Hallo,
mich würde mal eure Meinung zu einem reellen Fall interessieren.
(Also nur die Meinung, keine Beratung, eine Diskussion, so wie sie auch unter Freunden oder in der Kantine geführt würde!)
Ein älteres Ehepaar ist überschuldet, man wird das Haus nicht halten können. Die Lage erscheint dem Mann aussichtslos, er wird depressiv und beschließt, einen „erweiterten Suizid“ zu begehen. (Euphemismus für: Ich bringe mich um und noch jemand anders soll mit mir sterben).
Nun erschießt er seine Frau während sie schläft, aber angesichts ihres Todes verlässt ihn der Mut, die Waffe gegen sich selbts zu richten. Er stellt sich und wird in U-Haft genommen.
Dort wird er eingehend untersucht und man stellt fest, dass er zu Tatzeitpunkt durch seine psychische Störung nicht „schuldfähig“ gewesen sei (O-Ton Tageszeitung). Mittlerweile sei er aber wieder gesund, keine Gefahr mehr für sich oder andere. Er wird nun aus der U-Haft entlassen und es wird (angeblich, Tageszeitung) zu keinem Prozess kommen.
Hätte das in der Bild gestanden, hätte ich es für den modischen „schaut euch unsere verweichlichte Rechtsprechung an“-Quatsch gehalten.
Meine Meinung als Laie wäre: Der Täter hätte doch auch trotz Depression wissen müssen, dass das, was er tut, Unrecht ist. Müsste er denn dann nicht auch bestraft werden? Kann das sein, dass diese Tötung ungeahndet bleibt?