Streit: Mutter - 17 jährige Tochter

Hi,

Ich bin 20 Jahre alt und meine Freundin ist 17 Jahre alt.
Ich habe folgendes Problem…
Meine Freundin hat seid geraumer Zeit riesigen Streit mit ihrer Mutter.

Ihre Eltern leben getrennt und die Mutter hat nun einen neuen Freund, welcher aber leider nur am Wochenende zu Hause ist, da er unter Woche arbeiten geht…

Zudem ist die Oma mütterlicher seits schwer krank, sie hat krebs…
Nun ist das Problem, dass ich abends immer bei meiner Freundin schlafe und sie dann fast täglich weint, da sie sich mal wieder mit ihrer Mutter gestritten hat. Meine Freundin hat noch einen kleinen Bruder, der 13 Jahre alt ist. Die Mutter ist unter der Woche erst gegen 16.30 Uhr zu Hause, so dass meine Freundin und ihr Bruder den ganzen Haushalt in dieser Zeit machen sollen.

Meine Freundin macht dieses auch immer brav, wofür ich sie sogar bewundere, denn sie putzt das Haus, macht sich und ihrem Bruder essen, spült den Abwasch, bügelt etc.

Ihr Bruder soll ihr dabei helfen, macht dieses aber fast nie, so dass sich die Beiden täglich streiten. Nur am Ende ruft dann der Bruder die Mutter auf der Arbeit an und erzählt irgendwelche Geschichten, was meine Freundin wieder angeblich falsch gemacht hat und wenn die Mutter dann nach Hause kommt, bekommt meine Freundin mal wieder „voll den Anschiss“, obwohl sie ihren Anteil zur Hausarbeit gründlich gemacht hat. Das der Bruder mal wieder nichts gemacht hat interressiert die Mutter nicht, meine Freundin ist ja die ältere von Beiden und hat somit dafür zu sorgen, dass der Haushalt in Ordnung ist.

Also streiten sich die Mutter und meine Freundin mal wieder und wenn ich abends zu ihr komme, weint sie sich bei mir aus und erzählt mir alles.

Ich weiß nicht mehr, was wir noch machen können, meine Freundin ist alles Schuld, der Bruder darf machen, was er möchte…

Hinzu kommt noch, dass meine Freundin letztes Jahr sitzen geblieben ist und nun schon wieder schlecht Noten hat. Ich studiere Mathe und Physik und versuche ihr bei diesen Sachen zu helfen, doch sie hat selten Zeit zu lernen, da sie ja den ganzen Haushalt machen muss.
Ich denke, dass sie einfach zu viel im Haushalt machen muss und deshalb ihre schulische Laufbahn stark gefährdet ist, was können wir machen???

Vielen Dank schonmal

Hallo

es ist sehr schwer etwas zu raten, da du wahrscheinlich an der ganzen Situation nichts machen kannst, und dir ja möglicherweise auch ein paar Informationen fehlen - vielleicht aus der Vorgeschichte, vielleicht ein paar kleine, aber wichtige Details usw.

Na ja, ich versuch’s trotzdem:

Wenn deine Freundin den ganzen Nachmittag Hausarbeit macht und sich mit dem Bruder streitet, am späten Nachmittag mit der Mutter streitet und sich abends bei dir darüber ausweint, hat sie natürlich keine Zeit, für die Schule etwas zu tun.

Sie hat einen Anspruch auf Schulbildung und einen Schulabschluss, von daher würde ich ihr empfehlen, beim sogenannten Kinder- und Jugendtelefon anzurufen (kostenlos): Telefonnummer: 0800 111 0 333

  • bundesweit und kostenfrei von Festnetz und Handy
  • immer montags bis freitags zwischen 15 und 19 Uhr

Da sind auch nicht irgendwelche Laien am Telefon; ich denke, die wissen dort ganz gut, was man machen kann in so einem Fall.

