Hallo Ihr Wissenden,
Ich verstehe folgenden Vorgang nicht: Ich hatte eine Stop-Loss Order für eine Aktie bei 26,8 gesetzt, und dieser Verkauf ist mit Wert 25,5 ausgeführt worden. Der Wert (Deutsche Bank) wurde aber umfänglich gehandelt und war an diesem Tag überhaupt nur einmal auf 25,5 gefallen. Was habe ich da falsch gemacht / wie kann ich sowas vermeiden / hat mich da einer übervorteilt ? Ich würde sehr gern mal die Meinung eines Kenners hören, denn ich habe selbst keine Ahnung. Mir gelingt es nur, viel Geld zu versenken.
Hallo,
es ist natürlich möglich, daß bei dem geschilderten Verkauf alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Eine Stopp-Loss-Order mit 26,80 heißt ja nur, daß bei einem Unterschreiten der Marke von 26,80 die Order ausgeführten werden soll. Wenn dann der nächste gehandelte Kurs 25,50 ist, wird Dein Papier eben zu 25,50 abgerechnet. Du müsstest Dir also alle Tageskurse besorgen, um beurteilen zu können, ob das korrekt war oder nicht.
Allerdings weiß ich aus leidvoller Erfahrung, daß die Banken da auch gerne etwas schummeln, weil der doofe Anleger das ja sowieso nicht nachprüfen kann. Jedenfalls gebe ich jetzt nur noch Orders zum Kassakurs auf, seitdem ich die Erfahrung gemacht habe, daß ich bei einer Bestens-Ordner grundsätzlich immer den schlechtest möglichen Kurs erhalte, der an dem betreffenden Tag gehandelt wurde. Bei einer Kassa-Order kann ich den Kurs am nächsten Tag in der Tageszeitung ablesen.
Gruß
Ebi
Wissenslücken
Hallöchen,
Eine Stopp-Loss-Order
mit 26,80 heißt ja nur, daß bei einem Unterschreiten der Marke
von 26,80 die Order ausgeführten werden soll. Wenn dann der
nächste gehandelte Kurs 25,50 ist, wird Dein Papier eben zu
25,50 abgerechnet.
im Prinzip richtig, hinzu kann aber noch die Zeitpriorität der Order kommen. Es muss also nicht zwingend der nächste, es kann auch der übernächste, überübernächste usw. sein.
Allerdings weiß ich aus leidvoller Erfahrung, daß die Banken
da auch gerne etwas schummeln,
Aha, du hast also mit jeder Bank Erfahrung, um das pauschal behaupten zu können? Und die Handelsüberwachung schläft den ganzen Tag?
weil der doofe Anleger
Gutes Stichwort, wo du es gerade erwähnst:
seitdem ich die Erfahrung
gemacht habe, daß ich bei einer Bestens-Ordner grundsätzlich
immer den schlechtest möglichen Kurs erhalte, der an dem
betreffenden Tag gehandelt wurde.
Bestens bedeutet nicht der für dich beste Kurs, sondern von den aktuell vorhandenen Angeboten das in dem Moment für dich günstigste. Du bist hoffentlich nicht ernsthaft der Meinung, daß bestens ultimo bedeutet, der rückwirkend betrachtet für dich beste Kurs wird am Monatsende abgerechnet?
Gruß
Nils
hi
noch Orders zum Kassakurs auf, seitdem ich die Erfahrung
gemacht habe, daß ich bei einer Bestens-Ordner grundsätzlich
immer den schlechtest möglichen Kurs erhalte, der an dem
betreffenden Tag gehandelt wurde.
Wie schafft man denn das?
Ich erwische auch kaum jemals den besten Kurs des Tages, wenn ich eine Bestensorder tätige, aber immer den schlechtesten habe ich auch noch nicht geschafft.
Dir ist aber schon klar, daß Bestensorder einfach heißt, „zum nächsten Kurs, der gehandelt wird,“ egal wie der aussieht?
