Hallo,
mein Haar wird am Ansatz schnell fettig. Ich hatte jetzt Jahre lange jedes halbe Jahr eine Dauerwelle, aber so toll finde ich das nicht mehr. Ich habe meine Haare noch nie gefärbt, was ich auch nett fände, aber beides will ich meinen Haaren nicht antun.
Jetzt hat mir jemand erzählt, dass Strähnchen färben auch das Fett aus den Haaren ziehen würde. Stimmt das?
Gruß
Nina
Hai, Nina,
Jetzt hat mir jemand erzählt, dass Strähnchen färben auch das
Fett aus den Haaren ziehen würde. Stimmt das?
Klar, hilft’s - Schwefelsäure über’s Haar schütten auch…
Nee, mal ernsthaft: „fettiges“ Haar ist üblicherweise nicht angeboren und schon gar kein nur mit Gewalt abzustellender Makel. Tatsächlich ist es eher so, daß Deine Kopfhaut verzweifelt versucht, sich (und damit Dich) gegen totales Austrocknen und die damit verbundenen Infektionsgefahren zu schützen (ist schließlich ihr Job). Bisher hast Du offenbar alles getan, um es ihr so schwer wie möglich zu machen - ich nehme an, Du wäschst Dein Haar auch täglich, mit Anti-Fett-Shampoos? (Na, ich gah mal davon aus…)
Was Du tun kannst (oder, Wie ich lernte, nicht mehr gemein zu meiner Kopfhaut zu sein):
- hau das Suuuper-Anti-Fett-Shampoo in die Tonne und besorg Dir ein extra-sanftes Shampoo - Baby-Shampoo ist hervorragend geeignet.
- wasch Deine Haare nicht täglich (schon gar nicht öfters) - wenn Du nicht gerade in einer Kohlegrube arbeitest, reicht zweimal die Woche eigentlich aus. Du wirst aber nicht sofort diesen größeren Zeitabstand hinbekommen - Deine Kopfhaut ist ja auf sich-wehren eingestellt, also erstmal nur jeden zweiten Tag waschen. Wenn Du den Eindruck hast, daß an jedem zweiten Tag Deine Haare „unerträglich schlonzig“ aussehen, nicht zum Shampoo greifen; trag lieber 'n Zopf, dann fällt’s Dir nicht mehr auf (die anderen sehen das meist sowieso nicht…). Nach und nach kannst Du dann die Wasch-Abstände erhöhen, bis Du auf 2x die Woche bist.
- wenn Du Deine Haare wäschst: einmal waschen - jeder weitere Waschgang nützt nur dem Shampoo-Hersteller und schadet Deiner Kopfhaut - dabei schön mit den Fingerspitzen die Kopfhaut massieren. Du kannst dann eine Spülung benutzen, wenn Du magst, aber arbeite die nur in die Haarenden ein - nicht auf die Kopfhaut. Und grüüündlichst spülen.
- Nu sind die Haare naß und Otto und Eva Normalverbraucher greifen zum Fön und stylen und machen und fönen Kopfhaut und Haar gründlichst trocken - laß das. Versuche die Temperaturbelastung für Dein Haar, besonders aber für die Kopfhaut, zu vermeiden. Im Moment ist das kein großes Problem, ist es wieder kalt, versuche, so kühl, wie möglich, zu fönen und gerade so weit, daß die Kopfhaut trocken ist.
Es kann ein Weilchen dauern, bis Deine Kopfhaut merkt, daß sie nicht mehr wie blöde ackern und Fett erzeugen muß - ich hab so rund ein halbes Jahr gebraucht, bis ich tatsächlich mit alle 4 Tage Haarewaschen klarkam - und zwar ohne die Haare künstlich mittels Dauerweele und Färbung auszutrocknen, auch das mir empfolene Kreppeisen hab ich mir schnell wieder abgewöhnt. Nachdem ich jahrelang meine Kröten zum Frisör geschleppt habe und mir die unmöglichsten Sachen angetan habe, um endlich keine fettigen Haare mehr zu haben, sind sie jetzt, mit der schonenden Methode, hüftlang, unfettig und seidenweich und auch meine Kopfhaut hat und macht keine Probleme mehr.
Gruß
Sibylle
Hallo Nina,
erfahrungsgemäß hilft ein komplettes Färben schon - Strähnchen dagegen nicht, da sie nicht die Kopfhaut trocknen, sondern eben nur die gesträhnten Haarpartien.
Gruß
Camilla