel Gutes sie doch nebenbei angeblich gebracht
hätten, d.h. Übertritte zur wahren Religion.

Wenn du dich mal drei Jahre zurückerinnerst, wirst du sicher erinnern, dass haltlose Behauptungen dieser und anderer Art sich damals explosionsartig vermehrt und verbreitet haben. Einige waren offenkundiger Blödsinn, andere waren faktisch widerlegbar, viele aber, wie die von dir zitierte Behauptung auch, waren derart allgemein gehalten und aus dem Nichts gegriffen, dass sie prinzipiell nicht widerlegbar sind.

Du könntest versuchen, die offiziellen Datenbanken der statistischen Ämter nationaler und supranationaler Organisationen nach entspr. Daten zu durchforsten http://www.lds.nrw.de/linkshilfen/StatistikAnbieter/, dass es tatsächlich Statistiken über Konversionen gibt, wage ich schwer zu bezweifeln.

Und wenn du gegen gotteslästerliche Argumentationen der Art, dass viele Menschen sich aufgrund ihrer Begeisterung für einen Massenmord zur Konversion zum Islam entschlossen hätten, gegenhalten willst, gibt es bessere Argumentationsstränge.

Gruss
Schorsch

Hallo Alexander

Falls ja, ist der
Islam
genau so eine mörderissche Religion und unterscheidet sich
nicht
sichtbar von den Christen.

Also erstens auf welche Grundlage stellst du die Aussage, dass die christliche Religion mörderisch ist? Zweitens gibt es die christliche Religion gar nicht.

Grus
Beat

Mordtaten im Namen Gottes

Also erstens auf welche Grundlage stellst du die Aussage, dass die

christliche Religion mörderisch ist?
Ein wenig Gesichte kann nie schaden:
-Jan Huß wurde 1415 in Konstanz von der Kirche in Konstanz verbrannt.
-Giordano Bruno wurde 1600 durch die Kirche verbrannt.
-Unzählig viele arme Menschen wurden von der Kirche als Hexen und
Zauberer verbrannt. Und das unter Berufung auf Gott. Hat sich die
Kirche bis heute füre die von ihr begangenen Verbrechen
entschuldigt?

Zweitens gibt es die christliche Religion gar nicht.
Für diese Aussage hätte ich gerne Belege.
Alexander

Hallo,

Der islam ist eine seit Jahren wachsende Religion und in den
letzten Jahren (auch vor 911) wurden die Wachstumsraten pro
Jahr immer höher.

Das hat aber wenig mit Konvertierungen zu tun, sondern eher
mit Nachwuchs und Migration. Der Bevölkerungswachtum ist in
moslemischen Ländern deutlich höher als im Westen. Und bei
eingewanderten Muslimen ist dies auch in der dritten
Generation noch der Fall.

Das kann schon sein, auf der anderen Seite steigt die Anzahl der „Kovertierten“. Was den Bevölkerungsanteil angeht: Nicht nur in den islamischen Ländern gibt es hohe Geburtenraten, die Sicht auf Deutsche und Türken zu beschränken ist sicherlich nicht richtig.

Wie bei den großen Konfessionen der Christenheit gibt es keine
Missionierung, sondern die Gläubigen erben ihre
Religionszugehörigkeit von den Eltern.

Es gibt im Islam tatsächlich keine Missionierung - zumindest nicht in dem Sinne, wie es in Afrika von einigen christlichen Kirchen betrieben wurde/wird - vielmehr ist es Pflicht jeden Muslims, das Wort Gottes „an den Mann“ zu bringen. Das kann vieles bedeuten, aber vor allem geht es um den zwischenmenschlichen Kontakt.

Obwohl,…
Ich bin auch schon einer Gruppierung begegnet, die aktiv für
den Islam auch bei Nichtmuslimen wirbt (Ahmadiyya Muslim
Jaamat). Und dies insbesondere nach dem 11.09.2001.
Diesen Menschen, die unter Djihad etwas anderes verstehen, als
Ungläubige zu töten, gilt meine Hochachtung.

