Hallo,
Person X hatte vor ca. 2 Jahren ein unschönes Erlebnis: Er wurde von einer Freundin um Hilfe gebeten und zu einer Wohnung gerufen, in der über die letzten beiden Tage ein sechzehnjähriges Mädchen von 3 Männern vergewaltigt worden war.
X konnte nichts anderes mehr tun, als sofort hinzufahren, die Polizei zu verständigen und bis zu deren Eintreffen auf die beiden Mädchen aufzupassen.
Die drei Täter wurden auch noch am selben Tag verhaftet, jedoch schon am nächsten wieder frei gelassen. Zumindest die ersten beiden Beamten am Tatort schienen dem Opfer auch nicht besonders viel Glauben zu schenken.
Die Anzeige wurde auch nach einigen Wochen zurückgezogen, was aber bekanntlich nichts heißen muss.
X ist die ganze Geschichte seitdem nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Er würde gern wissen, was aus dem Mädchen geworden ist und wie es ihr geht, eventuell auch erfahren, ob die Vergewaltigung damals vielleicht doch nur erfunden war. Er geht aber davon aus, dass dies nicht der Fall ist, da dass Opfer ihm damals auch noch von einer vorhergehenden Vergewaltigung recht glaubhaft erzählt hat.
Es ist nun verständlich, dass er nicht einfach anrufen und sagen kann:“Hallo, ich bin XY, wir haben uns doch damals bei dieser blöden Geschichte in München kennengelernt und ich möchte gern wissen wies dir jetzt geht.“
Daher meine Fragen:
Muss X damit leben, dass er nie mehr erfahren wird, was aus dem Mädchen wurde und was damals wirklich passiert ist, oder ist es vertretbar, sich bei ihr zu melden?
Wenn ja, wie geht man am besten und schonendsten vor?
Gruß,
Markus
