Streit wegen Fotos des gem. Kindes

Hallo,

war damals als du die Fotos gemacht hast denn schon klar, dass ihr euch mal trennt?

Falls nicht, wäre es doch völliger Schwachsinn gewesen, dass beide Elternteile die ganze Zeit nur fotografierend durch die Gegend rennen. Die Mutter hat sich halt gedacht es reicht, wenn einer von uns die Fotos macht.

Man kann auch aus einer Mücke einen Elefanten machen. Brenne ihr die Fotos auf eine CD und damit hat es sich. Da ist vielleicht eine viertel Stunde Arbeit.

Dein Kind wird es dir irgendwann danken, wenn ihr euch nicht wegen jedem Kram direkt den Krieg erklärt.

Gruß

Samira

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Hallo,

das einzige was ich geklärt haben wollte ist, ob meine ex
RECHTLICH die fotos haben kann oder nicht

sei doch bitte ehrlich.
Du willst Deiner Ex eins auswischen, mehr nicht.

Mich verblüfft, daß hier unter den vielen Antwortern
so eine Art plakativer Selbstgerechtigkeit ohne genaue
Nachfrage zur Situation vorherrscht und besternt wird.

Ob auswischen oder nicht, man sollte sich doch mal
fragen, in welcher Situation der junge Mann ist und
ob man ihm nicht letztlich ständig „eins auswischt“.

Sprich: an ihn werden die üblichen Unterhaltsansprüche
gestellt, er wird betont schlecht behandelt oder kommt
aus der Sicht der Mutter als „mensch und Vater“ gar nicht
in Betracht. In dieser Situation fällt der Mutter ein,
daß der ehemalige partner ja „Fotos haben müßte“, zu
deren Erlangung das Jugendamt(!) eingeschaltet wird.

Da stimmt doch etwas nicht. Und nicht unbedingt muß
der Poster die Situation herbeigeführt haben. Was sind
seine Alternativen: 1) Alles über sich ergehen lassen,
ohne wirklich (außer als Geldgeber) beachtet zu werden -
oder eben 2) zumindest der Mutter auf die ihm mögliche
Weise signalisieren, daß er es wünscht, daß mit ihm
wie mit einem Menschen umgegangen wird.

In dieser Konstellation wäre das Vorhandensein
oder der Austausch von Bildern eine Sache, auf
die es zu allerletzt ankommt.

Naja, vielleicht sehe ich das ganz falsch und die
Welt hat wirklich so zu sein, wie sie von der über-
wiegenden Mehrzahl der Schreiber in diesem Thread
beschrieben wird.

Mein Punkt: die Bilder sind in der gegebenen Situation
völlig unwichtig. Die Position des OP ist nachvollziehbar.
Die Weigerung ist eine Art „kindlicher Hilferuf“, die
einzige Möglichkeit des OP, sich gegenüber der KM
zu äußern.

Grüße

CMБ

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Hallo,

auch wenn Du Dich etwas angegriffen fühlst, die Anderen haben in Ihren Postings durchweg recht, auch wenn es manche etwas diplomatischer hätten ausdrücken können.

Ich stelle Dir mal die Frage, ob Du weiterhin Deinem Kind ein Vater sein willst? Wenn Dein Kind bei der Mutter lebt, wird sie nämlich Mittel und Wege finden um den Umgang zu erschweren.

Rechtliche Möglichkeiten, dass Du die Bilder nicht herausgeben musst, könnte es vermutlich auch in Österreich (Deine e-mail-Addi suggeriert mir, dass Du von dort kommst) geben. Aber glaube mir, den Richter machst Du Dir damit nicht zum Freund.

In Deutschland wie in Österreich haben Richter einen gewissen Handlungsspielraum. Solltest Du einen Richter mit einem solchen „Kikifazverfahren“ nerven, hat dieser Mittel und Wege Deine Nerven auf anderen Wegen zu strappazieren. Er kann die Unterhaltsberechnung so gestalten, dass Dir die „Luft“, genannt auch Geld, ganz schnell ausgeht.

Es ist verständlich, dass Eltern, wenn die Paarebene explodiert, vergessen, dass sie für Ihr Kind weiter auf der Elternebene ein Leben lang verantwortlich sind. Sie streiten um Knöpfe, 10 Minuten mehr oder weniger Umgang oder auch um Bilder, die durchaus leicht reproduzierbar sind. Sie wollen sich gegenseitig weh tun, schaukeln sich an Lächerlichkeiten hoch und vergessen dabei, welches Bild jetzt und/oder später das Kind von ihnen wegen ihrem Verhalten bekommt.

