Moin, ich habe einen sog. „Weltempfänger“ (Grundig Galaxis) geschenkt bekommen.
Im Batteriebetrieb funktioniert auch alles zufriedenstellend, aber sobald ich ein Netzteil (hama 00087092, Schaltnetzteil) ist der Empfang massiv durch Rauschen gestört.Leider ist meine Bastelkiste über 400km entfernt. Ich müsste also auf Verdacht Einiges von bekannten Versendern bestellen, hm, ich würde vorher gerne Tipps und Erfahrungen lesen.
Hallo Volker,
das hört sich nach massefehler an ! Am besten wenn möglich orginalnetzteil oder es hilft nur ausprobieren bei welchem Anschlußstecker es nicht rauscht !
Dann nutze doch Batteriebetrieb,da sind m.E. Monozellen drin,also die halten lange.
Abhilfe mt Hausmitteln :
Netzstecker des Netzteils um 180 Grad gedreht einstecken.
Netzteil in eine Metalldose legen(Keksdose),mit Deckel,Kabel durch Einschnitt führen.
Wenn das allein nichts bringt,dann die Dose „erden“,also Verbindung zu zwangsgeerdeten Teilen im Haus herstellen,Heizkörper etwa.
Wenn das nichts bringen sollte,dann kommt Störsignal für das Niedervolt-Kabel ins Radio.
auch Dir erstmal herzlichen Danke für Deine so schnelle Antwort.
Dann nutze doch Batteriebetrieb,da sind m.E. Monozellen
drin,also die halten lange.
Nein, es sind AA-Baterien, sie halten nur wenige Tage. Mit Akkus habe ich schlechte Erfahrungen gemacht, ok, es hat sich einiges geändert, evtl. wären die Envelop(?)-Batterien eine Idee.
Netzstecker des Netzteils um 180 Grad gedreht einstecken.
Besorge dir doch einfach ein (altes) Netzteil, ohne „Schalt“. Damit gehst du all diesen Problemen aus dem Weg. Der Wirkungsgrad ist zwar viel schlechter, aber das sollte bei dieser Leistung kein Problem sein. Diese Teile gibt es mit schaltbarer Ausgangsspannung und verschiedenen Steckern für kleines Geld.
Normalerweise befinden sich im Ausgang des Schaltnetzteils ein oder mehrere Ableitkondensatoren von + bzw. - nach PE/Erdung. Bei den billigen Steckernetzteilen, ohne PE, hat man das einfach weggelassen.
Am Ausgang eines Schaltnetzteils sollte eine Art Entstörfilter sein, bestehend aus einer Kombination von Coomon-Mode-Drossel und Elkos. Aus Platzgründen wird das in Steckernetzteilen nicht eingebaut.
Ein derartiges SChaltnetzteil besteht idR. aus Kostengründen nur aus einem Fluss- oder Sperrwandler. Diese werden mit nur einem Schalttranstistor (MOS-FET) betrieben. Diese Schaltungsart stört vom NF bis in den UKW-Bereich. Vor allem im KW-Bereich sind die Oberwellen der ca.60kHz Schaltfrequenz störend.
Abhilfe wird, neben dem reinen Batteriebetrieb oder einem simplen Trafo-Netzteil, nur ein hochwertiges Schaltnetzteil mit geerdetem Metallgehäuse und Ableitkondensatoren schffen. Sowas kann man zur Not auch aus einem Open-Frame-NT basteln.
Alternativ kannst du noch folgendes versuchen: Baue eine Diode (1N4003) in Sperrichtung an die Ausgangsspannung. (Anode an -, Kathode an +) Entkopple den + Leiter über eine zweite Diode (zB.1N4003), baue danach einen ca. 1000-4700uF Elko und einen ca. 10k Widerstand ein. Diese Schaltung wirkt wie ein einfaches Filter der + Leitung.
Oder, falls du an eine Common-Mode-Drossel kommst (+ und - auf einem Kern und bifilar gewickelt), baue diese mit einem Elko ca.1000uF am Ausgang ein.
Normalerwiese müsste das funktionieren. llerdings kann ich ohne Messung, keine genauen Daten angeben.
so ist es. Ich verwende eneloop-Akkus, sie haben eine Kapazität von ca. 2 Ah
und halten jahrelang, wenn man ein gutes Ladegerät (Einzelschachtüberwachung)
verwendet. Die Selbstentladung ist gering.
Hallo Volker,
ich würde mich meinen Vorrednern anschließen wollen.
Mal ein anderes Netzteil probieren.
Wahrscheinlich ist der Hochfrequenzfilter in deinem Netzteil kaputt.
Es ist eigentlich alles weitere schon geschrieben worden und ich denke das sind jetzt auch 80 Zeichen.
das Problemchen ist recht einfach abzustellen. Es wäre noch deutlich einfacher, wenn ich wüsste, wie man hier eine Skizze einstellt.
Rauskriegen, ob die Störungen über Luft oder leitungsgebunden einkoppeln.
Bei Luft: Netzgerät in ein HF-dichtes Metallgehäuse packen und mit einem Netzfilter versehen. (Timonta, Schaffner etc.)
Bei leitungsgebunden: Zusatz-Filter zwischen Netzgerät und Empfänger hinzu
Der Grundschaltung ist in jedem Fall Filter - Netzgerät - Filter - Empfänger.
Der erste Filter ist hoffentlich im Netzgerät eingebaut,
Der zweite Filter besteht aus:
Keramikkondensator 1 µ parallel zum Netzgerät - stromkompensierte Drossel in Reihe - 2 Längswiderstände mit einigen Ohm in Reihe - Keramikkondensator 1 µ parallel zum Empfänger - zusätzlicher Tantal-Elektrolytkondensator parallel zum Empfänger.
Die stromkompensierte Drossel mit ca. 2*1 mH gibt es z. B. bei Würth-Elektronik.
Bei weiteren Fragen kannst du mich gerne direkt kontaktieren.