Stinkefaule (oder doch vergessliche) Kinder

Hallo,

nachdem ich mich gerade mal wieder tüchtig aufgeregt habe, möchte ich gerne mal wissen, wie andere Eltern mit folgendem Problem (soweit vorhanden) umgehen:

Meine Kinder sind 8,11,13 Jahre alt und mich nervt es unglaublich, dass sie alles, was an kleinen Verpflichtungen so anfällt, nur nach mehrmaliger Aufforderung, Ermahnung machen. Zur Verdeutlichung ein paar Beispiele:

  1. Die beiden Mädels müssen mogens abwechselnd den Müll mit runter nehmen, wenn sie zur Schule gehen. Damit sie das nicht vergessen, stelle ich den Müllbeutel ein paar Minuten vorher vor die Tür. Selbstverständlich bleibt er da auch stehen, wenn ich nicht wirklich danebenstehe oder ihnen den Beutel direkt in die Hand drücke.

  2. Tochter Nr.2 ißt Cornflakes, ich bitte sie, die Schüssel anschließend direkt zu spülen. Nachdem ich sie dreimal dran erinnert habe, wird das erledigt, der Gang zum Schrank ist scheinbar zu weit, also bleibt das Gespülte auf der Spüle stehen. Weggeräumt wird dann wieder nur nach mehrmaliger Erinnerung.

  3. Geduscht werden soll täglich. Erinnere ich insbesondere Tochter Nr.1 (13) nicht mehrmals daran, duscht sie eben nicht.

Beispiele gibt es noch unzählige, was ich aber gerne von euch wissen möchte: Wie ist das bei euch? Wie kann man wirkungsvoll etwas dagegen tun? Ich möchte ganz einfach nicht immer und ständig etwas sagen müssen, ist es denn in dem Alter nicht möglich, mal selbstständig an Dinge zu denken und diese auch zu erledigen?

Noch erwähnen möchte ich, dass z.B. Dinge, die die Schule betreffen, vollkommen selbstständig gemacht und organisiert werden, immer schon. Da scheint es mit dem Gedächtnis besser zu laufen. :smile:

Sorry, da war ich mit dem Abschicken zu schnell. Dank und Gruß sollte natürlich nicht fehlen. :smile:

Doro

Hallo

Lösungsmöglichkeiten gibts wahrscheinlich viele, ich bin da manchmal recht rabiat…deshalb nicht wundern…Meine Antworten beziehen sich auf die Situationen als solche, nicht unbedingt auf Kinder.

  1. Die beiden Mädels müssen mogens abwechselnd den Müll mit
    runter nehmen, wenn sie zur Schule gehen. Damit sie das nicht
    vergessen, stelle ich den Müllbeutel ein paar Minuten vorher
    vor die Tür. Selbstverständlich bleibt er da auch stehen, wenn
    ich nicht wirklich danebenstehe oder ihnen den Beutel direkt
    in die Hand drücke.

Ich würde sagen: „Wenn der Müll nachher noch steht, stelle ich ihn auf dein Bett“

  1. Tochter Nr.2 ißt Cornflakes, ich bitte sie, die Schüssel
    anschließend direkt zu spülen. Nachdem ich sie dreimal dran
    erinnert habe, wird das erledigt, der Gang zum Schrank ist
    scheinbar zu weit, also bleibt das Gespülte auf der Spüle
    stehen. Weggeräumt wird dann wieder nur nach mehrmaliger
    Erinnerung.

In meiner alten Abteilung sind irgendwie die Frauen dazu mutiert die Spülmaschine zu bestücken, sie laufen zu lassen und auch wieder auszuräumen. Die Herren der Schöpfung waren nicht mal dazu in der Lage, ihr Geschirr in die Kiste einzuräumen…nein sie haben es obendrauf gestellt…
Weisst Du was ich dann gemacht habe?
Ich habe mir einen sauberen Satz Geschirr beisteite gelegt und habe die schmutzigen Tassen,Löffel und Teller so wie sie waren zurück in den Schrank geräumt…irgendwann ist auch in der hintersten Ecke kein sauberes Stück mehr…

  1. Geduscht werden soll täglich. Erinnere ich insbesondere
    Tochter Nr.1 (13) nicht mehrmals daran, duscht sie eben nicht.

das Problem kenne ich zum Glück nicht, aber wahrscheinlich würde ich ab und an mal fragen wie es zu diesen sporadischen Geruchsentwicklungen kommt :wink:

Mir gings früher so mit meinen Klamotten. Meine Mutter hat sie mir auf die Treppe gelegt nach dem Waschen damit ich sie wegräume…hab ich immer „vergessen“…mein Hund hat dann mal meine Lieblingsbluse „gefunden“ und die Beschaffenheit des Stoffes ausgiebigst getestet…aus Schaden wird man klug, meine Klamotten wanderten jedenfalls danach immer brav in den Schrank *g*

Noch erwähnen möchte ich, dass z.B. Dinge, die die Schule
betreffen, vollkommen selbstständig gemacht und organisiert
werden, immer schon. Da scheint es mit dem Gedächtnis besser
zu laufen. :smile:

Das würde ich mal honorieren, dass das so gut klappt

Gruß
Maja

Hallo Doro,

du schreibst doch selbst, es ist immer das gleiche, du denkst an alles und erinnerst fleißig, wozu dann noch selbst Mitdenken. Das entnehme ich auch deiner Aussage nach der die schulischen Dinge wie von selbst laufen.

Nun was könntest du machen. Wie immer bin ich ein Freund des direktem Gesprächs aber dafür scheint es dieser Tage nicht so viele Sternchen zu geben. Versuchen wir es also mit einer etwas rabiateren Lösung. Streik, setze dir selbst eine Auszeit von meinetwegen einer Woche und erinnere sie einfach mal nicht, lasse die Mülltüte einfach stehen oder lege sie ins Zimmer des jeweiligen Mädchens, ebenso wie die Schüssel mit den Flakes, schenke der Lütten die nicht von selbst Duscht ein Parfüm und sage ihr wenn sie sich schon nicht wäscht dann wenigstens ein frischer Duft denn stickend möchtest du sie nicht ertragen.

Setze doch einfach ein Zeichen das du es leid bist so herrlich verlässlich alle an alles zu erinnern.

Viele Grüsse
Me

Hallo,

du schreibst doch selbst, es ist immer das gleiche, du denkst
an alles und erinnerst fleißig, wozu dann noch selbst
Mitdenken. Das entnehme ich auch deiner Aussage nach der die
schulischen Dinge wie von selbst laufen.

Manchmal bin ich wirklich nicht sicher, ob sie wirklich alles vergessen, oder aber einfach nur zu faul sind?

Nun was könntest du machen. Wie immer bin ich ein Freund des
direktem Gesprächs aber dafür scheint es dieser Tage nicht so
viele Sternchen zu geben.

Gespräche geraten auch unglaublich schnell in Vergessenheit. :smile:

Versuchen wir es also mit einer
etwas rabiateren Lösung. Streik, setze dir selbst eine Auszeit
von meinetwegen einer Woche und erinnere sie einfach mal
nicht, lasse die Mülltüte einfach stehen oder lege sie ins
Zimmer des jeweiligen Mädchens, ebenso wie die Schüssel mit
den Flakes, schenke der Lütten die nicht von selbst Duscht ein
Parfüm und sage ihr wenn sie sich schon nicht wäscht dann
wenigstens ein frischer Duft denn stickend möchtest du sie
nicht ertragen.

Das größte Problem ist sicherlich, dass es nicht einfach ist, solche Dinge zu ignorieren. Stinkender Müll stört mich, ungespültes Geschirr stört mich auch, ungeduschte und daher müffelnde Teenies find ich auch nicht so prall. Aber du hast natürlich Recht, ich sollte es wirklich mal so machen.

Setze doch einfach ein Zeichen das du es leid bist so herrlich
verlässlich alle an alles zu erinnern.

Und wie leid ich es bin. Nur ist es mir bisher einfach nicht gelungen, mit der dafür nötigen Gelassenheit so lange zu warten, bis sie die Notwendigkeit evtl. selbst einsehen.

Viele Grüsse,
Doro

Hi,
ich kenne das und ich habe einiges mit unterschiedlichem Erfolg probiert. Zuerst mal, versuch für dich zu lernen, es ertragen zu können, wenn der Kram mal wieder rumsteht. Schaff dir eine Oase, niemand aus der Familie darf sie betreten, niemand darf dort stören, es sei denn bei Lebensgefahr. Dort ist nur dein Reich. Hat sich als extrem hilfreich erwiesen. Zur Not nimm einen Paravent und teile dir 3 qm Schlafzimmer ab.

