Strahlungsprofil e. Mobilfunksendeanlage

Hi Ihrs.
Ich habe letztens in der Chip einen Artikel über das Strahlungsprofil von Mobilfunksendeanlagen gelesen, die auf Häusern installiert sind. Es war da auch ein Bildchen, dass die Leistungsflussdichte einer Sendeanlage auf einem Hausdach dargestellt hat, wobei von einem Funkschatten zum Haus hin eigentlich keine Rede sein konnte. Diese Leistungsflussdichteverteilung hatte eine interessante Form, fast erinnert sie an Orbitaldarstellungen in der chem. Bindungstheorie. Na ja. Irgendwie Wellenmechanik, oder?
Also ich würde gerne wissen, wie man eben diese Leistungsflussdichteverteilung im Raum mathematisch beschreibt.
Und ob diese Verteilung der Strahlungsintensitäten jetzt eine neue Erkenntnis ist.
Grüße,
Grünblatt

Leistungsflussdichteverteilung hatte eine interessante Form,
fast erinnert sie an Orbitaldarstellungen in der chem.
Bindungstheorie. Na ja. Irgendwie Wellenmechanik, oder?
Also ich würde gerne wissen, wie man eben diese
Leistungsflussdichteverteilung im Raum mathematisch
beschreibt.

Die Richtwirkung der Antennen, die grösser sind, als die ausgestrahlte Wellenlänge, ist schon seit langem bekannt. Und begrenzt sich nicht nur auf elektromagnetische Phänomene.

Und ob diese Verteilung der Strahlungsintensitäten jetzt eine
neue Erkenntnis ist.

Die frage musst Du etwas präziser stellen.

Wenn es nur um die Erkenntniss „direkt unter der Laterne ist es am dunkelsten“ geht, so lautet die Antwort „nein“.

MfG

C.

hallo grünblatt,

Ich habe letztens in der Chip einen Artikel über das
Strahlungsprofil von Mobilfunksendeanlagen gelesen, die auf
Häusern installiert sind. Es war da auch ein Bildchen, dass
die Leistungsflussdichte einer Sendeanlage auf einem Hausdach
dargestellt hat, wobei von einem Funkschatten zum Haus hin
eigentlich keine Rede sein konnte.

hm, rein phyikalisch kann ich mir nicht vorstellen, dass es direkt UNTER der antenne e-mag. strahlung hat (s.u.).

Diese
Leistungsflussdichteverteilung hatte eine interessante Form,
fast erinnert sie an Orbitaldarstellungen in der chem.
Bindungstheorie.

ja, nicht so verkehrt, aber nur weil die fkt. die die entsprechenden dgl. in beiden fällen ähnlich sind…

Na ja. Irgendwie Wellenmechanik, oder?

ok, hier: vorsicht: quantenmechanische wellenmechanik ist erst mal, vom schulphysikalischen standpunkt uas, verschieden von den lösungen der maxwellgleichungen (-> das ist das stichwort hier, die abstrahlungscharakteristik ergibt sich aus einer lösung der maxwellgleichung (für die rb’s, wie sie eben bei antennen geg. sind: keine netto.ladung, zeitabh. strom in bestimmt geformtem leiter etc.))

Also ich würde gerne wissen, wie man eben diese
Leistungsflussdichteverteilung im Raum mathematisch
beschreibt.

Leistungsflussdichteverteilung…guck mal unter poyinting vektror bei google etc. nach, das ist das math. konstrukt aus den lsg. besagter maxwellglchg., das das wohl beschreibt, was du meinst…und wenn du scghon dabei bist: „hertz’scher dipol“ ist die einfachste antenne (so weit ich weiss…)

Und ob diese Verteilung der Strahlungsintensitäten jetzt eine
neue Erkenntnis ist.

neu ist relativ, james clark maxwell lebte im 19. jarh., konnte also noch nicht den spartarif von O_2 nutzen, falls du das meinst…