Ohne über die Ahmadiyya-Gruppe streiten zu wollen (viele Muslime betrachten sie als Nichtmuslime, da sie sich nicht klar von der Behauptung trennen, dass sie an einen anderen Propheten glauben) aber das tun andere Gruppen auch, mehr oder weniger intensiv. Aber in letzter Zeit muss man bemerken, dass die Menschen von alleine das Interesse aufbringen, mehr über den Islam zu erfahren. D.h. obwohl der Tag der offenen Moschee nicht dafür konzipiert war, besuchen ihn doch einige, um sich über den Islam zu informieren - als Religion, der sie sich möglicherweise annehmen wollen.

Ich muss aus eigener Erfahrung sagen, dass nach den Anschlägen in den USA zwar das Interesse in der hiesigen Bevölkerung am Islam grösser geworden ist, allerdings auch die Angst und die Vorurteile. Letzteres hat lange Zeit überwogen, dann wurde und wird der Islam auch noch in sehr zwiespaltenden Diskursen thematisiert (bspw Kopftuchdebatte, Terror usw…).

Gruss, Omar Abo-Namous

1 „Gefällt mir“

Also erstens auf welche Grundlage stellst du die Aussage, dass die

christliche Religion mörderisch ist?
Ein wenig Gesichte kann nie schaden:
-Jan Huß wurde 1415 in Konstanz von der Kirche in Konstanz
verbrannt.
-Giordano Bruno wurde 1600 durch die Kirche verbrannt.
-Unzählig viele arme Menschen wurden von der Kirche als Hexen
und
Zauberer verbrannt. Und das unter Berufung auf Gott. Hat sich
die
Kirche bis heute füre die von ihr begangenen Verbrechen
entschuldigt?

Im Raume steht die Behauptung, dass die christliche Religion mörderisch sei. Dies versuchst du zu belegen mit Verbrechen, die unter Berufung auf Gott begangen wurden. Erkennst du da den Zusammenhang? Ich sehe ihn nicht.

Wenn du behaupten willst, Glaube führe zu Fanatismus, führe zu Mord und Totschlag, in Ordnung. Wenn du aber spezifisch das Christentum aufgreifst, auf diese Weise implizierst, dass das Christentum eine höhere Totschlagsneigung besäße als andere Religionen und Glaubensformen, dann solltest du auf spezifisch christliche Belege zurückgreifen.

Die mittelalterliche europäische Kultur wurzelt in vielen, verschiedenen Quellen, von denen das Christentum zwar eine bedeutende, bei weitem aber nicht die einzige ist. Der Hexenglaube als Voraussetzung der Hexenverbrennungen hat seine Wurzeln wohl weit eher in den Naturreligionen der germanischen Völker als im Christentum. Die Inquisition wäre ohne Berufung auf das heidnische römische Recht in ihrer damaligen Form wohl kaum denkbar.

Dass der christlich geprägte europäische Kulturkreis eine ganze Menge mörderischer Highlights aufzubieten hat, ist unbestritten. Daraus abzuleiten, dass die christliche Religion mörderisch sei, halte ich für weit danebengegriffen.

Gruss
Schorsch

1 „Gefällt mir“

Also erstens auf welche Grundlage stellst du die Aussage, dass die

christliche Religion mörderisch ist?
Ein wenig Gesichte kann nie schaden:
-Jan Huß wurde 1415 in Konstanz von der Kirche in Konstanz
verbrannt.
-Giordano Bruno wurde 1600 durch die Kirche verbrannt.
-Unzählig viele arme Menschen wurden von der Kirche als Hexen
und
Zauberer verbrannt. Und das unter Berufung auf Gott. Hat sich
die
Kirche bis heute füre die von ihr begangenen Verbrechen
entschuldigt?

Stimme da im wesentlichen dem Text von Schorsch zu.
Im Namen Gottes kann sogar ein ungläubiger Sachen machen. Eine Religion ist auisserdem ein Menschliches Konstrukt. Der christliche Glaube beruht aber auf der Bibel. Die Aussagen der Bibel widersprechen all dem erwähnten

Gruss
beat

Zweitens gibt es die christliche Religion gar nicht.
Für diese Aussage hätte ich gerne Belege.
Alexander

Falls ja, ist der
Islam
genau so eine mörderissche Religion und unterscheidet sich
nicht
sichtbar von den Christen.

doch die beiden unterscheiden sich sichtbar, nämlich durch ein paar hundert jahre gesellschaftlicher entwicklung, genannt aufklärung.