Als nächstes solltest du auf alle Fälle du selber bleiben. Aber hast du mal überlegt, wie es wirkt, wenn du auf einmal völlig anders drauf bist und beschließt eine große Pizza-Fete (liefern lassen, macht mehr Müll) im Mädchenzimmer zu veranstalten mit Konfetti, Pappbechern, klebriger Cola (wird garantiert verschüttet) tropfendem Eis, lustiger Musik, vielleicht noch ein paar Freunden und echtem Spaß bis abends spät. Und um 11 Uhr in der Nacht sagst du, nun seist du müde, drehst dich um und gehst duschen und dann ins Bett. Pappschachteln, Pizza-Reste, Eisflecken und alles im Kinderzimmer. Zur Not sollte dir vielleicht schlecht werden, bevor die Kids dich wieder aus dem Bett ziehen zum Aufräumen.

Ein paar solcher Aktionen können einen erheblichen Denkeffekt erzielen. Was zu tieferem Verständnis führen kann, wozu das Wort „Pizza“ dann erheblich beitragen kann. Mann kann sich auch im Garten mit den guten Klamotten einsauen und dann keinen Bock auf waschen haben. Du musst halt wissen, was deinen Kindern wichtig ist.

Plan B: Mach deinen Kram alleine, nimm dir viel Freizeit wenn sie grad nicht da sind und arbeite mühselig und langsam sorgfältig den Berg selber ab. Natürlich hast du keine Zeit was schönes zu kochen und es gibt nur eklige Kohlsuppe, oder was auch sonst sehr einfach und unbeliebt ist. Natürlich kannst du dann nicht zuhören, wenn eines ein Anliegen hat. Natürlich kannst du auch nichts helfen. Und natürlich kannst du den Kids die Wäsche nicht auch noch bügeln oder so. Du beschäftigst dich mit den Sachen, die für dich ganz wichtig sind und den Rest lässt du bleiben.
Keine Spiele, kein Spaß, kein schönes Essen, abends keine Gemütlichkeit, Staubsaugen während der schönen Filme, und natürlich bei so viel Arbeit auch große Schusseligkeit, Socken werden leider mal verwechselt, Schuhe landen mal auf dem Balkon und werden da vergessen,… na du weißt schon
Das wirkt übrigens ganz hervorragend. Aber Achtung!!! Du darfst dich nicht beklagen!!! Denn das ist das was sie kennen und darauf warten sie und mit drei Worten haben sie dich wieder auf ihrer Spielwiese: „Wie man Mama ärgert“. Du entwickelst angesichts dessen, dass du alles allein machen musst einfach ein ganz stoisches Temprament. Nach spätestens 1 Woche suchen sie selber das Gespräch.

Am besten weihst du Nahestehende ein. Und zur Nervenstärkung stell dir einfach vor, du spielst 7 Tage lang Theater.

Dein Stinktier solltest du auch so behandeln. Immer in der Nähe der Türe sollte sie sitzen, wenn sie müffelt, oder gar nicht ins Wohnzimmer. Freunde könnten in ihrer Nähe auch mal die Nase rümpfen und sich suchend umblicken. Aber es sollte relativ stimmen. Manche Leute sind nach 3 Tagen ohne duschen immernoch blütenfrisch- 2 x täglich gründlich waschen reicht ihnen. Und seit ich meinen Sohn ans regelmäßige duschen gewöhnt habe, wünschte ich fast, er würde es wieder lassen. 20 Minuten Duschspaß jeden Morgen, das geht ins Geld und in die Zeit…und er läßt sich nicht beschleunigen, da habe ich ein Problem.
Ich drück dir die Daumen
Laß dich nicht unterkriegen
Susanne

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wenn gutes Zureden nicht hilft
Hallo Doro,

unsere Kinder sind schon ausser Haus - sie sind beide über 20.
Ihre Erziehung/Aufzucht war mit Sicherheit nicht mit den berühmten „Samthandschuhen“ - es hat ihnen gut getan (eigenes Bekunden der Kinder).

Klar, gab es die beschriebenen Problemchen auch bei uns.
Nun bin ich nicht gerade der diplomatischte und nachdem sich derartige Situationen zuspitzten, konnte ich meine bessere Hälfte zu einem gewagten Experiment überreden:

Um bei Deinen Beispielen zu bleiben:

  1. Die beiden Mädels müssen mogens abwechselnd den Müll mit
    runter nehmen, wenn sie zur Schule gehen. Damit sie das nicht
    vergessen, stelle ich den Müllbeutel ein paar Minuten vorher
    vor die Tür. Selbstverständlich bleibt er da auch stehen, wenn
    ich nicht wirklich danebenstehe oder ihnen den Beutel direkt
    in die Hand drücke.