Viele Grüße
Thea

PS: Meiner Meinung nach ist es nicht ok, einen 13-jährigen den ganzen Nachmittag sich selbst bzw. der älteren Schwester zu überlassen. Aber Geld muss natürlich auch irgendwoher kommen. -

Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, wenn der Bruder nachmittags in den Hort geht (wenn es dort einen gibt). Es ist für 13-jährige sehr gut, wenn sie viel Kontakt zu Gleichaltrigen haben, auch wenn der Hort (falls existent) sonst nicht optimal sein sollte. Ansonsten kann er vielleicht einen Studenten oder älteren Schüler oder so als Betreuer bekommen? - Das kostet zwar was, aber ich finde, das muss drin sein.

Ich bin 20 Jahre alt und meine Freundin ist 17 Jahre alt.
Ich habe folgendes Problem…
Meine Freundin hat seid geraumer Zeit riesigen Streit mit
ihrer Mutter.

Ihre Eltern leben getrennt und die Mutter hat nun einen neuen
Freund, welcher aber leider nur am Wochenende zu Hause ist, da
er unter Woche arbeiten geht…

Zudem ist die Oma mütterlicher seits schwer krank, sie hat
krebs…
Nun ist das Problem, dass ich abends immer bei meiner Freundin
schlafe und sie dann fast täglich weint, da sie sich mal
wieder mit ihrer Mutter gestritten hat. Meine Freundin hat
noch einen kleinen Bruder, der 13 Jahre alt ist. Die Mutter
ist unter der Woche erst gegen 16.30 Uhr zu Hause, so dass
meine Freundin und ihr Bruder den ganzen Haushalt in dieser
Zeit machen sollen.

Meine Freundin macht dieses auch immer brav, wofür ich sie
sogar bewundere, denn sie putzt das Haus, macht sich und ihrem
Bruder essen, spült den Abwasch, bügelt etc.

Ihr Bruder soll ihr dabei helfen, macht dieses aber fast nie,
so dass sich die Beiden täglich streiten. Nur am Ende ruft
dann der Bruder die Mutter auf der Arbeit an und erzählt
irgendwelche Geschichten, was meine Freundin wieder angeblich
falsch gemacht hat und wenn die Mutter dann nach Hause kommt,
bekommt meine Freundin mal wieder „voll den Anschiss“, obwohl
sie ihren Anteil zur Hausarbeit gründlich gemacht hat. Das der
Bruder mal wieder nichts gemacht hat interressiert die Mutter
nicht, meine Freundin ist ja die ältere von Beiden und hat
somit dafür zu sorgen, dass der Haushalt in Ordnung ist.

Also streiten sich die Mutter und meine Freundin mal wieder
und wenn ich abends zu ihr komme, weint sie sich bei mir aus
und erzählt mir alles.

Ich weiß nicht mehr, was wir noch machen können, meine
Freundin ist alles Schuld, der Bruder darf machen, was er
möchte…

Hinzu kommt noch, dass meine Freundin letztes Jahr sitzen
geblieben ist und nun schon wieder schlecht Noten hat. Ich
studiere Mathe und Physik und versuche ihr bei diesen Sachen
zu helfen, doch sie hat selten Zeit zu lernen, da sie ja den
ganzen Haushalt machen muss.
Ich denke, dass sie einfach zu viel im Haushalt machen muss
und deshalb ihre schulische Laufbahn stark gefährdet ist, was
können wir machen???

Vielen Dank schonmal

Hallo,

der Rat von Thea ist sicher der richtige. Ich möchte nur feststellen, dass Deine Freundin das typische arme Opfer solcher Familien ist, wo die Eheleute ihr eigenes Versagen auf dem Rücken der Kinder austragen. Deine Freundin wird dazu verdonnert, Verpflichtungen und Verantwortungen auf sich zu nehmen, mit welchen sie in diesem Alter überfordert sein muss. Du kannst Dir sicher sein, dass so etwas bei ihr dauerhauft Spuren in der Psyche hinterlassen wird. Der einzige Weg aus dieser Misere ist, dass Deine Freundin dieses für sie dramatische und höchst ungesunde Umfeld möglichst schnell verlässt. Denn ändern wird sich an der Einstellung ihrer Mutter ziemlich sicher nichts.

