Streunerei

Hallo

Ich habe ein schreckliches Problem. Mein Hund (ein Rüde; 2 Jahre alt; Berner-Sennenhund) läuft ständig
weg.

Wir haben um unser Gehöft einen ziemlich kleinen Zaun über den er mit Leichtigkeit herüberspringen
kann. Wir hatten schon einmal einen Stromzaun (Koppelzaun) herumgezogen, der hatte jedoch
Wechselstrom, so dass der Strom für einen kurzen Moment aus war. Ich weiß nicht, ob er das bewusst
ausnutzte, auf jeden Fall kam er immer noch ohne Probleme über Zaun und Stromzaun.

Die Ursachen für die Streunerei erklärten wir uns einerseits im Geschlechtstrieb anderseits in Langeweile.
Jedoch ging er recht selten beim Ausbüchsen zu Hündinninen. Es kommt zwar vor ist jedoch nicht die
Regel.

Wir machen ihn nun Zuhause nicht mehr lose und gehen dafür jeden Tag mit ihm Spazieren, gegen die
Langeweile, es kommt jedoch vor, dass er auch, wenn ich mit ihm wieder hier bin und ihn nur kurz aus
den Augen verliere, abhaut.

Beim Spaziergang verhält er sich unterschiedlich. Mal ist er immer in meiner Nähe und hört aufs Wort und
mal rennt er einfach los ignoriert alle Rufe und bleibt stundenlang weg.

Das hört sich alles sicherlich an wie ein Dominanzproblem, bloß wie beseitige ich das??
An der langen Leine und in einem abgegrenzten Raum hört er super nur in „Freier Wildbahn“ ist er
unberechenbar.

Ich würde mich über jeden Tipp freuen,
bitte helft mir und meinem Hund

Laura

Hallo Laura!

Also helfen kann ich Dir auch nicht. Aber ich kann mir vorstellen, wie nervtötend Deine Situation ist.

Die einzige Möglichkeit, die mir spontan einfällt wäre die Hundeschule. Man muß ja nicht gleich einen Kurs belegen, aber Tipps und Ratschläge haben die Experten dort bestimmt.

Gruß
Stefanie

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Hallo

Es gibt drei Gründe warum Rüden streunen
1: Hündinnen, Abhilfe in dieser Zeit an die Kette legen (Ich meine damit Einzäunen), oder Kastrieren kann auch helfen
2: Unterbeschäftigung -> beschäftige ihn den lieben langen Tag.
bzw. Lerne ihm z.B. etwas zu bewachen (Tips in der Hundeschule)
3: Fehlende Bindung zum Rudelführer -> Hundeschule, Apell

Allerdings sind diese Möglichkeiten halt Zeitaufwendig.
Es gilt auch hier erwische ihn ganz genau in dem Moment wo er abhauen will. Freue Dich riesig wenn er zurückkommt und verberge Deine Wut.
Ich hatte mal für ein paar Wochen den Dalmatiner meines Bruders
den konnte man hinsetzten, sich selber abwenden, auf fünf zählen und weg war er.

Heri

Hallo!
Dein Hund ist meiner Meinung nach auf jeden Fall unterfordert. Egal, wie groß sein Auslaufgehege ist, er langweilt sich! Ein Spaziergang am Tag (oder auch mehrere) nützen da nicht unbedingt viel! Du musst deinen Hund beschäftigen, er braucht eine Aufgabe. Spiel mit ihm, bring ihm was bei, üb was mit ihm. Wenn der Hund ausgelastet ist und regelmäßigen Auslauf hat, wird er nicht mehr (oder zumindest seltener) über den Zaun springen und auf Erkundungsgang gehen. Ansonsten schließe ich mich Heri an.
Galli

Hallo Laura,
Deine Beschreibung erinnert mich an das Verhalten meines Schäferhundes als er uns vor 5 Jahren zugelaufen war.
Damals war er auch ca. 2 Jahre alt und ist oft losgezogen.
Wir mussten ihn dann im ganzen Ort und Umgebung suchen und das war sehr nervenaufreibend.
Nach Beratung mit unserem Tierarzt haben wir ihn kastrieren lassen und seitdem ist nie mehr weggelaufen. Sein Verhalten hat sich nur in soweit geändert, dass er anhänglicher geworden ist, aber Jagd- und Spieltrieb sind nach wie vor unverändert.
Jetzt kann ich ihn sogar am offenen Grundstückstor sitzen lassen und er bleibt zu Hause - außer er sieht eine Katze zum Jagen oder einen anderen Hund zum Spielen. Aber selbst dann kommt er nach kurzer Zeit von allein zurück.

Viele Grüße
Hans

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