Hallo,
nun unsere Alibi- Frau.
Gruß Mic
Katherina Reiche (Kinder, Jugend, Familie)
CDU-Bundestagsabgeordnete, Beauftragte für Humangenetik ihrer Fraktion, bekannt geworden als entschiedene Befürrworterin der verbrauchenden Embryonen-Forschung.
Im Stoiberteam Vorzeigefrau mit Dreifachquote (weiblich, jung, östlich)
ist unverheiratet, lebt mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Sven Petke zusammen. Hat ein Kind und erwartet im Sommer ein zweites.
Als sich die Gerüchte verdichteten, Reiche wolle das
Familienressort übernehmen, regte sich unionsinterner Widerstand: Zu jung, zu weiblich, zu ostdeutsch, zu protestantisch, zu schwanger und zudem noch unverheiratet. Reiche sollte auf Druck von CSU-Landtagsfraktionschef Alois Glauck und der Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Frauen, , mit den Themen Frauen und Jugend abgespeist werden. Da die Mobbing-Versuche am 29.6. publik wurden, zwang die aufkommende
öffentliche Empörrung Stoiber, Reiche gegen den Willen der Partei durchzusetzen, um eine vollkommene Blamage zu verhindern. Später kritisierte der Kölner Kardinal Joachim Meisner die
Entscheidung heftig und verlangte die Streichung des „C“ im Parteinamen verlangt. Sein Sprecher sagte: „Mit dem C bei der CDU verhält es sich nach Meinung des Kardinals wie bei einer Weinflasche, auf der Wein draufsteht und Wasser drin ist.“
(Spiegel-Online, 10.7.)
mit Reiches fachlicher Kompetenz scheint es jedoch nicht weit her zu sein. Die von ihr am 7.7. bei „Sabine Christiansen“ (ARD) geforderten Verbesserungen für gleichgeschlechtliche Paare im
Zeugnisverweigerungsrecht, beim Besuchsrecht im Krankenhaus und bei der Mietnachfolge im Todesfall hat Rot-Grün im Lebenspartnerschaftsgesetz längst umgesetzt; gegen den Widerstand der Unionsfraktion im Bundestag
auf ihrer Homepage ist Frauenpolitik lediglich das Problem der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Eine doch sehr eingeschränkte Sicht der Dinge.
Bedenklich ist ihre Haltung in der Gentechnik-Debatte: Mit ihrer Forderung nach einem „realitätsgerecht gestuften Schutz“ des Embryos in der Debatte um den Import von Stammzellen brachte
sie Parteifreunde gegen sich auf. Wenige andere konnte sie für ihren gemeinsam mit Peter Hintze formulierten Antrag gewinnen, der die Einfuhr embryonaler Stammzellen aus dem Ausland billigte.
Das ging vielen in den C-Parteien zu weit: Als „Mörder kleiner Menschen“, die das „Abschlachten Unschuldiger“ forderten, wurden Reiche und ihre Mitstreiter beschimpft.