Hallo,
wenn die zur Wahl Stehenden eine Änderung des heutigen Zustands auch nur anstreben würden, hätte die nächste WAhl irgendeine Bedeutung.
Bei den Kosten der Sozialversicherung unterhält man sich gelegentlich um Zehntelprozente. Tatsächlich bewegen sich die Kosten einfach in der falschen Größenordnung. Das System muß durchsichtig werden, jeder Versicherte muß genau wissen, welche Kosten er verursacht und es muß eine spürbare Selbstbeteiligung der Versicherten geben, um die Kosten drastisch zu senken.
Keine Bundes- oder Landesregierung denkt auch nur daran, Gesetze und Vorschriften zu entrümpeln, das Steuersystem zu vereinfachen und Dauersubventionen ersatzlos zu streichen.
Überall finden sich ganze Gebäude voller Staatsdiener, die schlicht nichts zu tun haben. Man weiß nicht einmal, ob und wann sie zum Dienst erscheinen. Zeiterfassung ist dort ein Reizwort. Weder Kandidat noch Amtsinhaber wollen und werden daran etwas ändern.
Niemand wird und will etwas daran ändern, daß ein Angestellter mit 1500 € netto für den Arbeitgeber 4000 € kostet. Wer glaubt, dabei mit 10 €-Aktionen (das sind die Kosten eines einzigen Gangs zum Klo) etwas zu bewegen, ist einfach ein Träumer.
Die Bundeswehr in ihrer jetzigen Form und Größe braucht niemand mehr. Änderung ist nicht in Sicht.
Auch außenpolitisch soll alles bleiben, wie es ist. Bedingungslose Solidarität mit den Machthabern in den USA, Nachplappern von deren Terrorismus-Hysterie und Mitmachen aller Abenteuer.
Weil sich nichts ändern wird, entscheidet die nächste Wahl nur darüber, wer untätig und phantasielos die Regierungs-Sessel wärmt und wer gut dotiert nach Brüssel oder auf andere Pöstchen abgeschoben wird.
Es fehlt am Leidensdruck. Wir brauchen deshalb unbedingt eine Verdoppelung der Arbeitslosenzahl. Bis es so weit ist, schleudern in Hamburg ein paar durchgeknallte Freaks einen 600 kg schweren Fleischklops durch die Gegend und bekommen dafür 10.000 € aus dem Landeshaushalt, weil das Kunst ist.
Um nicht zu verzweifeln, kann man das alles nur noch als Theater mit lautem Lachen verfolgen.
Gruß
Wolfgang