Versuche mal, Dir in dieser Richtung irgendwelche Alternativen einfallen zu lassen. Konkret raten kann ich Dir nichts, da ich die Situation in ihrem gesamten Ausmaß nicht kenne.

Viel Glück!
Andreas

P.S.: Noch mehr leid tun kann einem da fast der kleine Bruder, der in noch viel jüngeren Jahren mit solchen Problemen konfrontiert wurde.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Moin,

zunächst einmal: diese beiden sind 17 und 13, nicht 7 und 3. Somit kann man von ihnen schon ein gewisses Maß an Selbständigkeit und Eigenverantwortung schon erwarten.

Ich finde es allerdings nicht ok, wenn alles an einer Person hängen bleibt und für Dauerfrust sorgt.

Da das Hauptproblem ja die Hausarbeit zu sein scheint, schlage ich vor, die Arbeiten (wie in einer guten WG) aufzuteilen und genau festzulegen, wer für was verantwortlich ist (wenn also die Schwester kocht, dann solte der Junge spülen z.B.) Dann ist auch klar, wer gepennt hat, wenn abends das Geschirr noch nicht gespült ist.

Gruß
Marion

Hallo,
da fällt mir spontan nur ein: Das Mädel muß weg von zu Hause !! Wenn ich sowas lese,werde ich stock-sauer,denn Kinder sind keine Haushalts-Hilfen !!! Sicher kann man mit 17 dazu beitragen,dass der Haushalt läuft,aber in erster Linie sind doch die schulischen Angelegenheiten die Wichtigsten,oder ? Helfen ist die eine Seite,aber sich selbst dabei aufgeben ? Mit 17 schon ?? Da geht mir die Hutschnur hoch !!Ich habe auch eine Tochter mit kleineren Geschwistern,bin auch berufstätig,aber ich würde niemals die Verantwortung für meine Entscheidung-nämlich noch weitere Kinder zu bekommen-auf mein Kind abwälzen.Meine Tochter ist sitzengeblieben,was ihr sehr zu schaffen macht und mir auch ! Sie möchte mal Medizin studieren und ich werde alles tun,damit sie den Weg frei hat.Das heißt nicht,dass sie ab sofort nicht mehr den Müll rausbringt,oder nicht mehr einkaufen muß-das heißt lediglich,dass ich einem Kind das Leben geschenkt habe,damit es seinen Weg findet !! Deine Freundin wäre im Mittelalter gut aufgehoben,aber inzwischen ist die Sklaverei abgeschafft !! Sie hat keine Zeit mehr zum Lernen,weil ja das Geld irgendwo herkommen muß !!Sehr witzig !!Und wenn das Mädel keinen Schulabschluß hat,keinen Beruf erlernen kann-was dann ??Na immerhin wird sie einen Haushalt führen können !! (Ironie !) Der Bruder ist dreizehn,kann also auch seinen A… bewegen,es sei denn,es handelt sich um eine türkische Familie,da sieht das mit den Prioritäten ja oft ganz anders aus.Warum ist deine Freundin nicht mal zum Jugendamt gegangen ? Mein Tip:Halte zu ihr und helfe ihr,von zu Hause wegzukommen-aber nicht,ohne die Mutter zu bitten,in dieser Situation genauer hinzuschauen und ihre Tochter zu entlasten.Gruß Bea

Hallo Marion,
wie meist, gibst du klare und praktikable Lösungsvorschläge.
Ich, als Mutter von 2 Pubis würds genauso tun, wie du schreibst.
*zustimm* *stern-anpapp*
LG D.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Benny,

Ihre Eltern leben getrennt und die Mutter hat nun einen neuen
Freund, welcher aber leider nur am Wochenende zu Hause ist, da
er unter Woche arbeiten geht…

ein neuer lebensabschnitt soll beginnen

Zudem ist die Oma mütterlicher seits schwer krank, sie hat
krebs…

d.h. die Mutter ist wahrscheinlich auch gerade im psych. Stress (auf und ab der krankheit, Besuche der Mutter, Ungewissheit)

was können wir machen???