da legst di nieder,

stefan

Hallo Experten.
Erstmal danke für die Antworten.
Aber die Frage war wirklich sehr unpräzise.
Ich habe von dieser Materie auch nicht wirklich Ahnung, deshalb frage ich auch, wie ein Laie.
Aber zum Thema. Mir ging es um den Fakt, das die Strahlungsintensitäten „unter“ einer (also nicht in Hauptabstrahlrichtung) Sendeanlage z. T. erheblich schwanken und zwar so um den Faktor 10 oder mehr. Die Darstellung in der Chip erinnerte mich halt so an (verzerrte) Orbitale, ich hätte aber auch von einem verzerrten Kleeblatt sprechen können. In dem Artikel wurde geschrieben, dass im Wohnhaus, auf dem die Antenne installiert ist, die Strahlungsintensitäten etwa im EG und der 5. Etage bei etwas unter 1 mW/m² liegen (wie auch im Hauptabstrahlbereich in 240 m Entfernung), im 1. Stock dagegen nur um 0,07 mW/m² betragen.
Sicherlich alles nicht ungesetzlich oder hochgefährlich, aber auch nicht unbedingt erwünscht und sicher nicht sehr bekannt, jedenfalls mir nicht und scheinbar vielen Vertragspartnern von Mobilfunkbetreibern auch nicht.
Ich hätte gedacht, dass man die Antennenform soweit designen könnte, dass solche unerwünschten Effekte nicht auftreten. Denn wie ist es dann, wenn sich viele Sender auf einem Hausdach befinden? Ist es voraussehbar, wie sich so ein Ensemble verhält, wenn schon bei einer einzelnen Antenne nicht ganz klar ist, wieso die jetzt sonstwohin mit irgendeiner Intensität strahlt?
Versteht mich nicht falsch, ich habe selber ein Handy und bin durch diese Technik auch nicht sonderlich verängstigt. Aber so 100%ig sicher, dass das alles harmlos ist, bin ich nicht, besonders, wenn ein derartig hohes finanzielles Interesse an der flächendeckenden Netzabdeckung besteht und man dann gerne mal über derartige Kleinigkeiten hinwegsieht.
Grüße,
Grünblatt

Hallo!

Aber die Frage war wirklich sehr unpräzise.

Fand ich eigentlich nicht.

Aber zum Thema. Mir ging es um den Fakt, das die
Strahlungsintensitäten „unter“ einer (also nicht in
Hauptabstrahlrichtung) Sendeanlage z. T. erheblich schwanken
und zwar so um den Faktor 10 oder mehr.

Das ist richtig. Zunächst mal ist die Feldstärke unter der Antenne im Vergleich zur Hauptabstrahlrichtung relativ klein. Das trifft aber nur zu, wenn man die Antenne für sich allein betrachtet. Nun befinden sich aber in einer realen Umgebung beispielsweise Gebäude, die die Strahlung reflektieren. Diese Anteile misst du natürlich auch, wenn du dich unter die Antenne stellst.

In dem Artikel wurde geschrieben, dass im Wohnhaus, auf dem die
Antenne installiert ist, die Strahlungsintensitäten etwa im EG
und der 5. Etage bei etwas unter 1 mW/m² liegen (wie auch im
Hauptabstrahlbereich in 240 m Entfernung), im 1. Stock dagegen
nur um 0,07 mW/m² betragen.

Aufgrund der Tatsache, daß die Feldverteilung in einer realen Umgebung äußerst komplex ist, macht es wenig Sinn, allgemeingültige Aussagen zu machen. Es bleibt einem nur übrig zu messen, oder zu rechnen.

Sicherlich alles nicht ungesetzlich oder hochgefährlich, aber
auch nicht unbedingt erwünscht und sicher nicht sehr bekannt,
jedenfalls mir nicht und scheinbar vielen Vertragspartnern von
Mobilfunkbetreibern auch nicht.

Das ist noch ein aktuelles Forschungsthema. Ob es auf Dauer gefährlich ist oder nicht, kann dir bisher niemand mit Sicherheit sagen. Momentan laufen viele Untersuchungen diesbezüglich. Förderlich für die Gesundheit wird es warscheinlich nicht sein.

Ich hätte gedacht, dass man die Antennenform soweit designen
könnte, dass solche unerwünschten Effekte nicht auftreten.

Ist prinzipiell möglich, und wird auch gemacht. Als Entwickler von Mobilfunkantennen hast du aber nunmal keinen Einfluß auf die Bebauungen. Außerdem sind das zwei Wünsche, die sich ab einem gewissen Grad ausschließen. Auf der einen Seite willst du erreichbar sein, auf der anderen Seite möchtest du aber auch nicht der elektromagnetischen Strahlung ausgesetzt werden.

Denn wie ist es dann, wenn sich viele Sender auf einem
Hausdach befinden? Ist es voraussehbar, wie sich so ein
Ensemble verhält, wenn schon bei einer einzelnen Antenne nicht
ganz klar ist, wieso die jetzt sonstwohin mit irgendeiner
Intensität strahlt?

Es ist vorhersehbar, wie sich die Antenne in einer bestimmten Umgebung verhält. Das ist nicht ganz trivial, aber man kann es berechnen. Wenn das Modell gut genug ist, stimmen die Ergebnisse anschließend auch mit den Messungen überein. Der Aufwand ist allerdings recht groß.