Ob die Mutter zu faul war, selber Bilder zu machen bezweifle ich. Vielleicht hat sie sich ja darauf verlassen, dass es diese Erinnerungen an die Lebensphasen des Kindes immer geben wird, weil Du ja die Bilder gemacht hast.

Bilder sind Erinnerungen an eine Zeit des Kindes, die man nicht mehr zurückdrehen kann. Wer sie mit welchem Fotoapparat gemacht hat, ist dabei völlig nebensächlich.

Ihr seid die Eltern dieses Kindes, das werdet Ihr immer bleiben, auch wenn Ihr Euch als Paar trennt. Auch das Kind schaut sich später mal gerne seine eigene Vergangenheit und Entwicklung an. Wenn es dann mal bei der Mutter lebt, fehlen viele Zeiten dieser Vergangenheit.

Du lieferst dann, wenn das Kind danach fragt, warum sie fehlen, der Mutter regelrecht eine Steilvorlage um dem Kind etwas Negatives vom Vater zu erzählen.

Mein Vorschlag wäre, damit Du jetzt nicht das Gesicht verlierst, dass Du die Bilder auf einen Datenträger bringst/brennst und diesen dann Euerem gemeinsamen Kind schenkst. Akzeptiere dabei stillschweigend, dass sich die Mutter Kopien macht.

Des weiteren würde ich Euch, im Interesse Eueres gemeinsamen Kindes, Kindes eine Mediation empfehlen. Versucht aus Liebe zum Kind Euere Trennung ohne gegenseitige Verletzungen und in Würde zu gestalten. Das hilft Euerem Kind am Meisten und spart Euch Eltern (und zwar auch Dir) viel Geld und Nerven.

In Österreich und in Deutschland gibt es diverse Vätergruppen und Foren. Lass Dich dort mal beraten und höre von den (oft langjährigen Betroffenen) was sie heute anders machen würden.

Viele Grüße
Ingrid

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Hallo

ich sehe es nicht ein, dass ich die ganze arbeit hatte und ihr
die fotos geben soll. für euch ist das sicher unverständlich,
aber die kindesmutter nimmt mich eh schon total finanziell aus

Das muss die.

Die darf nicht einfach auf Unterhalt verzichten und damit den Lebensstandard ihres Kindes gefährden. Sie muss alles tun, was im Interesse des Kindes ist.

Ein Kind ist einfach verdammt teuer. Ich vermute mal, dass die im Moment nicht arbeiten geht. Überleg mal, was die an Verdienstausfall hat, und hinterher weniger Rente, und vielleicht überhaupt ab jetzt einen weniger gut bezahlten Beruf. (Oder war sie vorher dauerhaft arbeitlos? Dann hätte sie allerdings wohl keine finanziellen Verluste.)

ich habe mir tagtäglich die arbeit gemacht und sie war zu faul
welche zu machen.

Vielleicht hat die sich tattäglich ums Kind gekümmert, und macht das noch?
Oder wird das Kind vernachlässigt?

wenn die kindesmutter wenigstens
nett wäre, aber die ist immer total ungut zu mir.

Warum denn? Hat das irgendeinen Grund?

Viele Grüße
Simsy

Hallo

Sprich: an ihn werden die üblichen Unterhaltsansprüche
gestellt, …

???
Ist das irgendwie ungewöhnlich?

er wird betont schlecht behandelt

Ok

oder kommt
aus der Sicht der Mutter als „mensch und Vater“ gar nicht
in Betracht.

Das könnte ja seine Gründe haben …

Allerdings stimmt es natürlich, dass man nicht allzu viel weiß von diesem Paar.

Viele Grüße
Simsy

Mir stellt sich die Frage wieso das dui sie nicht aushändigen willst.

Ich habe mal ein video von einem menschen gesehen der 8t Jahre lang jeden tag ein Foto von sich gemacht hat. Wenn es etwas in dieser Richtung ist könnte ich es ja noch vorstehen. Aber seien wir ehrlich Fotos auf dem handy sind scheisse und sind es des streits nicht wert. aber schlussentlich musst du es wissen.

Hallo Semjon,
deine Haltung gefällt mir, keine Trennung geht ohne Auseinandersetzung ab. Ich glaube, wer nie geliebt und nie gehasst hat, hat was verpasst.