In Zeiten der Mifid kann es sich eine Bank gar nicht mehr leisten eine Order anders als sofort und bestmöglich auszuführen (Best Execution)
http://de.wikipedia.org/wiki/MiFID
Gruß
Edith
Wird denn der Kassa-Kurs dann wenigstens getroffen
Danke für Deine Meinung, dazu noch folgende Fragen: (1) Wird bei ALLEN Aktien, also auch bei großen Umsätzen, immer ein Kassa-Kurs festgesetzt? Ich dachte einen Kassa-Kurs (Tagesdurchschnittskurs?) gibt es nur bei Werten, die in geringem Umfang gehandelt werden. (2)Des weiteren: Wenn ich also als Verkaufsorder gebe: Verkauf zu 25, Kassakurs, bedeutet das dann , das die Order ausgeführt wird, wenn zum ersten mal der Kassakurs die 25 unterschreitet. Zu welchem Kurs wird dann denn ausgeführt - wird die Order SOFORT nach dem Feststellen des Kassakurses zu 25 ausgeführt, oder wartet die Bank dann noch weiter ab, so dass evtl. bei weiter fallendem Kurs erst bei 23 ausgeführt wird ? -> Ich möchte einfach sicher stellen, dass bei Erreichen eines stop-loss-WErtes auch wirklich möglichst genau zu diesem Wert verkauft wird, und nicht bis zu einem Tages-Tiefstwert gewartet wird, aus welchem Grund auch immer.
Nochmals Dank für eine Antwort, wenn man es nicht weiss, weiss man es eben nicht …
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Hi
stop-loss-WErtes auch wirklich möglichst genau zu diesem Wert
verkauft wird, und nicht bis zu einem Tages-Tiefstwert
gewartet wird, aus welchem Grund auch immer.
Gewartet wird auf nichts, wenn das Stop-Limit mal erreicht wird. Aber wenn Du verhindern will, daß zu jedem Preis verkauft ist, müßtest Du einen Stop-Limit Auftrag eingeben. Da wird nach erreichen des Stop-Limits der Auftrag nicht zu einem bestens Auftrag, sondern zu einem Limitauftrag. d.h. unter dem „zweiten Kurs“ wird nicht verkauft.
Das Risiko ist natürlich, daß der Kurs so stark fällt, nachdem das Stop-Limit erreicht wurde, daß der Auftrag gar nicht durchgeführt wird und Du auf den Aktien sitzen bleibst.
Gruß
Edith
Hallo,
fallendem Kurs erst bei 23 ausgeführt wird ? -> Ich möchte
einfach sicher stellen, dass bei Erreichen eines
stop-loss-WErtes auch wirklich möglichst genau zu diesem Wert
verkauft wird, und nicht bis zu einem Tages-Tiefstwert
gewartet wird, aus welchem Grund auch immer.
wirklich verkaufen, wenn ein bestimmter Kurs erreicht wird, kannst du eigentlich nur, wenn du eine ganz normale limitierte Verkausorder (natürlich mit langer Gültigkeit) aufgibst. Mit der greifst du aber schon selbst ins Orderbuch ein, während Stop-irgendwas ja erst ausgeführt wird, sobald irgendjemand zu diesem Kurs oder darunter gehandelt hat. Bei Werten mit ordentlichem Umsatz sollte aber ein Kleinanleger nicht ins Gewicht fallen, da lasse ich mich aber von den anderen, die Einblicke in die Orderbücher haben gerne belehren.
Cu Rene
Hi
fallendem Kurs erst bei 23 ausgeführt wird ? -> Ich möchte
einfach sicher stellen, dass bei Erreichen eines
stop-loss-WErtes auch wirklich möglichst genau zu diesem Wert
verkauft wird, und nicht bis zu einem Tages-Tiefstwert
gewartet wird, aus welchem Grund auch immer.wirklich verkaufen, wenn ein bestimmter Kurs erreicht wird,
kannst du eigentlich nur, wenn du eine ganz normale limitierte
Verkausorder (natürlich mit langer Gültigkeit) aufgibst.
Das sind aber 2 Paar Schuhe.