In einem solchen Fall fand das betroffene Kind den Müllbeutel in seinem Bett vor. Es war nie wieder ein Thema (das Bett neu zu beziehen durfte das Kind dann selbst und das kann, wie wir alle wissen, doch etwas mühsam sein:smile: Dies war dann anschliessend nie wieder ein Thema.

  1. Tochter Nr.2 ißt Cornflakes, ich bitte sie, die Schüssel
    anschließend direkt zu spülen. Nachdem ich sie dreimal dran
    erinnert habe, wird das erledigt, der Gang zum Schrank ist
    scheinbar zu weit, also bleibt das Gespülte auf der Spüle
    stehen. Weggeräumt wird dann wieder nur nach mehrmaliger
    Erinnerung.

Eine Ladung Corn-Flakes im Bett werden gerne genommen. Lerneffekt wie oben. Thema erledigt.

  1. Geduscht werden soll täglich. Erinnere ich insbesondere
    Tochter Nr.1 (13) nicht mehrmals daran, duscht sie eben nicht.

Nun ja, wollen wir mal nicht übertreiben. Wenn sie nicht gerade muffelt wie ein Iltis… Was soll`s. Aber die Körperhygiene kann auch ohne regelmässiges Duschen (soll übrigends auch gar nicht SO gesund sein - für die Haut) aufrecht erhalten werden.

Beispiele gibt es noch unzählige, was ich aber gerne von euch
wissen möchte: Wie ist das bei euch? Wie kann man wirkungsvoll
etwas dagegen tun?

Da wird es interessant. Du musst Dir ganz klar darüber werden was wirklcih wichtig ist und welche „Erziehungsziele“ Du wie massiv umsetzen willst und wie das machen willst. Und daran musst Du Dich (genau wie die Sprösslinge) dann auch halten.
Wogegen willst du was tun? Gegen die Kinder? Gegen die Pupertät? Gegen das Erwachsenwerden? Gegen Erziehungs-Wiederstand? Es klingt banal, aber auch darüber musst Du Dir Gedanken machen.
Oder wäre es nicht vielleicht erstrebenswerter gegen Deinen eigenen Frust was zu unternehmen?

Ich möchte ganz einfach nicht immer und ständig etwas sagen müssen,

Da kommst du aber bei drei Kindern nicht drumrum. Klar kannst du auch ein „Regime“ errichten bei welchem die Kinder dann auf ein blosses Kopfnicken oder Augenbrauenzucken „springen“… Aber willst Du das?

ist es denn in dem Alter nicht
möglich, mal selbstständig an Dinge zu denken und diese auch
zu erledigen?

Nein, ist es nicht. Denn sie sind noch Kinder und es gehört einfach dazu. Nimms locker.

Noch erwähnen möchte ich, dass z.B. Dinge, die die Schule
betreffen, vollkommen selbstständig gemacht und organisiert
werden, immer schon. Da scheint es mit dem Gedächtnis besser
zu laufen. :smile:

Freu Dich drüber:smile:)

Ich hoffe ich konnte dich etwas beruhigen

Freundliche Grüsse
Anonym

Hallo,

In einem solchen Fall fand das betroffene Kind den Müllbeutel
in seinem Bett vor. Es war nie wieder ein Thema (das Bett neu
zu beziehen durfte das Kind dann selbst und das kann, wie wir
alle wissen, doch etwas mühsam sein:smile: Dies war dann
anschliessend nie wieder ein Thema.

Da die Mädels ihre Betten selbst beziehen müssen, wäre das sicherlich eine gute Gelegenheit für einen Bettwäschewechsel außer der Reihe. :smile:

Eine Ladung Corn-Flakes im Bett werden gerne genommen.
Lerneffekt wie oben. Thema erledigt.

Die Cornfläkes werden ja gegessen, also bleibt nur die Schüssel.

  1. Geduscht werden soll täglich. Erinnere ich insbesondere
    Tochter Nr.1 (13) nicht mehrmals daran, duscht sie eben nicht.

Nun ja, wollen wir mal nicht übertreiben. Wenn sie nicht
gerade muffelt wie ein Iltis… Was soll`s. Aber die
Körperhygiene kann auch ohne regelmässiges Duschen (soll
übrigends auch gar nicht SO g

Du weißt aber schon, dass relativ voll entwickelte 13jährige genauso muffeln wie wir Erwachsenen? Und fettige Haare sind auch nicht gerade entzückend.

Da wird es interessant. Du musst Dir ganz klar darüber werden
was wirklcih wichtig ist und welche „Erziehungsziele“ Du wie
massiv umsetzen willst und wie das machen willst. Und daran
musst Du Dich (genau wie die Sprösslinge) dann auch halten.

