Storno per Gerichtsvollzieher zustellen lassen

Hallo an alle
Ich habe diese Frage schon im Brett Allgemeine Rechtsfragen gestellt, weil ich dachte bei Gerichtsvollzieher wäre ich dort richtig.Ich habe dort auch Antworten bekommen über die ich dankbar bin, allerdings gingen sie in eine andere Richtung als meine Fragen und vielleicht wissen die Experten hier ja etwas näheres.

Die Firma X ist per Einschreiben mit Rückschein nicht erreichbar.

Das Einschreiben liegt aller Wahrscheinlichkeit nach beim Postamt und wird nicht abgeholt.

Nun soll die Stornierung per Gerichtsvollzieher zugestellt werden.
Der Stornierende will „auf Nr.Sicher“ gehen. Wie funktioniert das?

Die Firma ist weit entfernt vom Stornierenden.

An welches Amtsgericht muss sich der Stornierende wenden?

An das an seinem Ort ansässige?

Leitet dieses dann alles an den Ort der Firma X ?

Wie lange dauert das?

Wieviel kostet das?

Ich bin auch unsicher ob die Frage hier ins Brett gehört
Grüße von Lucky7

Das Naheliegende ist doch,…
…mal bei der Gemeinde (Ordnungsamt) anzurufen,
ob es diese Firma dort (noch) gibt.

Umgekehrt würde ich vielleicht den Stornoschrieb mit Rückschein zustellen.
Und das Dokument sorgfältig aufheben.
Wenn sich darauf nichts tut, dann wird ja irgendwann die Rechnung dieser Firma auftauchen.
Der Rest ist Routine. Einspruch, …
Vielleicht opferst Du auch besser 50 Euronen und gehst damit zu einem Rechtsanwalt. Das hilft meistens dem Empfänger ganz fix auf die Sprünge.

Warte nicht zu lange; denn man könnte andernfalls Schadenersatz von Dir verlangen, weil eine Arbeit bspw schon angefangen wurde.

Dass ein GV deswegen da hingehen wird, bezweifele ich.

Beim ‚Haustürgeschäft‘ hast Du zwei Wochen Zeit,
das Geschäft ohne Gründe abzulehnen.

Nein, ich bin kein Rechts-fuchs.

Aloha - digi

Hallo microdigi,

du schriebst:

…mal bei der Gemeinde (Ordnungsamt) anzurufen,
ob es diese Firma dort (noch) gibt.

es geht um 1&1 Internet AG, nach deren aktuellem Impressum ist die Adresse richtig.

Umgekehrt würde ich vielleicht den Stornoschrieb mit
Rückschein zustellen.

Das eben habe ich ja versucht

Und das Dokument sorgfältig aufheben.
Wenn sich darauf nichts tut, dann wird ja irgendwann die
Rechnung dieser Firma auftauchen.

Ich habe garnichts neues dort bestellt oder am bestehenden Vertrag verändert.
Die behaupten das aber.
Haben einfach mal eben ne E-Mail geschickt mit „Vielen Dank für ihre Bestellung“ von deren Seite reicht das, wenn ich dagegen nicht widerspreche gilt das, die müssen nix beweisen wenn ich es nicht schaffe innerhalb der 14 Tage meinen Widerspruch rechtskräftig zu denen hinzukriegen
Hiergegen richtet sich mein Storno, und langsam eilts, wegen der Widerrufsfrist.
Wie aber soll ich die Frist jetzt anderst noch einhalten, Einfacher Brief, Einwurfeinschreiben sind keine anerkannten Beweise. Einschreiben mit Rückschein wird nicht angenommen, geschweige denn vom Postamt abgeholt.Du kannst nämlich niemanden dazu zwingen sowas anzunehmen. Auf jeden Fall kommt der Rückschein nicht zurück, also habe ich keinen Beweis das ich dem Widersprochen habe.
.
Und es ist ja nicht so, als ob die überhaupt erst mal die 14 Tage Widerrufsfrist abwarten würden, nein, die haben schon nach einem Tag, meinen bestehenden Vertrag abgerechnet, im Portalbereich wenn ich mich einlogge erscheint der von mir nicht gewollte andere Tarif, bei der T-com wurde versucht den DSL-Anschluss zu übernehmen.