Mit einem Stop-loss sichert man sich ab, wenn man die Kurse nicht ständig verfolgen kann oder will und man damit rechnet, daß die Kurse fallen, um Verluste zu vermeiden. Der Auftrag wird nur durchgeführt, wenn ein bestimmtes Limit erreicht wird.
Wenn man allerdings die Aktien nur zu einem bestimmten Kurs loswerden will, dann ist der Limitauftrag das richtige Mittel.
Gruß
Edith
Hi
fallendem Kurs erst bei 23 ausgeführt wird ? -> Ich möchte
einfach sicher stellen, dass bei Erreichen eines
stop-loss-WErtes auch wirklich möglichst genau zu diesem Wert
verkauft wird, und nicht bis zu einem Tages-Tiefstwert
gewartet wird, aus welchem Grund auch immer.wirklich verkaufen, wenn ein bestimmter Kurs erreicht wird,
kannst du eigentlich nur, wenn du eine ganz normale limitierte
Verkausorder (natürlich mit langer Gültigkeit) aufgibst.Das sind aber 2 Paar Schuhe.
Mit einem Stop-loss sichert man sich ab, wenn man die Kurse
nicht ständig verfolgen kann oder will und man damit rechnet,
daß die Kurse fallen, um Verluste zu vermeiden. Der Auftrag
wird nur durchgeführt, wenn ein bestimmtes Limit erreicht
wird.Wenn man allerdings die Aktien nur zu einem bestimmten Kurs
loswerden will, dann ist der Limitauftrag das richtige Mittel.
Danke, für Deine Antwort, Edith. Bedeutet das also: Wenn ich eine Verkaufsorder mit dem Limit 25 setze, dann wird die genau dann ausgeführt, wenn der kurs bei 25 steht ? (Ganz geringfügige Abweichungen sind ja tolerabel, aber ich habe jetzt wiederholt bei einem „bestens“-Kauf den allerhöchsten je erreichten Tageskurs gezahlt und bei einem stop-loss den schlechtesten Tageskurs weit unter der stop-loss-Marke, der nur einmal angekratzt wurde. Bei einer limit-Verkaufsorder müsste dann wohl genau der limit-Kurs getroffen werden …?). Schade, dass so dumme Fragen so viel Geld gekostet haben, aber wir arbeiten ja dran … 
Gruß
Edith
Hi
Wenn man allerdings die Aktien nur zu einem bestimmten Kurs
loswerden will, dann ist der Limitauftrag das richtige Mittel.Danke, für Deine Antwort, Edith. Bedeutet das also: Wenn ich
eine Verkaufsorder mit dem Limit 25 setze, dann wird die genau
dann ausgeführt, wenn der kurs bei 25 steht ?
Kommt darauf an.
Wenn der Kurs zum Zeitpunkt Deiner Order bei 28 liegt, dann wird der Verkauf mit 28 ausgeführt.
Liegt der Kurs bei 24 wird er erstmal gar nicht ausgeführt. Steigt dann der Kurs und wird irgendwann 25 erreicht, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß genau zu 25 verkauft wird.
Es wird aber keinesfall unter 25 verkauft.
schlechtesten Tageskurs weit unter der stop-loss-Marke, der
nur einmal angekratzt wurde. Bei einer limit-Verkaufsorder
müsste dann wohl genau der limit-Kurs getroffen werden …?).
Schade, dass so dumme Fragen so viel Geld gekostet haben, aber
wir arbeiten ja dran …
Wie schon geschrieben: Hinter Stop-loss und Limitorders stehen 2 ganz verschiedene Philosophien. Man sollte sich vor Auftragserteilung klar sein, was man will.
Gruß
Edith
Hallo,
Limit 25 ergibt Verkauf ueber 25, egal wie hoch.
Stop loss 25 ergibt Verkauf unter 25, knapp drunter, eben bald nach Unterschreiten.
Verkauf bei genau 25 duerfte mit beiden Automatismen nicht zu schaffen sein.
Gruss Helmut
Hi
Verkauf bei genau 25 duerfte mit beiden Automatismen nicht zu
schaffen sein.
