Stomatitis

hallo,

unser kater hat stomatitis seit ca. 1 jahr - wer kennt sich damit aus und wie sollte der behandlungsverlauf in etwa aussehen. heilungsschancen sind lt. ta gleich null - um das leben etwas erträglicher zu machen, vorschlag des ta - alle zähne ziehen lassen mit behandlung des kiefers etc und und und… - dann hätte der kater wenigstens ein reltiv schmerzloses weiterleben und könnte noch ein biblisches alter erreichen.

was wisst ihr dazu ?

viele grüsse

manfred

Hallo Manfred,

Also in diversen Katzenforen ist Stomatitis nichts unbekanntes.
Eine Katze ohne Zähne ist dort auch nicht unbekannt.
Die Behandlung des Zähne ziehens wird überall empfohlen.
Um sicher zu gehen, würde ich zu einem Tierarzt gehen, der sich auf Zähne und Zahnfleisch spezialisiert hat.
Und auf dessen Urteil vertrauen.

LG
Wölkchen

Viele Katzenbesitzer haben auch nach dem Ziehen der Zähne das entzündete Zahnfleisch nur mit Cortison in den Griff bekommen.

Ich würde echt einen Spezialisten aufsuchen.

Bekommt er denn schon Cortison?

ja, cortison bekommt er etwa alle 3 wochen - aber das hilft mittlerweile auch nicht mehr - schmerzmittel täglich (irgendsoeínetube mit spritze/lösung in den mund) hilft fast auch nicht mehr.

vielen dank und viele grüße

manfred

Hallo Manfred,
wie hat sich das denn geäußert ? Hat er nicht mehr gefressen ? Ist er Freigänger ? Das ist nicht Herpes ???
Für mich hört sich das komisch an.
Grüße
Margit

Hallo Manfred!

Ohne Zähne kann eine Hauskatze ganz gut leben - das Futter kaut sie eh nicht, sondern schlingt es nur runter. Bei Feuchtfutter reicht auch die „Felge“ zum kleinmachen. Trotzdem ist die Extraktion aller Zähne als allerletztes - und auch nicht Allheil - Mittel anzusehen. Habt Ihr schon mal über eine homöopathische Behandlung nachgedacht? Es gibt von Heel ein recht erfolgreiches Behandlungsprinzip über mehrere Wochen. Dabei wechseln sich Spritzen und orale Eingabe ab. Das Behandlungsschema würde die regionale Vertreterin sicher dem Kollegen gerne zur Verfügung stellen. Ich hab’s auch schon mit Erfolg ausprobiert. Und die paar Wochen habt ihr sicher noch, bevor alle Zähne ex gehen.
Sag’ dann doch bitte Bescheid, wie’s geworden ist, falls Ihr Euch zum Ausprobieren entschließt.
Mit freundlichen Grüßen

Archie

Hallöle,

unsere Lucy (3 Jahre, Tierschutzkatze) hat ebenfalls chronische Stomatitis.

Vor 1,5 Jahren wurden ihr alle Backenzähne gezogen, bei einigen wurde FORL im Anfangsstadium festgestellt. Nach der OP roch sie dann auch nicht mehr schlecht aus dem Mäulchen (eines der Anzeichen für FORL). Manche Katzen reagieren sogar allergisch auf ihre eigenen Zähne.

Ich fand das Zähneziehen zunächst auch shocking, aber Lucy hat das sehr gut verkraftet und sehr schnell danach auch schon wieder TroFu und harte Leckerchen gefuttert. Ich finde diese Radikallösung inzwischen auch besser als nur die betroffenen Zähne zu ziehen - denn Folge-OP’s mit weiteren Extraktionen kommen ganz sicher, und es dauert ja auch erstmal einige Zeit, bis der Halter bemerkt, dass die Katz Zahnweh hat.

Die Stomatitis kam wieder, es folgten Behandlungen mit AB und Cortison im akuten Stadium, Zylexis-Spritzen-Kur zum Stärken des Immunsystems, Interferon-Spritzen-Kur (sehr teuer, aber man versucht natürlich alles für seine Fellnase).

Nichts half auf Dauer. Nun ist Lucy eingestellt auf Cortisongaben, zunächst 1/2 Tablette Prednisolon 5mg je Tag, inzwischen schleichen wir das Cortison ganz langsam aus bzw. reduzieren es so weit wie möglich. Z.Zt. bekommt sie 1/4 Tablette Prednisolon jeden 2. Tag.

Der Verlauf ist natürlich bei jeder Miez anders, was bei uns nicht half, hilft deiner ja vielleicht … Wir drücken euch die Pfoten dafür.

Liebe Grüße
Carolin