gruß
datafox

unbestätigten Aussagen zufolge, seien in einem Monat nach 9-11
angeblich mehr Menschen zum Islam übergetreten als in einem
ganzen Jahr davor.

ok geschenkt, nehmen wir dieses fakt stimmt.

und?

nur weil es etwas zeitlich zusammenfällt, beduetet das noch lange nicht eine kausale beziehung.

diesen fehlschluß nennt man post hoc propter hoc. ein beliebtes mittel der propaganda.

gruß
datafox

Im Raume steht die Behauptung, dass die christliche Religion
mörderisch sei. Dies versuchst du zu belegen mit Verbrechen, die
unter Berufung auf Gott begangen wurden. Erkennst du da den
Zusammenhang? Ich sehe ihn nicht.

Oh nein. Ich diffamiere das wahre Christentum nicht als mörderische
Religion. Dass aber viele Mordtaten im Namen der Götter aller
Religionen verübt wurden, das dürfte sich doch mittlerweile
herumgesprochen haben.

Wenn du behaupten willst, Glaube führe zu Fanatismus, führe zu Mord
und Totschlag, in Ordnung. Wenn du aber spezifisch das Christentum
aufgreifst, auf diese Weise implizierst, dass das Christentum eine
höhere Totschlagsneigung besäße als andere Religionen und
Glaubensformen, dann solltest du auf spezifisch christliche Belege
zurückgreifen.

„… führe zu Mord und Totschlag, in Ordnung“. Das ist überhaupt
nicht in Ordnung. Die Bereitschaft zu Mord und Totschlag finden wir
leider in allen Religionen. Gott als Mordgesellen. Schande über die,
die sich auf Gott für ihre Mordtaten berufen.

Der Hexenglaube als Voraussetzung der Hexenverbrennungen hat seine

Wurzeln wohl weit eher in den Naturreligionen der germanischen
Völker als im Christentum. Die Inquisition wäre ohne Berufung auf

das heidnische :römische Recht in ihrer damaligen Form wohl kaum
denkbar.
Gibt es in der Bibel nicht eine Stelle, die lautet: „Du sollst nicht
töten“? Dieses Tötungsgebot galt doch sicherlich auch für den Klerus.

Dass der christlich geprägte europäische Kulturkreis eine ganze
Menge mörderischer Highlights aufzubieten hat, ist unbestritten.
Daraus abzuleiten, dass die christliche Religion mörderisch sei,
halte ich für weit danebengegriffen.

Wie gerne habe ich das gelesen. Das gilt dann ja auch für die Juden
und Moslems. Doch jetzt muss ich mich mal outen: Ich weiß, dass das
Christentum beeindruckende Seiten hat. Auch der Islam hat großartiges
der Welt zu bieten. Zu meinem Freundeskreis zählen einige
tiefgläubige Christen und ein Muslim aus dem Libanon. Sie als Freunde
zu wissen, macht mich froh.
Alexander

Oh nein. Ich diffamiere das wahre Christentum nicht als
mörderische
Religion. Dass aber viele Mordtaten im Namen der Götter aller
Religionen verübt wurden, das dürfte sich doch mittlerweile
herumgesprochen haben.

Stimmt. Du kannst der beste Mensch auf Erden sein und ich kann in Deinem Namen schrechkliches tun. Deswegen bistt du immer noch ein guter mensch, oder?

Die Bereitschaft zu Mord und Totschlag
finden wir
leider in allen Religionen.

Ach ja? Welche Belege hast Du für diese aussage?

Gott als Mordgesellen. Schande
über die,
die sich auf Gott für ihre Mordtaten berufen.

Da stimme ich dir voll zu.

Gibt es in der Bibel nicht eine Stelle, die lautet: „Du sollst
nicht
töten“? Dieses Tötungsgebot galt doch sicherlich auch für den
Klerus.

Stimmt (obwohl aus dem Urtext richtiger übersetzt wäre, Du sollst nicht morden). Siehe dazu Antwort zu dem Satz wegen in Namen Gottes töten. Anders gesagt der (damalige) Klerus hat sich nicht an die Bibel gehalten, dh es waren auch nicht die legitimen vertreter. Wenn ein Polizist sich nicht an die gesetze hält, liegt es nicht an den gesetzetn, sondern der Polizist ist nicht ein legitimer vertreter der gesetze.

Beat