Daran arbeite ich ja gerade, um die Situation für uns alle erträglicher zu machen.

Wogegen willst du was tun? Gegen die Kinder? Gegen die
Pupertät? Gegen das Erwachsenwerden? Gegen
Erziehungs-Wiederstand? Es klingt banal, aber auch darüber
musst Du Dir Gedanken machen.

Ich möchte ganz einfach, dass mehr mitgedacht wird. Nehmen wir z.B. die Sache mit dem Müll: Kind 1 weiß, heute bin ich dran, also nehme ich ganz selbstverständlich den Müll mit (der ja praktischerweise sogar schon bereit steht). Fertig.

Oder wäre es nicht vielleicht erstrebenswerter gegen Deinen
eigenen Frust was zu unternehmen?

Ich habe keinen Frust und bin ansonsten sehr zufrieden und glücklich mit meinen Kindern und über meine Kinder.

Ich möchte ganz einfach nicht immer und ständig etwas sagen müssen,

Da kommst du aber bei drei Kindern nicht drumrum. Klar kannst
du auch ein „Regime“ errichten bei welchem die Kinder dann auf
ein blosses Kopfnicken oder Augenbrauenzucken „springen“…
Aber willst Du das?

Nein. Aber es sollte, zumindest bei den beiden Größeren, ausreichen, wenn einmal an etwas erinnert wird. Was mir auch ganz einfach fehlt ist ein gewisses Mitdenken. Unser Junior kann den Zusammenhang „Mama kocht, das Essen ist gleich fertig, ich decke schonmal den Tisch“ wunderbar erkennen. Und er deckt gelegentlich sogar den Tisch freiwillig und ohne Aufforderung. Die Mädels würden das niemals machen, nicht ohne mehrfache Aufforderung.

Nein, ist es nicht. Denn sie sind noch Kinder und es gehört
einfach dazu. Nimms locker.

Wann ist denn deiner Meinung nach das Alter erreicht, wo man ein wenig mitdenkt und zugewiesene Aufgaben selbstständig erledigt? Vielleicht denke ich ja auch wirklich falsch und verlange zu viel, deshalb meine Frage an andere Eltern.

Noch erwähnen möchte ich, dass z.B. Dinge, die die Schule
betreffen, vollkommen selbstständig gemacht und organisiert
werden, immer schon. Da scheint es mit dem Gedächtnis besser
zu laufen. :smile:

Freu Dich drüber:smile:)

Das mache ich ganz bestimmt.

Ich hoffe ich konnte dich etwas beruhigen

Ich werde weiter drüber nachdenken, wie gesagt, ich bin mir nicht sicher, ob meine Ansprüche vielleicht zu hoch sind.

Danke dir für deine Antwort,
Doro

Huhu!

Ich würde sagen weder stinkfaul noch vergesslich, sondern eher gedankenlos.
Ich kenne das von mir und meinem Freund - im Zweifelsfall können wir auch beide
dreimal am Müll vorbeigehen. Wir sehen ihn, logisch, ich habe ihn ja direkt vor
die Tür gestellt, wie wissen beide, dass er runter muss… wir nehmen ihn dann
ja auch irgendwann mal mit.

Ich schätze auch, dass lernt man nur durch Konsequenzen - hier ist das ein
muffelnder Hausflur (dann klappt das reibungslos mit dem Müll!), bei euch wohl
eher Müll im eigenen Zimmer…

Stell ihn rein und warte, was passiert!

Bye, Vanessa

off topic
Hallo zusammen!

irgendwie erinnert mich das an meine beiden…

der Müllbeutel stand am Abend noch immer vor der Tür und auf meine Frage, warum denn die grosse (sie hatte den Auftrag bekommen) die Tüte nicht mit runtergenommen hatte, sagte sie nur:

„Du weisst doch, dass ich den Müll-Star habe…“

auf Nachfrage sagte sie dann:

also ich bin da ein wenig blind… ich kann Müllsäcke einfach nicht sehen!!!"

da habe ich beschlossen, dass ich diese Krankheit auch habe…
komisch…
nach ein paar Tagen waren wir alle von dieser seltsamen Krankheit geheilt :smile:

Lieben Gruss
Ulli, die manchmal einfach nur viel Geduld hatte… und irgendwie doch zwei lebensfähige junge Erwachsene ins Leben entlassen hat!

Normal
Hallo Doro,

also das halte ich alles für völlig normal, warst du anders als Kind ? Dann wärest du aber die große Ausnahme gewesen.

