Streunende Hunde reißen Schafe

Hallo liebe Rechtskundige,

heute morgen sind zwei Hunde auf unsere Schafwiese eingebrochen und haben zwei Schafe gerissen. Zeugen haben das gesehen, die Polizei verständigt und es konnte der Halter ausfindig gemacht werden. Anzeige wurde aufgenommen.
Soweit so schlecht. Frage bleibt, was können wir weiter tun. Wir haben den schweren Verdacht, können es aber trotz einer vagen AUssage eines Nachbarn nicht beweisen, daß die Hunde vor etwa 2 Monaten in unser Hühnergehege eingebrochen sind und dort Hennen und einen Hahn gerissen haben. Auch damals wurde eine Anzeige aufgenommen, damals allerdings gegen Unbekannt.

Nach Aussage mehrerer(!) Nachbarn sind die Hunde schon des öfteren, selbst Nachts, streunend gesehen worden. Der Besitzer (er wohnt nur ein paar Häuser weiter) ist, auch von uns, schon mehrfach darauf angesprochen worden. Allerdings scheint ihn die Sache nicht weiter zu interessieren.

Jetzt haben wir Angst unsere Kinder (2 und 4) im Garten spielen zu lassen und wollen irgendwie erwirken, daß dieser Mensch seine Hunde abgeben muß. Die Hunde einschläfern zu lassen wäre für mich nur die absolut letzte Maßnahme, weil eindeutig der Halter versagt und die Hunde nicht im Griff hat. WIr haben übrigens selber einen Hund, daher weiß ich, daß ein ordentlich erzogener und gehaltener Hund keine Gefahr für seine Umwelt darstellen muß.
Was können wir tun, welche Stellen können wir einschalten?

Fast verzweifelt

Andreas

Hallo Andreas,

vielleicht hilft der Hinweis an den Hundehalter, daß Du den für die Gegend zuständigen Förster benachrichtigst, weil dieser streunende Hunde ohne weiteres erschießen darf. Dabei gehe ich davon aus, daß Du in ländlicher Gegend und micht in der Großstadt lebst.

Sofern mit Vernunft und Gespräch keine Änderung zu erreichen ist, solltest Du tatsächlich den Förster benachrichtigen. Wenn der nämlich frei laufende Hunde ohne zugehörigen Menschen in Rufweite entdeckt, macht er dem Treiben sofort ein (endgültiges) Ende, denn Hunde, die einmal auf den Geschmack gekommen sind, können richtigen Schaden anrichten.

Gruß
Wolfgang

Lieber Andreas,

Eure Angst um die Kinder kann ich sehr gut verstehen!

Hier in Hamburg würde ich mich zusätzlich an das Veterienär- bzw. Ordnungs- und Wirtschaftsamt wenden. Bin schon zu lange aus NRW weg und weiß nicht mehr, ob es dort die gleichen Amtsbezeichnungen gibt. Eigentlich müßte aber doch schon bald etwas durch die Anzeige geschehen.

Ich stimmer Wolfgang zu, daß Hunde, durch ihren „Erfolg“ bestärkt, das wildernde Verhalten von allein nicht wieder einstellen. Und wie er auch schreibt, ist es des Försters Job auch auf herumstreunde Hunde zu achten, aber bisher war der wohl immer nicht zum richtigen Zeitpunkt zugegen.

Auf jeden Fall gehören die Hunde ihrem derzeitigen Besitzer weggenommen und statt dessen in sachkundige Hände gegeben, wo man ihnen mit Geduld und Konsequenz das richtige Rudelgefüge beibringt.

Ich wünsch Euch viel Glück und schreib doch mal wie es weiter geht.

Grüße

Angelika

Hallo zusammen!

Ich würde dem Ordnungsamt mal einen Tip geben. Wenn die Hunde eindeutig zu identifizieren sind und eine eindeutige Gafahr für die öffentliche Sicherheit darstellen, dürfte es kein Problem sein, dagegen etwas zu unternehmen.

So long!

Michael

Hi Andreas,

ich würde alle beteiligten Behörden, also insbesondere Ordnungsamt und Polizei, über diese Vorfälle informieren und meine Sorgen bzgl. der Kinder zum Ausdruck bringen.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Behörden ihren Kopf in den Sand stecken und auf den nächsten Vorfall warten.

Gruß,
Francesco