Versteht mich nicht falsch, ich habe selber ein Handy und bin
durch diese Technik auch nicht sonderlich verängstigt. Aber so
100%ig sicher, dass das alles harmlos ist, bin ich nicht.

Bin ich auch nicht. Aber du kannst dich auch nicht dagegen schützen. Es sei denn du möchtest für den Rest deines Lebens kein Tageslicht mehr sehen.

besonders, wenn ein derartig hohes finanzielles Interesse an
der flächendeckenden Netzabdeckung besteht und man dann gerne
mal über derartige Kleinigkeiten hinwegsieht.

Hier muß ich dir uneingeschränkt Recht geben. Das Dilemma ist leider, daß die, die die Technik entwickeln, eben mit der Entwicklung beschäftigt sind, und die, die sich am meisten darüber sorgen die wenigste Ahnung von der Materie haben. Keine der beiden Parteien weiß wirklich um die biologischen Wirkungen, die über Temperatureffekte hinausgehen. Aber daran wird bereits seit einiger Zeit geforscht. Bevor dabei noch nichts konkretes herausgekommen ist, ist alles andere pure Spekulation.

flo

Sicherlich alles nicht ungesetzlich oder hochgefährlich,

Gar nicht gefährlich.

Das ist noch ein aktuelles Forschungsthema. Ob es auf Dauer
gefährlich ist oder nicht, kann dir bisher niemand mit
Sicherheit sagen. Momentan laufen viele Untersuchungen
diesbezüglich.

Es sind schon hunderte von Untersuchungen gelaufen. Die seriösen haben festgestellt, dass sie nichts festgestellt haben. Das hängt mit der Tatsache zusammen, dass ein Beweis der Ungefährlichkeit per se nicht möglich ist.
Es ist auch nicht möglich zu beweisen, dass der Genuss eines Glases Wasser täglich (zuzüglich zum normalen Verbrauch an Getränken) ungefährlich sei.

Die Endaussage der meisten Untersuchungen („Weiterer Untersuchungsbedarf ist vorhanden“) hängt einzig und alleine mit der Begründung für weitere Forschungsetats zusammen.

Förderlich für die Gesundheit wird es
warscheinlich nicht sein.

Für die Förderlichkeit gibt es im Augenblick genausoviele Anhaltspunkte, wie für die Schädlichkeit. Nämlich gar keine.

Versteht mich nicht falsch, ich habe selber ein Handy und bin
durch diese Technik auch nicht sonderlich verängstigt. Aber so
100%ig sicher, dass das alles harmlos ist, bin ich nicht.

Die Tödlichkeit vieler anderen Technologien und Kulturerrungenschaften (vom Autoberkeht bis Rauchen) ist hinlänglich bekannt. Auf diesem Hintergrund ist die Angst vor Mobilfunk Hirngespinnst von Leuten, die keine anderen Sorgen haben. Oder einen Sündenbock für ihre sonstigen (Gesundheits-)Probleme brauchen.

Bin ich auch nicht. Aber du kannst dich auch nicht dagegen
schützen. Es sei denn du möchtest für den Rest deines Lebens
kein Tageslicht mehr sehen.

Hier muß ich dir uneingeschränkt Recht geben. Das Dilemma ist
leider, daß die, die die Technik entwickeln, eben mit der
Entwicklung beschäftigt sind, und die, die sich am meisten
darüber sorgen die wenigste Ahnung von der Materie haben.

Wie wahr. Und so bekämpfen sie und verbannen Sendemasten, obwohl eine Erhöhung der Anzahl dieser Masten die Belasung insgesammt SENKEN würde.

Keine der beiden Parteien weiß wirklich um die biologischen
Wirkungen, die über Temperatureffekte hinausgehen.

Weil bis dato keine solchen seriös festgestellt wurden. Was den Schluss erlaubt, dass es keine nichttermischen Auswirkungen gäbe.

MfG

C.

Hallo!

Vor kurzem kam im Fernsehen eine Dokumentation über eine neuere Untersuchung der Wirkung von Strahlung durch Mobilfunkgeräte an Mäusen. Die Untersuchung fand am biologischen Institut einer Universität statt, dessen Namen mir gerade entfallen ist. Dort hat man nach längerer Einwirkdauer Veränderungen in der Hirnrinde festgestellt. Mehr weiß ich zu dem Thema auch nicht.
Prinzipiell teile ich deine Meinung, aber nur weil man bisher nicht herausgefunden hat, ob es irgendwelche Folgen gibt, kann man natürlich nicht schlußfolgern, daß es gar keine gibt. Meiner Meinung nach sollte man Vorsicht walten lassen, und überflüssige Telefonate bleiben lassen.

flo