Strenge Schweigepflicht, Datenschutz, Akten direkt in Brennkammer?

Liebe Community,

wer kann mir einen Containerdienst nennen,
der dafür sorgt,
dass meine Akten aus dem separaten bezahlten ! Container
direkt in die Brennkammer geführt werden,
womöglich in meinem Beisein?
genauso wie bei dem Bundestagsabgeordneten und Rechtsanwalt Ströbele ausgeführt?
Bei dem ging es ja auch!

Ich bin mit meinen Anfragen bei Containerdiensten schon zweimal gescheitert.
Die wollten meine Sachen zur Verwertung!!!
Verbrennung gehe angeblich nicht…

Vielen Dank für Ihre Hinweise im Voraus!

Visittheinternet

Hallo,
es gibt Firmen, die auf Aktenvernichtung spezialisiert sind. Bei uns in der Firma gibt es abgeschlossene Container, in die Sachen entsorgt werden, die niemand mehr sehen soll. Und unser Datenschutzbeauftragter wacht darüber, dass von den Papieren keins mehr irgendwo angespült werden kann.
Das Stichwort heißt. Sichere Aktenvernichtung.

Schöne Grüße
Schrella

Natürlich, so läuft das.
Von Verbrennung der ganzen Akten oder auch nur der vorgeschredderten Akten habe ich nie was gehört.
Diese spezialisierten Firmen ( Beispiel Fa. Reisswolf) holen die Akten beim Kunden in versiegelten Boxen ab oder wenn es Mengen sind (Behörden o.ä,) vernichten die auch vor Ort mit einem Fahrzeug mit eingebautem Schredder.
Und wo die mit den Resten hinfahren ? Es spricht eigentlich nichts dagegen es dem Papierrecycling zuzuführen.
Und selbst wenn das in die Müllverbrennungsanlage gefahren würde, so kann (und darf) da kein Kunde dabei sein, wenn das Material direkt in den Ofen wandert.

Der Zoll macht bei bestimmten Waren (Drogen, Zigaretten, Plagiate von Luxusgütern) solche Aktionen wo die Sachen wirklich unter Überwachung des Zolls in den Ofen wandern.

MfG
duck313

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Es gibt Aktenvernichter in jeder größeren Stadt, bei denen man auch direkt anliefern kann. Da wandert das Zeug dann sofort in den Schredder wo es so fein geschreddert wird, dass es alle Anforderungen an den Datenschutz erfüllt.

Die höchste Anforderungsklasse nennt sich P7, und für die gibt es sogar noch handlich kleine Geräte für den Heimbedarf zu erträglichen Preisen (wenn einem das Vergnügen P7 statt der üblichen P4 einen zusätzlichen Tausender wert ist). Ein Verbrennen ist in keinem Fall nicht notwendig!

Nennt sich Zerstörung unter zollamtlicher Überwachung und ist nicht immer die Müllverbrennung, je nach Warenart gibt es andere Möglichkeiten. Ich habe das 1-2 x im Jahr, da reicht ein Gabelstapler, Straßenwalze Radlader, der mehrfach über den Haufen fährt

Warum ein Containerdienst? Handarbeit ist angesagt.

Lege dir einen datensicheren Shredder zu, der sollte schon größer Stufe 5 auf der 1-7 Skala sein, und zerlege deine Daten höchstselbst. Sicherer wird es nicht werden, allerdings hast du weder eine zertifizierte Bestätigung, dass die Daten datenschutzgemäß vernichtet wurden, noch kannst du dir sicher sein, dass nicht jemand mit viel Zeit und Technik die winzigkleinen Schnipsel wieder zusammensetzt.

Das Fraunhofer-Institut hat da schon Erfahrungen sammeln können https://www.deutschlandfunk.de/stasi-akten-rekonstruktion-steht-auf-dem-spiel.724.de.html?dram:article_id=298630

Wobei die Stasi-Akten überwiegend gerade nicht ansatzweise so geschreddert wurden, wie es auch nur der billigste und schlechteste Aktenvernichter hin bekommt. Da reden wir eher von Briefmarkengröße, während P7 1*5mm AFAIR ist.

https://www.aktenvernichtung.de/shop/aktenvernichtung-vor-ort/

Die Firma bedient z.B. auch Bundesbehörden.

Gruß
rakete

Vielen Dank allen Damen und Herren, die geantwortet haben.

Da mir die Sache mit dem Fraunhofer-Institut bekannt war,

dazu einige Vorkommnisse, wo sich Leute an der PapierMülltonne zu schaffen gemacht haben,

dazu die Ungewissheit, was mit den amtlich geschredderten Streifen passiert,

habe ich mich an der Methode des RA Ströbele orientiert:
Das einzig Wahre ist das Verbrennen in Anwesenheit des Verantwortlichen.

Und ich habe sehr gehofft - und hoffe immer noch - dass mir jemand einen Tip geben kann,
wie man vielleicht dazu gelangen kann?

Meine Frage ist also durch den Beitrag von Littlescare (miles of smiles) mit dem Fraunhofer-Institut noch untermauert,
und ich stelle sie deshalb nochmals.
Vielen Dank fürs Beraten!
Visittheinternet

Dann sind also alle doof und komplett mit dem Klammerbeutel gepudert, die sich beruflich erfahren intensiv mit der Materie auseinander gesetzt haben, und P7 (ohne Verbrennung) für höchst klassifizierte Militär- und Geheimdienstdokumente definiert und zugelassen haben?

Und nochmal: Was die Rekonstruktion Stasi-Akten angeht, so reden wir hier von Stücke in Briefmarkengröße aufwärts. P7 liegt bei 1*5 mm! Da wird die Struktur des Papieres so zerstört, dass es keine eindeutig erkennbaren Oberflächen mehr gibt, sich Toner ablöst, … Die Definition von P7 erfordert, dass eine Wiederherstellung unmöglich ist (also auch nicht mit größtem technischen Aufwand).

BTW: So lange verbranntes Papier nicht zusätzlich hinreichend kleinteilig aufgebrochen wird, ist eine Rekonstruktion von Text recht problemlos möglich.

Aber such gerne weiter!

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