Hallo,
auch wenn Du Dich etwas angegriffen fühlst, die Anderen haben in Ihren Postings durchweg recht, auch wenn es manche etwas diplomatischer hätten ausdrücken können.
Ich stelle Dir mal die Frage, ob Du weiterhin Deinem Kind ein Vater sein willst? Wenn Dein Kind bei der Mutter lebt, wird sie nämlich Mittel und Wege finden um den Umgang zu erschweren.
Rechtliche Möglichkeiten, dass Du die Bilder nicht herausgeben musst, könnte es vermutlich auch in Österreich (Deine e-mail-Addi suggeriert mir, dass Du von dort kommst) geben. Aber glaube mir, den Richter machst Du Dir damit nicht zum Freund.
In Deutschland wie in Österreich haben Richter einen gewissen Handlungsspielraum. Solltest Du einen Richter mit einem solchen „Kikifazverfahren“ nerven, hat dieser Mittel und Wege Deine Nerven auf anderen Wegen zu strappazieren. Er kann die Unterhaltsberechnung so gestalten, dass Dir die „Luft“, genannt auch Geld, ganz schnell ausgeht.
Es ist verständlich, dass Eltern, wenn die Paarebene explodiert, vergessen, dass sie für Ihr Kind weiter auf der Elternebene ein Leben lang verantwortlich sind. Sie streiten um Knöpfe, 10 Minuten mehr oder weniger Umgang oder auch um Bilder, die durchaus leicht reproduzierbar sind. Sie wollen sich gegenseitig weh tun, schaukeln sich an Lächerlichkeiten hoch und vergessen dabei, welches Bild jetzt und/oder später das Kind von ihnen wegen ihrem Verhalten bekommt.
Ob die Mutter zu faul war, selber Bilder zu machen bezweifle ich. Vielleicht hat sie sich ja darauf verlassen, dass es diese Erinnerungen an die Lebensphasen des Kindes immer geben wird, weil Du ja die Bilder gemacht hast.
Bilder sind Erinnerungen an eine Zeit des Kindes, die man nicht mehr zurückdrehen kann. Wer sie mit welchem Fotoapparat gemacht hat, ist dabei völlig nebensächlich.
Ihr seid die Eltern dieses Kindes, das werdet Ihr immer bleiben, auch wenn Ihr Euch als Paar trennt. Auch das Kind schaut sich später mal gerne seine eigene Vergangenheit und Entwicklung an. Wenn es dann mal bei der Mutter lebt, fehlen viele Zeiten dieser Vergangenheit.
Du lieferst dann, wenn das Kind danach fragt, warum sie fehlen, der Mutter regelrecht eine Steilvorlage um dem Kind etwas Negatives vom Vater zu erzählen.
Mein Vorschlag wäre, damit Du jetzt nicht das Gesicht verlierst, dass Du die Bilder auf einen Datenträger bringst/brennst und diesen dann Euerem gemeinsamen Kind schenkst. Akzeptiere dabei stillschweigend, dass sich die Mutter Kopien macht.
Des weiteren würde ich Euch, im Interesse Eueres gemeinsamen Kindes, Kindes eine Mediation empfehlen. Versucht aus Liebe zum Kind Euere Trennung ohne gegenseitige Verletzungen und in Würde zu gestalten. Das hilft Euerem Kind am Meisten und spart Euch Eltern (und zwar auch Dir) viel Geld und Nerven.
In Österreich und in Deutschland gibt es diverse Vätergruppen und Foren. Lass Dich dort mal beraten und höre von den (oft langjährigen Betroffenen) was sie heute anders machen würden.
Viele Grüße
Ingrid
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