Dein einizger Trost: irgendwann sind sie selber Eltern und haben dann die gleichen Probleme mit ihren Kindern.

Gruß Carolin
(ohne Kinder)

Beispiele gibt es noch unzählige, was ich aber gerne von euch

wissen möchte: Wie ist das bei euch?

Ganz genau so, beim Großen aber extremer als bei der Lütten.

Wie kann man wirkungsvoll
etwas dagegen tun?

Ich habe nix gefunden, weder bitten, noch meckern, noch jefgliche Betrafungen haben eine dauerhafte Wirkung gezeigt…

Ich möchte ganz einfach nicht immer und
ständig etwas sagen müssen, ist es denn in dem Alter nicht
möglich, mal selbstständig an Dinge zu denken und diese auch
zu erledigen?

Wohl nicht, ich tröste maich also damit, daß meine Enkelkinder rächen werden, indem sie es genau so machen…:wink:

Sicher sollte man nicht aufhören zu kämpfen, aber laß es einfach nicht so dicht an Dich ran.

Schöne Weihnachtstage dann,
Maid :smile:

Hallo,

hallo, habe selbst 2 so Prachtexemplare 21 und 15 Jahre…

die rabiaten Möglichkeiten, von wegen Müll ins Bett können bei cleveren Kindern leicht zum Eigentor werden. Mein Sohn stellte ihn damals einfach wieder in den Flur… Die Geruchs-Schmerzgrenze bei pupsertierenden Kiddies ist seeeeehr hoch… :wink:)

Den besten Erfolg erziehlte ich mit konsequentem ignorieren! Wichtig ist nur, dass du das vorher ankündigst und deutlich machst, warum du das machen wirst! Das Kind spricht dich an und will dass die liebe Mutti was erledigt? du gehst einfach weiter in ein anderes Zimmer… (glaub mir, das ist wesentlich anstrengender wie immer erinnern oder meckern, also vieeeeeeeel Tee und frische Luft fü deine Nerven…)
und ein ungeduschtes Kind, egal wie alt, sitzt bei mir sowieso nicht am Tisch, dafür wird garnicht erst eingedeckt…! Du solltest was besorgen erledigen? Ups, sorry Kind, hab ich vergessen, nicht gesehen, das *tut mir aber leid*, frech grinsen in ein anderes Zimmer und Tür ZU!

Aber denke immer daran, egal welche Konsequenzen du androhst, Du MUSST sie durchziehen…!

Und zum Schluss noch die Zustimmung zu dem, was hier schon ein paarmal gesagt worden ist: Deine Enkel rächen dich, glaubs mir :wink:)

Gruss Marianne

Hallo,

danke euch allen für die Antworten. Leider hatte ich entgegen meiner Erwartungen nicht die Zeit, jedem zu antworten, ich finde es aber sehr tröstlich, dass es bei anderen Familien scheinbar nicht anders ist.

Gruß,
Doro

Nun was könntest du machen. Wie immer bin ich ein Freund des
direktem Gesprächs aber dafür scheint es dieser Tage nicht so
viele Sternchen zu geben.

Gespräche geraten auch unglaublich schnell in Vergessenheit.

-)

Hallo noch mal.

nur noch eine kurze Anmerkung zu deinem Satz. Man kann die Wirkung eines Gesprächs stark vergrössern, wenn man eine prägende Situation schafft. Deine Bergpredigten in der häuslichen Küche, Wohnzimmer etc kennen deine Lieben schon auswendig und somit hören sie wahrscheinlich auch immer nur halb zu. Der Inhalt deiner Aussage landet dann auf dem Stapel … ach ja da war doch was.

Verbinde doch mal deine Nachricht mit einem besonderen Ereignis. Geht doch z. B. in ein Restaurant und anschließend ins Kino oder Theater, etwas was ihr schon lange nicht mehr gemeinsam gemacht habt. Du könntest ja vorher schon einmal druchklingen lassen, dass dir etwas auf dem Herzen liegt worüber du mit Ihnen sprechen möchtest. Das würde auch die Neugier auf das was du zu sagen hast steigern.

Ich bin der Meinung, wenn man etwas zur richtigen Zeit am richtigen Ort anbringt dann findet es auch mehr Beachtung und wo steht das man meckern nur zu Hause darf.