Warte nicht zu lange; denn man könnte andernfalls
Schadenersatz von Dir verlangen, weil eine Arbeit bspw schon
angefangen wurde.

das wäre ja dann grad noch der Hammer, man bestellt nix, wird mit allen Mitteln daran gehindert, das nicht bestellte zu widerrufen und soll dann noch zahlen, na Danke

Dass ein GV deswegen da hingehen wird, bezweifele ich.

Ich hingegen hoffe, das du hiermit unrecht hast, denn wie sonst sollte ich noch rechtskräftig widerrufen können, wenn alles andere entweder geblockt oder nicht beweiskräftig ist?

Beim ‚Haustürgeschäft‘ hast Du zwei Wochen Zeit,
das Geschäft ohne Gründe abzulehnen.

siehe Schilderung, was für Schwirigkeiten das hervorrufen kann!

Nein, ich bin kein Rechts-fuchs.

Ich auch nicht
Grüße Lucky7

Hi Lucky,

die Geschichte(n) kenne auch ich persoenlich mit denen.
Wir haben hier EIN JAHR lang rumgemacht. Mit Rechtsanwalt.
Zuletzt haben wir angeboten: 50 Euro und die Hardware zu behalten.
Damit wars dann abgetan.
Die Schreiben gingen hin und her: RA…1&!..wir.
Unsere Argumente wurden einfach ignoriert, und zur Sache sich nicht geäußert.
Stets: Wir können kein Verschulden feststellen…

Das ist ne einfache Tour, die die fahren:
Man nimmt sich die Freiheit, sich nicht zu melden.
Dafür wird aber im voraus abgebucht.
Der Trick ist uralt. Bei anderen (ksp, …) schon abgeschaut.
Mach wenigstens Dein Konto vorher zu für die.

Pass auch auf, daß Dir die Telekom Deinen Anschluss gleich wieder einrichtet;
denn ‚das hat jetzt 1&1 gemacht‘, weil Du denen ja die Vollmacht gegeben hast.
Dann stehst Du nämlich ganz ohne da. Weil - die ‚wissen beide ja von nichts‘.

Ich würde mittlerweile auch nicht einen Tarif eines anderen Providers mehr nehmen; denn wenn was nicht geht, dann rennt man von Pontuis nach Pilatus.
Das sind die 5 Euro im Monat nicht wert.
Die sind nämlich schnell versenkt, wenn Du Hilfe brauchst.

Richte Dich auf eine lange Ochsentour ein - wie gesagt,
ein Jahr hats bei uns gedauert.
Anfang April geordert, zugesagt End Mai, und Juni nichts gehoert,
Mitte Juli kam die Hardware, und es wurde abgebucht.
Die Freischaltung sollte Ende August passieren, nachdem Mitte Juli abgebucht wurde.
Das hatten wir Anfang Juni schon storniert.
Insgesamt zwei Stunden Service-Nummer bei 1&1 gezahlt.
Erfolg gleich Null - es ‚ist keiner da‘ halt.
Endlose Warteschleifen, am Ende aufgelegt.
Im Mai diesen Jahres gehörte uns die Hardware.

Aloha - digi (aEg)

Hallo,

mit dem Gerichtsvollzieher wäre es nicht viel anders als mit einem Einschreiben: Wenn der Gerichtsvollzieher diese Firma bei einem persönlichen Zustellversuch nicht findet, schickt er den Auftrag der Zustellung kostenpflichtig zurück. Stellt er die Zustellung mit Post zu und nicht persönlich, ist es wieder das gleiche: auch die Post schickt dann ja wieder den Zustellungsauftrag an ihn zurück, da nicht zugestellt werden kann. Entstehende Kosten: ca. 20 - 30 Euro (je nach Anzahl der Seiten sowie ggf. Kilometer).

