Stolzgeschwellte Brust / auf dass

Hallo!

„Gar feiern, wie manch andere das taten, die mit stolzgeschwellter Brust ihren Sohn zum Bahnhof begleiteten, auf dass er mit Ruhm und Ehre zurückkehrte?“

1. „schwellen – geschwollen“

Warum steht hier „stolzgeschwellte Brust“? Warum wird in dieser Wortkombination „-geschwellt“ und nicht „-geschwollen“ verwendet?

2. „auf dass“

„Auf dass“ klingt für mich ziemlich ungewöhnlich. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es tatsächlich inkorrekt ist und welche Alternative es dafür gäbe.

Ich danke euch!

PS
Ich suche Wörter bzw. Redewendungen in diese Richtung, zum Beispiel:

  • mit erhobenem Haupt
  • mit stolzgeschwellter Brust

Kennt ihr andere Redewendungen mit Körperteilen , die einen übertriebenen Stolz, Hochgefühl oder seelisches Wohlbefinden zum Ausdruck bringen?

Ich suche vor allem bildhafte oder etwas übertriebene Formulierungen.

Ich danke euch

wie wäre es mit:

„mit beiden beinen im leben stehen“ versus „keinen fuß auf den boden kriegen“

„den kopf in den wolken“ versus „stock im arsch“

sowas? nur spontan, mir schmilzt grad das hirn weg.

e.c.

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Oh je! man prägt sich am besten die Ausdrücke ein, die einem am besten passen und man selbst vielleicht damit Erfahrungen gehabt hat.

Hallo,

weil es hier um das schwache Verb „schwellen“ geht.

Zum Vergleich: schwellen ▶ Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft | Duden //
schwellen Konjugation ▶ alle Zeitformen | Duden

Gruß

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Servus,

geschwollen ist der Daumen, auf den ich mit dem Hammer draufgehauen habe; geschwellt ist die Brust, weil ich mich recke (auch: in die Brust werfe), um größer zu erscheinen, sei es, weil ich stolz auf mich bin, sei es, weil ich mein Gegenüber einschüchtern will.

Gruß
Ralf

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So ist das bei mir auch.
Viel gelesen und gespeichert.
Mit Grmmatikregeln kann ich ich kaum was herleiten oder begründen.

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Servus,

„auf dass“ ist wohl veraltet, Synonyme sind dass und damit. Mich deucht, Wilhelm Busch verwendete dass, finde aber gerade keinen Beleg.

Gruß
Rallf

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Hallo Ralf,
ich habe es im Roman von Nora Elia ( Königsberg/ Bewegte Jahre ) gefunden. Sie schreibt historische Romane

Viele Grüße

Servus,

die vielleicht gängigste ist, dass man von jemandem, der zu Hochmut und/oder Arroganz neigt, sagt „er trägt die Nase hoch“ - gängig genug dafür, dass von der Wendung ein einfaches Adjektiv hochnäsig abgeleitet ist, und dass die Wendung nicht fest gefügt steht, sondern auch variiert werden kann:

Bremen hat sicherlich auch seinen hanseatischen Bürgerstolz, aber es trägt die Nase nicht halb so hoch wie seine reiche Cousine Hamburg.

Schöne Grüße

MM

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Ich will mal etwas klugscheißen:
Nora Elia (Königsberg/ Bewegte Jahre) gefunden
Keine Leerzeichen bei den Klammern.

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Das Verb schwellen ist eines der 21 Verben im Dt., die sowohl schwach als auch stark konjugiert werden. Siehe → hier (dort missverständlich als „regelmäßig/unregelmäßig“ bezeichnet).

Bei schwellen ist (wie auch bei einigen anderen dieser Verben, nicht bei allen), die schwach konjugierte Form
→ schwellen, schwellt, schwellte, (hat) geschwellt
das Kausativ zur stark konjugierten Form
→ schwellen, schwillt, schwoll, (ist) geschwollen

Andere Beispiele aus dieser Verb-Gruppe:
→ erschrecken, erschrickt, erschrak, (ist) erschrocken
und das Kausativ dazu:
→ erschrecken, erschreckt, erschreckte, (hat) erschreckt

→ hängen, hängt, hing, gehangen
und das Kausativ dazu
→ hängen, hängt, hängte, gehängt

Gruß
Metapher

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Danke Dir! - für den Begriff und seine Anwendung.

Man wird alt wie ne Kuh und lernt immer noch zu!

In diesem Sinne

MM

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