Strategie des Maklers ?

Hallo !

Angenommen : Man möchte ein Haus verkaufen …Man tritt an eine große Bank heran - an die Immobilien-Abteilung .

Angenommen…der Makler schaut sich das Haus an und bewertet es …er geht hierbei von den sachlichen Vorraussetzungen aus (hedonistische Bewertung)…und kommt - angenommen zu einem Preis der locker schon mal um einige zehntausend unter der Erwartung liegt …O.K. sein Sachverstand soll ja auch die Interessen aller Seiten vertreten- Verkaufsargumente wie z.B. gefragte Wohngegend läßt er vollkommen ausser Acht.

Angenommen - es gehen einige Monate ins Land …es tut sich nicht viel, außer dass der gute Mann mal zum Fotografieren da war - ohne einen Termin abzusprechen…

Angenommen : aktuell flattert eine Mail ins Haus …(obwohl alle sachlichen Verhalte seit der ersten Besichtigung schon bekannt waren !) …man könne das Haus nicht zu diesem Preis verkaufen…es hätten sich zu viele „Baustellen“ aufgetan ( nö - es war alles bekannt - nur ist das Haus nicht frisch renoviert- ) …außerdem wäre z.B.das Wohnzimmer bei dem Termin verqualmt gewesen …( hää???) …der Garten wäre unordentlich …etc …

Natürlich soll ein Haus repräsentabel sein …
Angenommen : Der Kaufpreis soll mit dieser Argumentation nochmal um 3X.XXX Euro gedrückt werden - ähhhhh - ist die Schmerzgrenze doch irgendwo erreicht ( Angenommen: zur ersten Preisvorstellung unsererseits reden wir über einen Unterschied von fast 6X.XXX ) …

Angenommen : Der Makler hat bis jetzt noch nichts gemacht - außer an irgendeinem Layout mit Hilfe des Grundrisses zu arbeiten…das Objekt steht weder im Internet noch im Verkaufsportal der Bank…

Ich bin für alle Postings dankbar !

…lass es mich mal gaaaaaanz böse sagen:
Die Immobilienabteilung einer Bank neigt dazu, das Objekt zu VERWALTEN anstatt zu VERMARKTEN. Die warten auf einen Käufer, anstatt aktiv in die Werbung usw. zu gehen. Das sind eben keine aktiven Verkäufer und keine Marketing-Leute. Ein regelrechter Immobilienmakler des freien Markts hingegen wird die Sache ganz anders angehen - er ist auf einen Verkaufserfolg sehr viel mehr angewiesen als die Immo-Abteilung einer Bank. Suche dir also einen seriös arbeitenden freien Makler! Sorry - hört sich böse an, wollte niemandem zu Nahe treten. Habe diese Erfahrung selbst gemacht.

Gruß

Wie BauMeister schon schrieb: such’ dir einen anderen Makler. Festangestellte Makler von Banken haben manchmal einfach nicht genug Druck, ein Objekt aktiv zu vermarkten - das Gehalt kommt ja auch so pünktlich aufs Konto.
Schau dich mal im Internet in den einschlägigen Portalen um, wer in eurer Gegend ähnliche Objekte im Angebot hat.

„Strategie“ ist gut…

Makler haben die Strategie, bei möglichst wenig Aufwand möglichst schnell und möglichst viel Provision einzustreichen, und das bei möglichst geringem Aufwand.

Wenn sie also aus ihrer Sicht einen vermeintlichen Ladenhüter verhökern sollen und den Preis deshalb niedriger ansetzen, nutzt es dem Verkäufer (= Auftraggeber des Maklers) wenig, dass er selbst glaubt, ein einzigartiges Schmuckstück feilzubieten, dass auf dem Immobilienmarkt seinesgleichen sucht.

Nun hast Du also schon einige Erfahrungen mit diesen fragwürdigen Gewerbevertretern gemacht. Schon mal überlegt, den Maklerauftrag schnellmöglichst zu kündigen und Deinen Palast dann in eigener Initiative ohne kostentreibenden Zwischenprofiteur anzubieten?

Für die Wertermittlung braucht man

a) Vergleichspreise ähnlicher Immoblien in gleicher Lage.
Die findet man zuhauf in den Immobilienanzeigen diverser On- und Offline-Medien. Es war nie so einfach wie heute, an diese Informationen zu kommen. Niemand muss sich dafür noch einen Makler ans Bein binden.

b) die individuelle Bewertung der eigenen Immoblie.
Wer sich in dieser Hinsicht auf halbwegs verlässliche Zahlen stützen will, beauftragt mit der Wertermittlung einen Fachmann. Das ist ein Bausachverständiger, aber mit Sicherheit kein Makler, der mal fünf Minuten mit dem Knipsapparat ums Haus huscht!

Mit einem realistischen Preis, der Lage, Gebäudezustand und Ausstattung berücksichtigt hast Du gegenüber möglichen Käufern nun einen Trumpf in der Tasche, den viele andere private Verkäufer ohne Not verschenken: das Argument des provisionsfreien Verkaufs.

Für Dich bedeutet das einen Verhandlungsspielraum im locker fünfstelligen Bereich, was die „Schmerzgrenze“ deutlich lindern kann. Die Kohle, die der Käufer Deiner Prachthütte dem Makler für den Erhalt einer einzigen Adresse in den Schlund werfen muss, streichst Du bei sehr geschickter Verhandlung nämlich selbst ein. Und sollte sich der Käufer geschickter zeigen als Du, nutzt Du die ihm ersparte Maklerprovision als Verhandlungsmasse.

Leichter als durch den Verzicht auf überflüssige Maklerdienstleistungen kann man als privater Verkäufer keinen akzeptablen Verkaufspreis erzielen.

Hallo, ich bin selbst kein Makler, aber Deine Antwort geht an der Realität vorbei. Die anderen beiden Antworter (florestino und BauMeister) haben da genauer nachgedacht und treffen vermutlich ins Schwarze!

Hallo,

denk dir nichts bei. Der User „Im Wald“ ist extrem makler-traumatisiert und wird nicht müde, seine Antipathie hier bei quasi jedem Thema, bei dem es um Makler geht, hier unsachlich einzusetzen, teilweise in einer Form, die jeder Netiquette widerspricht und bei der man sich wundert, warum die MODs hier nicht eingreifen…

Gruß
Christian

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