Mit Gruß vom Billerbong

Hallo,
ich kann Dich gut verstehen, Du hättest auch nicht so viele Fotos gemacht, würdest Du Dein Kind nicht lieben. Deine Ex kann ich aber auch verstehen, gerade mit einem Kleinkind, hat man auch noch Zeit mit einem Fotohandy zu schiessen. Es ist doch so, das Kind lacht und das Handy liegt irgendwo in der Tasche oder in der Diele. Fotoapparat, haben wir auch nicht immer so griffbereit. Es ist doch auch völlig Wurscht, ob ihr nun getrennt seid, das Kind wird Euch eurer ganzes Leben lang verbinden und wollt ihr dann immer so miteinander umgehen, falls ihr Euch mal seht oder irgendwo über den Weg lauft? Dem Kind tut ihr nix Gutes damit - später auch wenn es größer ist. Ich finde Deine Einstellung etwas kleinkariert - gerade in der heutigen Zeit, wo wir mit dem Computer so viel machen können. Du kannst Ihr ja auch die Bilder als E-Mail-Galerie schicken bzw. ein Fotoalbum im Internet (für andere Leute nicht einsehbar) eröffnen und Ihr den Link schicken. Soll sie doch selbst sehen, wie sie die Fotos da runterkriegt - Du hast sie aber freigegeben und kannst das auch dem Jugendamt sagen. Ich bin auch eine Ex-Frau und kann Dir nur sagen, dass Dich keiner zwingen kann wege den Bildern. Das ist auch für das Jugendamt „Killepitsch!“ Aber Du hast es in der Hand und könntest Größe und Stärke zeigen in dem Du die Bilder übers Internet freistellst. Oder geht es bei Dir noch um etwas anderes? Ich finde es gerade gut, wenn Du Dich großzügig zeigst und das sieht dann später auch mal Dein Kind. Glaub mir, es gibt schon genug Ex-Blödmänner und Ex-Blödfrauen - die sich um so einen Scheiß streiten. Das ist einfach nur hohl. Verhalte Dich wie ein gestandener Mann und nicht wie ein getretener Pudel! … und lach mal wieder - alles geht vorbai und dann ist das Leben wieder schön! Sei nur fair! :smile:

Hallo Semjon,

es ist so, dass sie die Macht (sprich das Kind) hat und damit kassiert und diese Macht u. U. auch mißbraucht. Sicher sind gegenseitige Verletzungen im Rahmen einer Trennung normal. Sicher redet sich die Bibel leicht, wenn sie sagt, dass man auch noch die andere Wange hinhalten soll.

Nuuuuuuuuuuur, nirgendwo wird ein Vater positiv punkten, wenn er solche unnötige und schikanöse Verfahren macht.

In dieser Woche hatte ich ein reales Erlebnis: Ich war als Beistand für einen Vater bei einer mündlichen Verhandlung. Er und seine Ex streiten um jedes leere Blatt Papier und ganz real um irgendwelche Kindersocken die dem Kind schon lange nicht mehr passen.

Bisher war das Gericht immer auf der Seite der Ex gewesen. Menschlich verständlich, dass der Vater gegen jede von ihm gefühlte Ungerechtigkeit Sturm lief. Verfahren und Anträge gibt es daher von beiden Seiten ohne Ende.

Auf meine Bitte hin, hat er die Taktik etwas geändert. Einige wirklich unwichtige Verfahren zog er als beendet zurück. Nun war seine Ex dran. Sie beharrte weiter auf ihre Verfahren und ist, auch nach noch so gutem Zuspruch durch das Gericht, von ihrem Weg nicht einen Milimeter abgewichen.

Dann kam es zum eigentlich wichtigen Verfahren um Unterhalt für die Exfrau. Der Vater bekam in der Verhandlung richtig große Augen. Plötzlich wurde die Exfrau vom Gericht „gefaltet“ und ihr wurde fiktives Einkommen angerechnet.
Die bisher gepfändeten Ehegattenunterhaltszahlungen des Vaters wurden radikal reduziert.

Das Gericht merkte, dass mit dem Mann doch zu reden und er nicht (mehr?) der „Kriegstreiber“ ist. Es steht zu erwarten, dass der Vater in der nächsten mündlichen Verhandlung auch beim Umgangsrecht und ABR mehr herausholen kann, als vorher zu Zeiten des „kalten Krieges“.

Beim Gericht hat er jetzt, wenn er diese völlig neue Schiene weiterführt, bessere Karten, obwohl er in der mündlichen Verhandlung vor einigen Monaten im Gericht sprichwörtlich vor dem Richter die Hosen runtergelassen hat und der Richter garantiert nicht der Freund dieses Vaters ist.

Gerade wenn man in der schwächeren Position ist, sollte man diplomatisch sein und nicht unvernünftig auf unsinnigen Rechtspositionen be- und verharren.

Gruß
Ingrid

Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man muss auch mit der Justiz rechnen. - Dieter Hildebrandt.

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