Hallo!
wahrscheinlichist es eher eine Statistikfrage aber ich versuche es trotzdem hier, denn ich muss es mit Access lösen. Vielleicht kenn sich einer aus:
Ich habe folgende Formel
N=Anzahl Stichproben
N=(1.96*Streuung(σ)/0,01*mittlerer Positionswert(ў))²
ich habe eine Reihe von z. B. 10 Werten (eigentlich viel mehr aber damit es hier passt) und möchte die Anzahl Stichproben errechnen nach dieser Formel. Ich kriege es nicht hin, weil ich nicht weiß,
- ob die Streuung die Varianz oder die Standardabweichung ist
- was der mittlerer Positionswert ist.
meine Accesstabelle enthält z. B. diese 10 Sätze:
19,00
20,00
23,00
24,00
26,00
26,00
27,00
27,00
27,00
28,50
Was ist da in diesem Beispiel die Streuung? was ist der mittlerer Positionswert und was ist die Anzahl Stichproben?
Vielen Dank im Voraus für die Hilfe
frenchcancan
Hallo!
Die Bezeichnungen „Streuung“ und „mittlere Wert“ haben keine feste Definition. Glücklicherweise hast du aber Symbole angegeben, und für die gibt es eine festgelegte Bedeutung:
N=(1.96*Streuung(σ)/0,01*mittlerer
σ ist „Sigma“ und steht für die Standardabweichung.
σ² ist die Varianz.
Ich nehme außerdem an, dass ў ein y mit einem Balken darüber sein soll. In diesem Falle steht das üblicherweise für den arithmetischen Mittelwert.
LG
jochen
Nachfrage
Hallo!
Vielen Dank für deine schnelle Antwort. JA, der y sollte einen BAlken haben.
Würdes es dir etwas ausmachen. mit den gegebenen Werten den Wert der Anzahl Stichprobe zu rechnen?
Ich komme immer auf sehr hohe Werte, noch höher als die Anzahl Artikeln überhaupt in der Liste. Das kann nicht sein. Es müsste immer bei 20-50 liegen. Ich habe ca. 1474 Sätze von 20-50 Euros. Mittelwert ist ca. 32,55 Euros. Standardabweichung 9,70
DAs ergint doch nach der Formel
N=((1,96*32,55)/(0,01*32,55))² = (19,01/0,32)² = 3411, also mehr als die Anzahl Artikeln. das kann doch nicht sein. Oder was rechen ich da falsch.
Vielen Dank für deine Hilfe. Es ist der letzte Schritt, der mir fehlt!
Gruß
frenchcancan
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Hallo,
bei der Ermittlung der Stichprobengröße gibst du ja vor, wie sicher du eine gegebenen Abweichung finden willst.
Der nötige Stichprobenumfang steigt logischerweise:
- mit der Größe der Sicherheit
- mit der Varianz (bzw. der Standardabweichung)
- mit kleinerwerdenden Abweichungen
Die Größe der Sicherheit ist hier mit 95% gewählt (dieses 1.96 gibt das vor). Die Standardabweichung ist 9,7 und die gegebene Abweichung, die gefunden werden soll, ist wohl 1% des Mittelwertes (hier: 0,3255). Die Standardabweichung ist riesig im Vergleich zur gegebenen Abweichung. Daher wirst du gewaltig viele Werte in der Stichprobe brauchen, um die gewünschte Sicherheit von 95% zu erreichen.
Vielleicht sind die Angaben falsch. Beispiel: Wenn die gegebene Abweichung 10% vom Mittelwert betragen soll, dann wäre der nötige Stichprobenumfang nur 35.
LG
Jochen
OK
Ok, vielen Dank!
Gibt es Richtlinien oder kannst du aus Erfahrung schätzen, ob es realistisch ist, 32 Stichproben aus 1400 Artikeln bei einer solchen Streuung?
Mir kam nur spanisch vor, das die Anzahl Stichproben manchmal die Anzahl Artikeln übersteigt, deswegen dachte ich, dass die Formel, die ich gefunden habe vielleicht falsch ist.
Ich werde vielleicht die Abweichung vom Mittelwert erhöhen und 5% statt 1% nehmen, damit es weniger sind. Habe aber keine Erfahrung, deswegen hoffte ich, dass du einen Fehler in der Formel siehst.
Vielen Dank für die Hilfe,
frenchcancan
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo,
Du verwirrst mich schon einigermaßen…
Gibt es Richtlinien oder kannst du aus Erfahrung schätzen, ob
es realistisch ist, 32 Stichproben aus 1400 Artikeln bei einer
solchen Streuung?
Warum 32 Stichproben? Reicht denn nicht eine Stichprobe? Was willst du anhand von 32 Stichproben zeigen?
Mir kam nur spanisch vor, das die Anzahl Stichproben manchmal
die Anzahl Artikeln übersteigt, deswegen dachte ich, dass die
Formel, die ich gefunden habe vielleicht falsch ist.
Hast du eine endliche Grundgesamtheit? Also, willst du anhand der Stichprobe(n) eine Aussage über diese konkrete endliche Grundgesamtheit treffen oder willst du eine generelle Aussage über eine im Prinzip unendliche Grundgesamtheit treffen?
Die von Dir angeführte Formel bezieht sich auf eine UNENDLICHE Grundgesamtheit. Es ist doch vollkommen klar, dass man bei einer gegebenen ENDLICHEN Grundgesamtheit eine 100%ige Sicherheit in allen Aussagen erreicht, wenn man eben alle Werte kennt. Das ist dann keine inferentielle Statistik mehr, sondern „nur“ eine deskriptive Statistik, mit der netten Gewissheit, dass die Beschreibungen tatsächlich absolut korrekt sind und keinen Stichprobenfehler enthalten.
Ich werde vielleicht die Abweichung vom Mittelwert erhöhen und
5% statt 1% nehmen, damit es weniger sind. Habe aber keine
Erfahrung, deswegen hoffte ich, dass du einen Fehler in der
Formel siehst.
Diese Erfahrung hat nix mit Statistik zu tun. Dem Statistiker ist doch egal, ob der Experte 99%ige, 95%ige oder 68%ige oder sonsteine Sicherheit will. Das sind Vorgaben, die der Experte macht (also Du). Das hat mit Statistik nichts zu tun. Statistik liefert dann nur die Rechenvorschriften, wie man anhand den vorgegebenen „Wünsche“ zB. den nötigen Stichprobenumfang berechnet.
LG
Jochen