Ich drücke dir die Daumen :wink:
Me

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Huhu Doro,

ha! So ein stinkefaules Balg war ich auch mal! Ist ja auch eine Zumutung, wenn man mit 13 Jahren die Muelltuete mit runter nehmen muss! Oder gar sein Mueslischaelchen ausspuelen! Pfht! *ggg* Nee, im Ernst, erstens hab ich die „Arbeit nicht gesehen“ (wie man mir damals auch tausendfach gesagt hat) und selbst wenn ich sie gesehen hab, war mir das herzlich egal.
Tja, meine Eltern haben besagte Tricks ausprobiert, allesamt recht erfolglos… Gut, dann war eben meine Waesche nicht gebuegelt, laeuft Klein-Petzi eben in ungebuegelten Klamotten rum. Und dann ist man halt nicht geduscht und mueffelt. So what?
Die grosse Erkenntnis kam bei mir dann durch zweierlei Ereignisse: Erstens was ich ein paarmal „allein“ im Urlaub (Schueleraustausch, Zeltlager und so Zeug) wo man ploetzlich gesehen hat, was eigentlich so alles an Arbeit anfaellt. Und zweitens waren die Eltern mal ein paar Tage weg (also kein Streik oder so) und auch da wurde mir dann klar, dass schmutziges Geschirr nach 3 Tagen ekelig und nach ner Woche unaussprechlich wird :wink: Naja, und mit dieser Erkenntnis kam das elterlicherseits gewuenschte Verhalten von allein. Insbesondere kam ich wohl mal von nem Schueleraustausch heim und meinte nur „Boah, is das hier aber sauber“ *ggg*

Keine Ahnung, ob das bei Euch auch helfen wuerde, auf jeden Fall viel Erfolg allen Beteiligten :wink:

*wink*

Petzi

Hallo Doro,

  1. Die beiden Mädels müssen mogens abwechselnd den Müll mit
    runter nehmen, wenn sie zur Schule gehen. Damit sie das nicht
    vergessen, stelle ich den Müllbeutel ein paar Minuten vorher
    vor die Tür. Selbstverständlich bleibt er da auch stehen, wenn
    ich nicht wirklich danebenstehe oder ihnen den Beutel direkt
    in die Hand drücke.

Ich würde mal ganz grundsätzlich eine Liste der zu erledigenden Arbeiten im Haushalt aufstellen und mit den Kindern klären, daß Du nicht bereit bist, das alles alleine zu machen und dann gemeinsam eine Aufgabenverteilung erstellen. Wenn man aktiv mitreden und entscheiden kann, ist man eher bereit, mitzuarbeiten. Die Kinder sind ja auch schon groß genug, um mit ihnen zu reden. Und Du willst sie ja auch sicher nicht zu willenlosen Befehlsempfängern erziehen. Speziell Müll runterbringen ist - wenn auch wenig Aufwand - doch sehr unbeliebt. Mir wurde - besonders morgens „auf nüchternen Magen“ gerne wirklich schlecht, wenn ich einen stinkenden Küchenmülleimer mit raus nehmen sollte. Meine Mutter hat mich damit immer regelrecht tyrannisiert - hat mich überall aufgespürt und nach Hause geholt, nur damit ich den dämlichen Mülleimer ausleere. Das hat dazu geführt, daß ich es heute noch nicht mache. Jetzt muß mein armer Freund darunter leiden - der bringt jetzt immer den Müll raus :wink:

  1. Tochter Nr.2 ißt Cornflakes, ich bitte sie, die Schüssel
    anschließend direkt zu spülen. Nachdem ich sie dreimal dran
    erinnert habe, wird das erledigt, der Gang zum Schrank ist
    scheinbar zu weit, also bleibt das Gespülte auf der Spüle
    stehen. Weggeräumt wird dann wieder nur nach mehrmaliger
    Erinnerung.

„Jeder macht seinen eigenen Dreck weg“ sollte eigentlich durchzusetzen sein. Und wenn sie es doch nicht tun, würde ich - wie bereits vorgeschlagen - den Dreck im jeweiligen Zimmer des Kindes abladen.

  1. Geduscht werden soll täglich. Erinnere ich insbesondere
    Tochter Nr.1 (13) nicht mehrmals daran, duscht sie eben nicht.

Das würde ich komplett ignorieren. Das gibt sich von selbst. Zähneputzen ist wichtig, darauf würde ich bestehen, aber das Feedback, daß sie nachhaltig zum Duschen bringen wird, wird sie auf schonungslose und unmißverständliche Weise von ihren Mitschülern bekommen. Wenn der erste gesagt hat „Du stinkst“, dann bekommst Du sie kaum noch unter der Dusche raus.