Insofern ist es schon so, wie Dir bereits geraten wurde: sich erst einmal definitiv kundig machen, welches die korrekte Anschrift ist.

Gruss, Eva

Hallo microdigi,
Hallo Eva,
danke für die Antworten und auch das Mutmachen:smile:

Eva schrieb:

mit dem Gerichtsvollzieher wäre es nicht viel anders als mit einem
Einschreiben: Wenn der Gerichtsvollzieher diese Firma bei einem
persönlichen Zustellversuch nicht findet, schickt er den Auftrag der
Zustellung kostenpflichtig zurück. Stellt er die Zustellung mit Post
zu und nicht persönlich, ist es wieder das gleiche: auch die Post
schickt dann ja wieder den Zustellungsauftrag an ihn zurück, da
nicht zugestellt werden kann. Entstehende Kosten: ca. 20 - 30 Euro
(je nach Anzahl der Seiten sowie ggf. Kilometer).

Mittlerweile sieht es so aus, als ob die Postanschrift in ein Postfach endet. Die Postanschrift ist aber aktuell und richtig.
Du hast sicher größtenteils recht, aber ein Gerichtsvollzieher kann doch auch rechtswirksam zustellen indem er ein Schreiben hinterlegt, beim Amtsgericht oder so…

Grüße von Lucky7

microdigi schrieb:

Das ist ne einfache Tour, die die fahren:

Man nimmt sich die Freiheit, sich nicht zu melden.
Dafür wird aber im voraus abgebucht.
Der Trick ist uralt. Bei anderen (ksp, …) schon
abgeschaut.

Ja, es ist schon sehr dreist wie das bei manchen Firmen(neuerdings wohl immer häufiger) abläuft.

Mach wenigstens Dein Konto vorher zu für die.

Wenns nötig wird mache ich das und lasse auch Rückbuchen.

Pass auch auf, daß Dir die Telekom Deinen Anschluss gleich
wieder einrichtet;
denn ‚das hat jetzt 1&1 gemacht‘, weil Du denen ja die
Vollmacht gegeben hast.

Das hab ich eben nicht und damit hab ich auch echt Glück, weil ich nämlich erst dort persönlich kündigen müsste, damit 1und1 überhaupt an den Anschluss kann, das mach ich aber nicht, weil ich bei 1und 1 keinen Anschlusswechsel bestellt hab und auch keinen Tarifwechsel. Auserdem hab ich das auch bei der Telekom angegeben, das ich meinen DSL-Anschluss weiterhin bei denen haben will. Und da bleibt er bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag, wenns sein muss und es die Telekom dann noch gibt:wink:.

Ich würde mittlerweile auch nicht einen Tarif eines anderen
Providers mehr nehmen; denn wenn was nicht geht, dann rennt
man von Pontuis nach Pilatus.
Das sind die 5 Euro im Monat nicht wert.
Die sind nämlich schnell versenkt, wenn Du Hilfe brauchst.

Ich werde die FairFlat die ich bisher von 1und1 immerhin seit 2001 hatte kündigen und sehr wahrscheinlich eine Flat von der Telekom nehmen.

Richte Dich auf eine lange Ochsentour ein - wie gesagt,
ein Jahr hats bei uns gedauert.

Sieht momentan für mich glaub ich ein bisschen besser aus, wenn ich denn den Original-Rückschein mal endlich von der Post bekäme. Online konnte ich ihn heute morgen entdecken, allerdings natürlich mit geschwärzter Sendenummer. Etwas genauer steht das im Brett"Recht allgemeines" unter Stand der Dinge

Insgesamt zwei Stunden Service-Nummer bei 1&1 gezahlt.
Erfolg gleich Null - es ‚ist keiner da‘ halt.
Endlose Warteschleifen, am Ende aufgelegt.
Im Mai diesen Jahres gehörte uns die Hardware.

Bei dieser Hotline werde ich mit Sicherheit nie anrufen, bei allem, was ich im Net darüber gelesen habe sind diese Gespräche sinnlos und teuer, und nachweisen kann man gesagtes ja auch nicht.