Vielleicht gibt es ja eine Vertrauensperson deiner Mutter mit der deine freundin mal reden kann. Vielleicht wäre ein runder Tisch mit allen Beteiligten: Mutter, Freund, Tochter, Du und Bruder unter der Moderation dieser (oder einer anderen Vertrauensperson) ein Weg. Dabei müsstes folgendes passieren:

  1. Jeder (be-)schreibt die Probleme und WÜnsche aus seiner Sicht (ohne Diskussion).
  2. Man versucht die Probleme zusammenzufassen, vielleicht ist ja manches eher Ursachen, anderes eher Folgen. Hier ist der moderator stark gefragt.
    3.Ausgehend von 2. kann man versuchen einen Kompromiss zu schliessen, der für die Familie (Mutter, Tochter, Sohn) tragbar ist. Die Anwesenheit des Freundes und deiner person ist sowohl als moralische Unterstützung und als Info aus erster hand zu verstehen.
  3. Umsetzung des Kompromisses: die Vorgehensweise/Kontrolle und ggf. ein Auswerte-RunderTisch sollte bei 3 mit Thema sein.

Ciao maxet.

So recht kann ich es nicht fassen, was . . .
. . . mich „stört“ (oder auch: mir auffällt) an dieser Fragestellung. Und natürlich will ich auch niemanden unschöne Dinge unterstellen. Deshalb will ich auch in aller Vorsicht formulieren was ich meine.

Ich scheine ja die einzige zu sein (zumindest bisher), der dies hier

Ich bin 20 Jahre alt und meine Freundin ist 17 Jahre alt.

(Hervorhebungen von mir)

nicht nur auffällt, sondern die es auch für nicht unbedeutend hält. Wohlwissend, dass es sehr reife 17-jährige, und noch recht unfertige 20-jährige gibt, ist es doch etwas, das ich beim Lesen des restlichen Artikels dauernd im Hinterkopf hatte. Ich weiß, ich weiß „was sind schon drei Jahre“. Und doch, und doch . . . . in dieser Konstellation finde ich es eben doch nicht unwichtig. Die Tatsache, dass die Freundin sehr viele Hausarbeiten verrichten muss, sagt nichts über ihre persönliche Reife aus.
Ich fände es angemessener sie hätte sich um ihren Schulkram zu kümmern, einen angemessenen Beitrag zur Haushaltserledigung zu leisten und würde ansonsten mit Freundinnen und Klassenkameradinnen den Planeten Mars, samt seiner Bewohner, gerade anfangen zu entdecken. Darüber rumgiggeln wer jetzt mit wem „geht“, wessen neue Frisur „cool“, und wer überhaupt „total süß“ ist. Und nicht wegen häuslicher Überforderung die Klasse wiederholen müssen, und einen 20-jährigen Freund haben, der von ihr als „seiner Freundin“ schreibt, auf eine Weise, die mich einen späteren Satz, dass er dort schläft, nur auf eine Weise interpretieren lässt. Ich kann mich einfach des Eindrucks nicht erwehren, dass ihn das abendliche „Bei-ihm-ausweinen“ eigentlich „nur“ deshalb stört, weil er sich eine andere Abendgestaltung erhofft hatte.

Ich kann mir nicht helfen, aber ich würde von einem jungen Mann, der seiner Freundin aufrichtig zugetan ist mehr erwarten. Mehr als hier zu posten, vor allem würde ich erwarten, dass er energischer handelt. Von sich aus das Gespräch mit der Mutter sucht (ev. mit Hilfe einer unbeteiligten Person von außen, der beide Teile vertrauen), und dabei aber auch ruhig klar macht, dass die Freundin Rechte hat, und er darauf sehen wird, dass diese auch beachtet werden.