Noch erwähnen möchte ich, dass z.B. Dinge, die die Schule
betreffen, vollkommen selbstständig gemacht und organisiert
werden, immer schon. Da scheint es mit dem Gedächtnis besser
zu laufen. :smile:

Das würde ich positiv verstärken. Das ist doch toll - meine Mutter wäre froh gewesen. Auf keinen Fall würde ich es als Argument benutzen nach dem Motto „Wenn Du Deine Hausaufgaben alleine machen kannst, wieso kannst Du dann nicht den Müll runterbringen“ - das geht dann nämlich bestimmt nach hinten los und sie macht ihre Hausaufgaben auch nicht mehr.

Viele Glück und starke Nerven
Tania

trotzige Kids?
Hallo Doro,

Ich möchte ganz einfach nicht immer und
ständig etwas sagen müssen, ist es denn in dem Alter nicht
möglich, mal selbstständig an Dinge zu denken und diese auch
zu erledigen?

Könnte es vielleicht sein, dass sie es nicht tun, weil Du sie immer daran erinnerst? Ich habe z.B nie mein Zimmer aufgeräumt. Irgendwann hat es mich dann selbst genervt, und ich habe beschlossen: „Heute abend räumst du endlich dein Zimmer auf“. Promt das erste, was ich von meiner Oma zu hören bekam war: Wann räumst du endlich dein Zimmer auf?" Ich habe es dann doch nicht aufgeräumt.

Sie wollen vielleicht schon erwachsen sein, und da nervt es sie vielleicht, dass du ihnen immer wieder vor Augen führst, dass sie es nicht auf die Reihe bekommen. Dafür spricht auch, dass sie ihre Schulaufgaben allein organisiert bekommen. Vielleicht mal einfach ignorieren, und statt dessen loben, wenn jemand mal was macht (nicht überschwenglich, nicht immer, aber hin und wieder, auch wenn es dir widerstrebt, weil es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte). Da dein Junior das ja wohl öfter mal tut, wär das vielleicht eine gute Gelegenheit. In dem Alter ist mit Schimpfen wenig auszurichten, schreibe ich jetzt mal aus der Kinderperspektive, die Elternperspektive kenne ich da noch nicht, meine Tochter ist erst 10 Monate alt.

Viel Erfolg und entspannte Weihnachten

Bianca

Verantwortung statt Handlanger
Hallo Doro,

ich kann mich erinnern, dass ich auch immer auf die Aufforderung meiner Mutter gewartet habe, Getränke aus dem Keller zu holen. Und dass ich jedesmal genervt war und dachte, ich darf wohl die lästige Arbeit machen zu der sie keine Lust hat! Tja, das ist mir heute schon peinlich. Ich denke aber, das Problem liegt wirklich darin, dass man dem Kind nicht vermitteln darf, dass es die „Handlangerarbeiten“ machen soll.
Ich habe mal gelesen, dass man nicht Tätigkeiten, sondern Verantwortung übergeben soll. Ich fand das einleuchtend. Ich glaube, wenn meine Mutter damals mal ein freundliches Gespräch mit mir geführt hätte (ohne Beklagen), in dem sie gesagt hätte, dass ihr die Arbeit allein zu viel ist und ihr wichtig ist, dass ich auch was davon übernehme - hätte ich das zwar auch nicht gern gehört (wer gibt schon gern Privilegien wie „nichts tun müssen“ auf?), aber ich glaube ich hätte es verstanden und wäre vielleicht auch ein wenig stolz gewesen. Voraussetzung: Ernsthaftes Reden von Groß zu Groß, keine Vorwürfe. Und dann gemeinsam überlegen: Welchen Verantwortungsbereich würdest du übernehmen? Es kann ein echter Unterschied sein, ob man sagt: Nimmst du jeden Morgen die Tüte mit runter? oder: Kümmerst du dich darum, dass der Müll immer geleert ist?

Ich war übrigens genervt, dass meine Tochter immer vergass ihre Meerschweinchen zu füttern und ich tausendmal hinter ihr her maulen musste. Dann sprachen wir davon dass sie sich ein Pony wünscht (könnte irgendwann erfüllbar sein) und ich sagte, dass sie nicht mal dran denken braucht, ein Pony zu bekommen, so lange sie noch nicht mal ihre Schweinchen gut versorgt. Dass das absolute Grundvoraussetzung ist und wir frühestens dann darüber reden können, ob ein Pony realistisch ist. Seitdem - und das ist jetzt schon eine Zeitlang her - sind die Schweinchen bestens versorgt. Und vor kurzem sagte meine Tochter: Ich hab mich jetzt schon dran gewöhnt, sie immer zu füttern.

Viel Erfolg!

Matilda