Die Sache mit dem Gerichtsvollzieher, ob der das überhaupt machen würde und wieviel das kostet, konnte ich selbst beim Amtsgericht nicht entgültig klären. Hab jetzt aber die Tel vom hier zuständigen Gerichtsvollzieher, das ist aber wieder ein Ferngespräch und momentan für mich nicht wirklich drin.

Habe aber bei meiner Lösungssuche noch einen Dienst der Post entdeckt und zwar den Postzustellungsauftrag, rechtswirksame Zustellung mit Urkunde allerdings steht da wieder „förmliche Zustellung ihrer
a m t l i c h e n Schriftstücke“ und da frag ich mich doch, warum kann ich nicht mein n i c h t-amtliches Storno damit verschicken? Das wärs doch, rechtssicher und soll 5,60€ kosten, also das wäre doch ein annehmbarer Schutz für Verbraucher gegen solcherlei Machenschaften.
Werd ich bei der Post nochmal genauer erfragen!

Was mich wirklich entsetzt ist, dass einen im Grunde genommen jede Firma, eigentlich jeder in diese Lage bringen kann, dass man stornieren muss, sprich Zeit, Geld und Nerven investieren muss, um sowas richtig zu stellen. Ich muss den Beweiss bringen, das ich rechtswirksam innerhalb der Frist storniert habe.
Die müssen aber nicht erst beweisen, das ich irgendwas bestellt habe…
und wenn die dreist genug sind hat man kaum eine Chance das ohne hohen Aufwand an Zeit, Geld und Nerven in 14 Tagen rechtswirksam hin zu kriegen.
Das ist wirklich schlimm!

Grüße die Lucky7

Was mich wirklich entsetzt ist, dass einen im Grunde genommen
jede Firma, eigentlich jeder in diese Lage bringen kann, dass
man stornieren muss, sprich Zeit, Geld und Nerven investieren
muss, um sowas richtig zu stellen. Ich muss den Beweiss
bringen, das ich rechtswirksam innerhalb der Frist storniert
habe.
Die müssen aber nicht erst beweisen, das ich irgendwas
bestellt habe…
und wenn die dreist genug sind hat man kaum eine Chance das
ohne hohen Aufwand an Zeit, Geld und Nerven in 14 Tagen
rechtswirksam hin zu kriegen.
Das ist wirklich schlimm!

Ja, das ist schlimm. Ich hab mal ne Rechnung bezahlen sollen
von einem dubiosen Internet-Provider. Über 200 Euro etwa.
Hatte aber jahrelang schon immer ne flat-rate bei der Telekom.
Ich habe selbst mit der Begründung beim AG kein recht erhalten,
weil ich ‚nicht substantiiert gesagt hätte was zu beanstanden sei‘.
Ich hab nie eine Rechnung von dem Verein gesehen, obwohl ich bei jedem Schreiben nachgefragt habe - das haben die einfach ignoriert.
Aus den 200 Euro wurden 500. Der Trick ist also bekannt.
Und ich weiss bis heute nicht, wann ich mit dem Provider irgendwas am Hut gehabt hatte. Ich kenne den Verein garnicht mal.

Ja, und nun bin ich auf der Reise nach Holland.

Aloha - tot ziens - digi (aEg)

Was Dir jetzt passieren kann…
…und ich denke so wirds auch ausgehen. So ähnlich war’s bei uns.

Die geben die Sache blind ab an ein Inkassobüro.
Und die ziehen das einfach dumm durch. Reagieren auf nichts.
Richte Dich drauf ein, sammel alle Belege, Nachweise.

Das Inkasso kommt u.U. erst nach einem Jahr oder noch später-
wohl wissend, dass die Unterlagen dann beim Kunden bereits in der Tonne sind.
Und sich niemand mehr erinnern kann (selbst die nicht).
Das ist Absicht!

Nochmal Aloha - digi (aEg)

1 „Gefällt mir“