Störender Erzeuger

Ich schreibe ja selten, aber nun doch.

Ich verstehe Nics Probleme…

Zu den ganzen Meinungen, die da sagen, den Kindern steht der Vater zu und umgekehrt: richtig! der Vater ist wichtig für die Kinder und es wichtig, zu wissen wer der eigene Vater ist: richtig.

Aber nicht jeder Vater ist so wie ihr es meint. Nicht jeder Vater nimmt Rücksicht auf das Kind/die Kinder. Das was den Müttern und „Zweit“-Vätern (oder bitte auch umgekehrt) hier, grob ausgedrückt, unterstellt wird - da wird auch umgekehrt ein Schuh daraus. Nicht nur derjenige, bei dem die Kinder leben, drückt den Kindern seine Meinung auf, sondern auch der, bei dem die lieben Kleinen zu Besuch sind. Und der dreht manches so hin, daß die Kinder die Welt nicht mehr verstehen, wem vertrauen? klar Papa sagt dies, Mama sagt das. Wer hat Recht? Nee, so einfach ist das nicht…

Ich bin der Meinung: so wie Nic das geschrieben hat: leider kann man legal nicht viel unternehmen. Bei solchem „Kilevit“ (schreibt man das so???) eigentlich gar nichts. Nur emotional - dem Kind zeigen, daß, egal wie durch den Wind es wieder kommt, man es trotzdem liebt, auch als „Zweit“-Vater. Auch wenn es irrsinnig schwer ist, und das Dumme ist, es wird nicht leichter. Der Kleinen kannst Du erklären, daß Du immer für sie da bist. Das kann der leibliche Vater auch und das Beste, was da für die Kurze rausspringen kann, sind zwei Männer die für sie da sind.

Die Eifersucht, der Grant, die Wut, die auch von „der anderen Seite“ kommen kann - auch ich habe mich verzweifelt bemüht, nichts gegen den Kindesvater zu sagen, nur verteidigen muß man sich dürfen - da kann man nur versuchen es möglichst abprallen zu lassen, möglichst an den Kleinen vorbei… Wie gesagt… Alles hat zwei Seiten…

Liebe Grüße

Uschi

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Danke an alle
Ja Danke an alle, auch wenn ich heftig Prügel bezogen habe. Es war auf jeden Fall sehr aufschlußreich.

Hallo Frank,

Du hast sicherlich mit allem recht, was Du schreibst und ich war mir der Tragweite dieses Themas nicht wirklich bewußt.
Die Leute um die es ging, hätten gerne vor 23 Jahren ein Kind zu sich genommen, weil es mit einem zweiten Eigenen nicht zu klappen schien…

Ich würde nie einem Kind vorenthalten, wer die leiblichen Eltern sind, dazu hätte ich gar kein Recht…aber die Erziehungsmethoden können mitunter sehr unterschiedlich sein, und bei einer solchen Wochentagspflegschaft würde ich die auf keinen Fall teilen wollen.

In meinem letzten Satz habe ich mich vielleicht etwas unverständlich ausgedrückt…meine beste Freundin war ein Pflegekind und wurde von ihren Eltern nicht adoptiert…und ich kenne auch den Grund…dann hätte es ja kein Geld mehr gegeben, ein eigenes Zimmer hatte meine Freundin nie. Abneds wurde im Esszimmer ihr Bett aus einem Schrank herausgeklappt…deshalb würde ich ein Kind nur adoptieren…mit allen Konsequenzen…ich kenne leider auch eine Familie, die von ihren Pflegekindern gelebt hat…insgesamt hatte die 5 davon 3 Pflegekinder…bei einem Wohnungsbrand kamen alle um. Zitat des „Vaters“ :„Na dann holen wir uns eben ein paar neue“
Eine eigentlich ganz gute Freundin von mir hat selbst 3 Kinder und spielte auch schon mit dem Gedanken ein Pflegekind aufzunehmen…zur „Gehaltsaufbesserung“
Das können aber nicht die richtigen Voraussetzungen sein, oder???

Gruß
Maja

Hallo Maja

Eine eigentlich ganz gute Freundin von mir hat selbst 3 Kinder
und spielte auch schon mit dem Gedanken ein Pflegekind
aufzunehmen…zur „Gehaltsaufbesserung“
Das können aber nicht die richtigen Voraussetzungen sein,
oder???

Natürlich nicht!!! Andererseits halte ich es aber auch für falsch, Leute dafür zu verdammen, weil sie für ihre Arbeit Geld bekommen. Ich für meinen Teil z.B. bin staatlich anerkannter Erzieher und Heilpädagoge - meine Frau ist dipl. Sozialpädagogin / dipl. Sozialarbeiterin. Wir leben seit fast 9 Jahren mit vier „Heimkindern“ zusammen - in ein paar Wochen werden wir ein weiteres Kind aufnehmen. Wir haben keine zusätzlichen Mitarbeiter, kein Hauswirtschaftspersonal… Die Kinder/Jugis bedürfen, aufgrund ihrer teilweise erheblich traumatisierenden Erfahrungen besondere Aufmerksamkeit. Wir haben in den Jahren keinen freien Tag gehabt, wenn wir in Urlaub fahren, so natürlich alle zusammen. Wir machen diese Arbeit, weil wir Kinder haben wollten, dies aber leider nicht klappte, weil wir Kindern, die schlechte Lebensperspektiven haben, eine Zukunft bieten wollen und auch, weil wir mit unserem Job Geld verdienen wollen. Sollen wir nun sagen: „es ist unmoralisch, Geld dafür zu bekommen, Kinder zu erziehen, also arbeiten wir wieder in einem herkömmlichen Heim im Schichtdienst und versagen den Kindern die Chance auf Familie“? Ähnlich sehe ich das auch bei Pflegefamilien. Die Leute dort leisten zum größten Teil großartige Arbeit (zumal die Kinder, die von Jugendämtern in ihre Familien vermittelt werden, immer mehr Probleme mitbringen). Dafür ist das Pflegegeld nicht einmal ansatzweise ein Ausgleich.
Aber ich glaube, dass du auch nicht von solchen Beispielen sprachst. Es gibt, dessen bin ich mir schon bewusst, leider einige schwarze Schafe, die tatsächlich kaum/kein Interesse an den Kindern haben, sondern nur „Kohle“ abgreifen wollen. Die sind aber auf jeden Fall in der Minderheit!!!

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Hallo,

Es gibt, dessen bin ich mir schon bewusst, leider
einige schwarze Schafe, die tatsächlich kaum/kein Interesse an
den Kindern haben, sondern nur „Kohle“ abgreifen wollen. Die
sind aber auf jeden Fall in der Minderheit!!!

Es stimmt schon…ich habe vielleicht wenns hochkommt 15 Kontakte zu Leuten, die Kinder adoptiert haben oder Pflegekinder betreuen…aber nur Einer gab sein letztes Hemd für Kinder. Er betreut weiterhin Kinder…was seine Frau macht, weiß er glaube ich nicht…

Das ist ein sehr trauriges Thema über das ich mit Dir gerne weiter über Mail unterhalten möchte.
Bitte Mail mich an, ich möchte gerne mehr über Deine Arbeit erfahren!

Liebe Grüße
Maja

Hallo Maja

Würde dich ja gerne anmailen - finde aber deine Adresse nicht. Wenn du magst, kannst du mir ja unter [email protected] schreiben.

bis denn, Frank

Das ist ein sehr trauriges Thema über das ich mit Dir gerne
weiter über Mail unterhalten möchte.
Bitte Mail mich an, ich möchte gerne mehr über Deine Arbeit
erfahren!

Liebe Grüße
Maja