Aus vielen Erfahrungen (eigene Jugendzeit, Beobachtungen anderer Familien, später Beruf) heraus richte ich allerdings auf ein solches Gespräch, das auch andere poster empfohlen haben, nicht viel Hoffnung. Derartige Verhaltenweisen der Mutter -die ich verstehen, aber keinesfalls gutheißen kann- sind meist so festgefahren, dass sie schon das gesuchte Gespräch ablehnen wird. Oder zwar vordergründig zu dem Gespräch bereit sein, aber letztlich nicht wirklich zu einem zielführenden Kompromiss, was das Arbeitsaufkommen angeht, bereit sein.(Reine Befürchtung von mir, ich weiß. Aber durch Erfahrungen untermauert.)Selbstverständlich soll das nun nicht heißen, dass dieses dringend erforderliche Gespräch nicht gesucht werden soll. Der poster wird, aus Kenntnis der Mutter heraus, am besten wissen, wie die Erfolgsaussichten sind. Und wie man es am geschicktesten anfängt.

Ich habe es in ähnlich gelagerten Fällen nur so erlebt, dass letztlich -meist nach mehreren Gesprächen, deren Ergebnisse nie lange durchgehalten wurden- nur die Trennung blieb. Also Jugend-Wg, betreutes Wohnen, ein Heim erscheint mir, bei einem jungen Menschen, der in spätestens elf Monaten volljährig wird, wenig sinnvoll. Bestenfalls als Übergang/ Vorbereitung auf etwas in der genannten Art.

Und das ist auch gleich noch ein Punkt, mit dem ich nicht so ganz zurecht komme. Im allgemeinen neigen Mütter, die ihre schwierige Lebenssituation ein bisschen erträglicher machen, indem sie die Töchter ziemlich heftig unterdrücken und ausbeuten, nicht dazu „Fremde“ großen Einblick in die Familie nehmen zu lassen. Es könnte ja jemandem etwas auffallen. Jemand könnte Partei ergreifen, sich -Gott bewahre- einmischen, das Mädchen „aufwiegeln“, Alternativen aufzeigen. Schlimmstenfalls bei fortbestehender „Nichteinsicht“ Behörden einschalten.

Aber diese Mutter gestattet es, dass der zwanzigjährige Freund bei der Tochter übernachtet? Die Gefahr, dass den beiden vielleicht ein ganz furchtbarer Ausweg aus dieser Misere einfällt wird damit RIESENGROSS!! Und für so etwas haben Mütter, die so handeln einen ausgesprochen guten Riecher!! Es sei denn, sie achten jeden Morgen selbst und genauestens darauf, dass sie der kostenlosen Haushaltshilfe nicht verlustig gehen. So nach dem, natürlich unausgesprochenem, Motto: „Ich „erlaube“ ihr schon jetzt einen Sexualpartner, aber dafür muss sie hier eben ordentlich ran“

Auch die Art der Darstellung des Problems kann ich nicht so ohne Weiteres mit der Tatsache in Einklang bringen, dass der junge Mann von sich berichtet zu studieren, Chemie und Physik!
Mmmhh, ich wusste als 14-jährige, dass ich Hilfe bekommen kann, als ich die Probleme in meinem Elternhaus für so schwerwiegend hielt, dass ich dort nicht länger leben wollte. Und das ist 38 Jahre her!! In den öffentlichen Verkehrsmitteln, in jedem Stadtmagazin, jeder Jugendzeitschrift gibt es Hinweise auf Sorgentelefone, Beratungsangebote und Anlaufstellen für den Konflikt/ Krisenfall. Und das alles ist an einem jungen Mann von 20 Jahren vorüber gegangen?

Ich hoffe sehr, dass ich, was den Altersunterschied angeht, zu pessimitisch bin. Und alles ist doch so, dass der junge Mann sehr wohl besorgt ist um die Freundin, bisher halt nur etwas unaufmerksam durch die Weltgeschichte geträumt ist, die hier gefundenen Tipps und Ratschläge dankbar an- und aufnimmt, und die Freundin als Folge dessen, doch noch eine Zeitlang eine bisschen stressfreie Jugendzeit erleben kann.

Herzlichst
Renate