da ich leider noch nicht allzu oft in der Situation war und mir da schnell unsicher bin, habe ich eine Frage.
Nach meiner Elternzeit beginne ich nun bald wieder bei meinem alten Arbeitgeber zu arbeiten. Halbtags vorerst.
Ich weiß, dass sie mich UNBEDINGT wieder haben wollen, lieber gestern als morgen. Es brennt ihnen also auch unter den Nägeln.
Ich habe auf Wunsch einen bestimmten Betrag genannt, da sie meine Vorstellungen wollten. Logisch wollen sie handeln.
Sie haben mir nun 1/6 weniger geboten als ich haben wollte.
Wie mache ich das jetzt strategisch richtig? Ich habe mehrere Ideen aber weiß nicht was richtig ist.
Sage ich ja ist ok, aber dafür 2 Urlaubstage mehr?
Sage ich ja ist ok, aber nach der Probezeit will ich dann einen Betrag von xy?
Sage ich NEIN, ist nicht ok und lege noch einen hunderter drauf?
wenn deine Einschätzung der Wichtigkeit deiner Person ( die ich noch in keinem Betrieb erlebt habe ) richtig ist, dann würde ich wie folgt argumentieren:
Ein Kind kostet nach übereinstimmenden Berechnungen bis zum 18. Lebensjahr ca. 550.- im Monat - wie hier beispielhaft erwähnt
Wenn du dann erstmal halbtags einsteigst, wird das sowieso nicht deinen Mehrbedarf für das Kind decken .
Und dann solltest du sagen, dass du von vornherein nicht vorhattest zu handeln - ihr seid nicht auf dem Basar in Buchara…
Handeln verschwendet beidseitig Energien!
Du hast gesagt, was du brauchst und fertig!
Wenn deine Selbstinschätzung stimmt, dann werden sie dir zustimmen.
Die Nummer mit den Urlaubstagen würde ich nicht angehen, denn es wird Tage geben, wo du mal schnell mit dem Kind zum Arzt musst.
Eine Probezeit sollte gar nicht im Gespräch sein, wenn du so unentbehrlich bist…
Frag sie: Warum bin ich Ihnen mein gefordertes Gehalt nicht wert??
Bei Gehalts"verhandlungen" stehen beide Seiten vor dem Problem, gute Argumente vorbringen zu muessen.
Der Arbeitnehmer kann natürlich jammern dass Alles teuer ist, aber konkret mit einem nun plötzlich vorhandenem Kind hat er ein sehr glaubwürdiges nachvollziehbares Argument für Mehrbedarf.
Und da es andererseits scheinbar nur um wenige hundert Euro geht, sollte in jeder Firma dieser Spielraum vorhanden sein - gerade bei fast unentbehrlichen Kräften…
Die Kosten für ein Kind sind für einen Arbeitgeber völlig
unerheblich.
meine Vorstellungen wollten. Logisch wollen sie handeln.
Finde ich nicht logisch. Das sieht mir eher danach aus, als ob Du den Bogen leicht überspannt hast.
Sie haben mir nun 1/6 weniger geboten als ich haben wollte.
Warum ? Hast Du mehr verlangt, als Du früher hattest ? Liegen deine Vorstellungen außerhalb des üblichen Rahmens in dieser Firma ?
Sage ich ja ist ok, aber dafür 2 Urlaubstage mehr?
Dann hätten sie Dir auch gleich den Gehaltswunsch abnicken können.
Sage ich ja ist ok, aber nach der Probezeit will ich dann einen Betrag von xy?
Fast. Ich würde sagen „nach der Probezeit reden wir noch einmal über das Gehalt“.
Ach, keine Ahnung. Ich bin so schlecht in sowas…
Du vergibst Dir nichts, wenn Du die Probezeit nutzt, um der Firma zu zeigen, dass Du die „alte“ bist und Deine Leistungsfähigkeit dieselbe ist, wie vor der Elternzeit. Ich würde erst zeigen, dass ich mein Geld wert bin und danach Forderungen stellen.
Bei Gehalts"verhandlungen" stehen beide Seiten vor dem
Problem, gute Argumente vorbringen zu muessen.
Ja und das ist die eigene Leistung, persönliche Erfolge, mehr Verantwortung,…
Gestiegene persönliche Kosten gehören nicht zu den Gründen die ich als Grund für eine Gehaltserhöhung angeben würde. Sonst könnte man auch mit „ich würde mir gern mehr Prostituierte leisten“ kommen…
wenn deine Einschätzung der Wichtigkeit deiner Person ( die
ich noch in keinem Betrieb erlebt habe ) richtig ist, dann
würde ich wie folgt argumentieren:
Ein Kind kostet nach übereinstimmenden Berechnungen bis zum
18. Lebensjahr ca. 550.- im Monat - wie hier beispielhaft
erwähnt
Unsinn. Die privaten Ausgaben interessieren den Arbeitgeber nicht die Bohne.