Hallo!
Hier mal eine Frage, die mich seit langem beschäftigt.
Wieso fließt der Strom in der Physik von - nach + und in der Technik von + nach - ? Ich verstehe das nicht und hoffe endlich mal eine Antwort darauf zu bekommen!
Vielen Dank =)
Hallo!
Hier mal eine Frage, die mich seit langem beschäftigt.
Wieso fließt der Strom in der Physik von - nach + und in der Technik von + nach - ? Ich verstehe das nicht und hoffe endlich mal eine Antwort darauf zu bekommen!
Vielen Dank =)
Hi Maren,
die technische Stromrichtung ist eine willkürliche Festlegung, auf irgend etwas musste man sich ja einigen, wenn man über Strom sprechen wollte. Wenn Strom als Bewegung der Elektronen verstanden wird, was erst viel später entdeckt wurde, dann lässt man den Strom von Minus nach Plus fließen. Plus und Minus sind letztlich ja auch völlig willkürliche Bezeichnungen.
Gruß Ralf
Huhu!
Irgend so ein Knilch (entweder Volta oder Faraday, bin gerade nicht sicher), haben Experimente mit Strom gemacht, lange bevor überhaupt daran gedacht wurde, das Elektronen existieren.
Dabei wurde festgestellt, das es zwei Pole in Stromkreisen gibt, immer, und die wurden dann halt „+“ und „-“ genannt.
Als dann Elektronen entdeckt wurden, waren die gewählten Bezeichnungen plötzlich unlogisch - es ist schließlich nicht sehr schlüßig, die Seite auf der MEHR Teilchen sind „minus“ zu nennen, und die Seite auf der WENIGER sind, „plus“.
Deshalb werden die Ladungen von Elektronen auch „negativ“ genannt.
Die Konvention der Techniker, den Pol, an dem mehr Teilchen sind „plus“ zu nennen ist viel jünger, und stammt aus der Zeit nach der Entdeckung der Elektronen.
Allerdings sind Naturwissenschaftler eher traditionelle Leute, darum benutzt man in der Wissenschaft (Physik) immer noch die alte Konvention, auch wenn sie inzwischen nicht mehr schlüßig ist, bzw. nur in der Logik dieses alten Bezugssystems logisch sind.
(Am Minuspol sind halt mehr Elektronen, darum ist er negativ geladen.)
Ich hoffe, dir geholfen zu haben,
Scrabz aka Philipp (aka Drache).
ergänzung
hallo maren,
wie bereits gesagt, die fliessrichtung des stromes ist konvention:
Wieso fließt der Strom in der Physik von - nach + und in der
Technik von + nach - ? Ich verstehe das nicht und hoffe
endlich mal eine Antwort darauf zu bekommen!
…sprich: da gibt es nichts zu verstehen…höchstens so viel als dass die definition der stromrichtung i.d. physik einem ladungstransport durch negativ geladenen teilchen entspricht (oder zumindest der NETTO-ladungstransport) und in der technik durch positiv geladenen teilchen.
am ende des ladungstransports (= am ende des tages…
ists nämlich egal, ob ein - teilchen in die +x (zb.) richtung gelaufen ist oder ein + teilchen in die -x richtung. beides ist äquivalent und für dich als normaler (batterie-)benutzer nicht unterscheidbar.
wenn es dich interssiert, dann google mal nach der beschreibung von stromtransport in metallen (das meintest du wahrscheinlich) in der qunatenmechanik…das interessnte ist, dass in eiem perfekten metall-gitter (also alles ganz regelmässig, keine fehlstellen, kein atom da, wo es nicht hingehört…) die elektronen im konstanten! (= keine wechselspannung) el. feld hin- und herlaufen, sprich eine zyklische bewegung machen (würden…denn, wie gesagt: alles ideal & unnatürlich). erst die fehlstellen im metall sorgen für die streuung der elektronen und damit für den effektiven ladungstransport.
danke für die frage - das fand ich ‚damals‘ auch alles sehr interessant…hoffentlich habe ich mich korrekt erinnert
hth,
stefan
Hallo!
Das meiste wurde ja hierzu schon gesagt.
Die Konvention, dass Elektronen negativ sind, kam meines Wissens daher: Wenn man an eine Elektrolytlösung eine Spannung anschließt - z. B. an eine Kupfersulfat-Lösung - so beobachtet man, dass sich an der Katode ein Kupferniederschlag bildet. Die ursprüngliche Interpretation lautete: Kupferteilchen bewegen sich durch die Lösung und Transportieren Ladung von einem zum anderen Pol, sagen wir von „+“ nach „-“. (Dass sich freilich auch Sulfationen in die andere Richtung bewegen, war auf den ersten Blick nicht so offensichtlich).
Hat man sich einmal festgelegt, dann hängt unglaublich viel dran:
Die zugegeben unglückliche Definition konnte man einfach nicht mehr rückgängig machen, ohne ein heilloses Durcheinander zu stiften.
Übrigens gibt es keine „physikalische Stromrichtung“. Manche Physik-Lehrer verwenden in ihrem Unterricht die Elektronenstromrichtung, weil sie die Wirklichkeit besser beschreibt als die „technische Stromrichtung“. Allerdings arbeiten Physiker (also Wissenschaftler) auch mit der technischen Stromrichtung. Sämtliche elektronischen Bauteile, die eine Stromrichtung angeben (Diode, bipolarer Transistor, …) beziehen sich auf die technische Stromrichtung.
Nur ein einziges Mal hat man (meines Wissens) die Sache vertauscht: Früher war der lange Strich am Schaltsymbol der Batterie der Minus-Pol, heute ist damit der Pluspol gemeint. Warum auch immer…
Michael
Huhu!
Netter Artikel - wenn du ihn früher geschrieben hättest, hätte ich gar nicht erst geantwortet - genau darauf wollte ich hinaus, und hab nicht die richtigen Worte gefunden.
Viele Grüße!
Scrabz aka Philipp (aka Drache).
huhu!
Vielen Dank für eure Antworten =)
Ihr habt mir wirklich sehr weiter geholfen und bin jetzt um einiges klüger 
bye bye