Moin, moin,
Dafür wäre es wissenswert aus welcher Region diese Anfrage kommt.
Deine ViKa sagt dazu leider nichts aus.
Möglicherweise handelt es sich um eine regionale Orts- oder Namensgebung
Gruß
Dirk m.
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wenn du mir sagst, in welchem Ort die Straße liegt, kann ich dir vielleicht weiterhelfen. Weißt du denn, wer der/die Namensgeber/in war und wann er/sie gelebt hat? Hast du mal bei der Stadtverwaltung (Archiv oder Tiefbauamt) nachgefragt? Das e hinterm o könnte ein westfälisches Dehnungs-e sein, aber vor ck hab ich das auch noch nicht erlebt.
Also: Wie heißt die Stadt und welche Beispiele fallen dir da noch ein? Raus damit!
Gruß
Pat
Ich frage mich schon seit längerem, warum der Straßenname
„Roeckstraße“, Roockstraße ausgesprochen wird, und nicht
Röckstraße.
Mir würden da jetzt spontan gleich mehrere, weitere Beispiele
einfallen…
Moin, moin,
Dafür wäre es wissenswert aus welcher Region diese Anfrage
kommt.
Deine ViKa sagt dazu leider nichts aus.
Möglicherweise handelt es sich um eine regionale Orts- oder
Namensgebung
Gruß
Dirk m.
das schon erwähnte „Dehnungs-E“ ist hier tatsächlich der Grund.
Das ist einfach eine sprachhistorische Gegebenheit, es gibt keine sichere Regel ein Dehnungs-E von der Umschrift „oe“ für den Umlaut „ö“ zu unterscheiden. Man muss die jeweiligen Aussprachen halt einfach kennen bzw. lernen.
Bei Namen aus dem norddeutschen Raum liegt der Verdacht aber jeweils nahe.
Neben Orts- und Straßennamen können Dehnungs-E’s auch in Personennamen auftauchen.
Beispiel: der Journalist Ernst-Dieter Lueg, der „Lu:g“ ausgesprochen wird. (Irgendwann mal ging er in einem Fernseh-Interview Herbert Wehner so auf die Nerven, dass dieser ihn mit „Herr Lüg“ ansprach. Lueg was not amused.)
Noch so eine Merkwürdigkeit gibt es in dem Namen „Mecklenburg-Vorpommern“, das man „Me:klenburg“ mit langem „e“ ausspricht, weil das „c“ ein „Dehnungs-c“ ist. Keine Chance, das aufgrund der Orthographie von einem normalen „ck“ zu unterscheiden.
Hallo Martin,
da hab ich noch`n Beispiel das immer zu Verwirrung sorgt bei uns im „Dorf“
–Ennepeufer—
so und watt nu ??
Gemeint ist das Ufer der Ennepe.
Aber auf den Schildern steht es so,und die Taxifahrer haben zeitweise bei Enne-Peufer gepaßt.
Gruß
Dirk m.
ein sog. Dehnungs-e wie in Soest, Coesfeld, Buer (Stadtteil
von Gelsenkirchen)?
woher weiß ich dann, wenn ich den Straßennamen zum ersten mal
lese, ob es sich um ein Dehunung-e handelt oder nicht?
Das kannst du nicht erkennen. Es liegt nun mal an der Sprache. Woran erkennst du, was bei „Rentier“ gemeint ist, das Tier oder der Rentner?
Auf den ersten Blick ist das nicht erkennbar. Aber die
„Ureinwohner“ können weiterhelfen.
Und da gibt es doch andere Sprachen, die zumindest verbindlichere Ausspracheregelungen haben. Im Spanischen kannst du, wenn du die Regeln kennst, weitgehend verständnislos vorlesen, ohne größere Patzer zu bringen. Sicher gibt es auch Ausnahmen, aber die sind deutlich in der Minderheit.
Und nein, das ist nicht das übliche „meine Sprache ist leichter als deine“-Argument. Die Regeln für die geschriebene Sprache sind im Spanischen darauf ausgerichtet, die Aussprache verbindlich darzustellen. Im Deutschen, noch schlimmer im Englischen, muß man teilweise die gelesenen Wörter kennen, um sie aussprechen zu können.
High, Sidebrody und Froinde!
Ich komme aus Heikendorf bei Kiel, und bei uns gabs den „Brook“, wo ich als Kind nie drüber nachgedacht hatte früher. War son wildwachsendes Wald/Buschgelände, toll zum Spielen. Eigentlich offensichtlich, daß das ne Form von „Bruch“ ist, wie „Oderbruch“ - „Kiel-Düsternbrook“ zeigt. Aber nicht alles ist in die Brüche gegangen (Wildwuchs???).
Erst wieder drüber nachgedacht (und daher mein Beitrag hier) habe ich wieder, als mir ein Kollege namens „Scharrenbroich“ übern Weg lief, der eben nicht „-breuch“ ausgesprochen wurde, sondern „-brooch“.
Ursprüngliche Bedeutung übergens ws.: „Hasenbruch“ (mit „-bruch“ im obigen Sinne. Ob brok´ auch mit bora´ verwandt ist, ist unwahrscheinlich.
Froit oich des Loibens.
Es gibt also auch in der (Schrift)Sprache ein imaginäres „i“, dafür iat aber ja in der Mathematik das „e“ reell!
Im Rheinland (vielleicht auch noch woanders) gibt es auch noch ein Dehnungs-i, wie zum Beispiel in Düsseldorf: Mörsenbroich und Lichtenbroich, Rather Broich und Flinger Broich. (Der „Broich“ stammt wohl von „Bruch“)
Leider nimmt es aber sogar schon unter den „Eingeborenen“ überhand, statt richtig „brooch“ zu sagen, das „i“ in irgendeiner Weise mitzusprechen - das klingt dann meistens nach „Mörsenbreuch“…
Scheußlich!
Eine Regel, was wann wie auszusprechen ist KANN es nicht wirklich geben - gerade bei Straßen- und Flurbezeichnungen. Diese sind zum Teil Jahrhunderte alt, aber andere gerade mal vom Anfang dieses Jahrtausends. Da sich die Sprech- und Schreibweise im Laufe der Zeit immer wieder verändert, die Schreibweise z.B. eines Straßennamens aber üblicherweise beibehalten wird.
Deshalb kann es auch passieren, daß man dieselbe Bezeichnung irgendwo anders noch einmal findet und dann ganz erstaunt feststellen muß daß der Name hier völlig anders ausgesprochen wird - dann hatte der Ausdruck hier wahrscheinlich (anderenzeits, anderenorts) eine völlig andere Bedeutung gehabt…