Wenn der Kurs bei Auftragserteilung unter 25 war, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß bei Steigen des Kurses dann zu 25 verkauft wird.
Gruß
Edith
Knapp drunter wäre ja genau prima gewesen …
Lieber Helmut, du machst eine klare Aussage, und die verstehe ich auch. Du schreibst: "„unter 25, oder knapp darunter“. So hatte ich es auch verstanden. Ich verstehe nur nicht, dass ich am 12.12.einen dicken Batzen DB von der DB verkauft bekam, bei meinem stop-loss von 26,78, zu einem Kurs von 25,50. Ich bin ein mittelkleiner Privatanleger und kann die realtime -Kurse nicht verfolgen, aber mein Eindruck war, dass an diesem Tag nur einmal, ganz kurz, die 25,50 getroffen wurden. Bei den hohen Umsätzen mit DB hätte man meines Erachtens viel früher verkaufen müssen, eben „knapp unter“ dem stop-loss von 26,78. Jetzt ist es einfach so, dass ich nicht verstehe, ob ich etwas falsch gemacht hatte. Mir scheint das nicht so, aber dann verstehe ich den Vorgang immer noch nicht. Ich danke dir, wenn du mir noch mal etwas dazu schreibst! Es geht mir nicht drum, hier jemanden anschwärzen zu wollen, ich muss nur etwas kapieren, damit ich es demnächst richtig mache.
Gruß Dr. Klöbner, auch vom Kollegen Müller-Lüdenscheid
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hi
Jetzt ist es einfach so, dass ich nicht verstehe, ob ich etwas
falsch gemacht hatte.
Wenn ich mir Deine Postings so durchlese, dann würde ich sagen, daß ein Stop-loss Auftrag für Dich das komplett falsche war.
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, wolltest Du Deine Aktien einfach zu einem bestimmten Kurs oder darüber verkaufen. Da wäre ein normaler Limitauftrag eigentlich das Richtige gewesen.
*malausdemnähkästchenplauder* Wir hatten mal einen Kunden, dem es ähnlich ging wie Dir. Der hatte auch einen Stop-loss Auftrag gegeben (allerdings gewollt, weil er auf Urlaub fuhr und sich absichern wollte).
Dummerweise gab es an einem Tag durch eine Zeitungsmeldung eine massive Verkaufswelle. Das Stop-Limit wurde erreicht und da es enorm viele Verkäufe gab, war der Kurs der Aktie kurzfristig im freien Fall und der Auftrag wurde zu einem Kurs ausgeführt, der unserem Kunden die Tränen in die Augen trieb.
Gruß
Edith
Hi,
Ich verstehe nur nicht, dass ich
am 12.12.einen dicken Batzen DB von der DB verkauft bekam, bei
meinem stop-loss von 26,78, zu einem Kurs von 25,50. Ich bin
ein mittelkleiner Privatanleger und kann die realtime -Kurse
nicht verfolgen, aber mein Eindruck war, dass an diesem Tag
nur einmal, ganz kurz, die 25,50 getroffen wurden.
am 12.12. war schon der Eröffnungskurs unter deinem Stop-Limit. Daher kann naturgemäß nicht knapp am Limit verkauft werden.
Bei den
hohen Umsätzen mit DB hätte man meines Erachtens viel früher
verkaufen müssen, eben „knapp unter“ dem stop-loss von 26,78.
Hast du vielleicht Kassa/Auktion gewählt? Und an welcher Börse lag dein Auftrag?
Jetzt ist es einfach so, dass ich nicht verstehe, ob ich etwas
falsch gemacht hatte. Mir scheint das nicht so, aber dann
verstehe ich den Vorgang immer noch nicht.
Ohne alle Details bleibt dies hier ein Stochern im Nebel. Es wäre am besten, deine Bank erklärt dir die Einzelheiten deiner Orderausführung. Vielleicht erfolgte ja auch eine Fehlausführung.
Wenn dann alles geklärt ist, könntest du hier das Ergebnis posten.
Gruß
Nils