Hallo Experten,
ich hatte gestern eine unangenehme Begegnung mit der Netzspannung. Und obwohl ich im Obergeschoß des Hauses auf OSB-Platten stand, die wiederum auf Holzbalken befestigt sind, war die Berührung ziemlich schmerzhaft. Eigentlich hätte ich gar nichts fühlen dürfen.
Habe dann etwas später die Platten mal elektrisch getestet - Widerstand unendlich, nicht nur bei 3 V vom Meßgerät, auch bei 230 V kein Strom meßbar.
Kapazitiv kann ich mir auch nicht vorstellen, bei nur 50 Hz drei Meter überm Erdboden.
Habe noch keine Idee.
Fällt Euch da was ein?
Hallo,
ein Messgerät hat in aller Regel eine Tastspitze, also einen punktförmigen Kontakt und damit eine sehr kleine Kontaktfläche. Deine Füße dagegen haben eine große Fläche und damit einen wesentlich geringeren Übergangswiderstand.
Zusätzlich kommt noch evt. vorhandene Feuchtigkeit hinzu, zumindest, wenn Du barfuß bist (in diesem Fall aber wohl nicht). Es kann aber trotzdem Feuchtigkeit eine Rolle gespielt haben, die mittlerweile nicht mehr vorhanden ist.
Und schließlich gäbe es noch die (unwahrscheinliche) Möglichkeit, dass Du auf einen geerdeten Nagel oder Schraube getreten bist.
Eins aber ist sicher: man sollte nichtmal mit isolierten Schuhen an Netzspannung fassen. Strom kann man einfach nicht trauen, wie Du jetzt selber gesehen hast. Das ist der Grund dafür, dass man immer mindestens doppelte Sicherheit vorsieht. Eine Netzleitung ist z.B. immer zweifach isoliert. Und trotz (angeblich) nichtleitendem Schuhwerk und Fußboden schaltet man mittels Sicherung den Stromkreis ab, bevor man dran bastelt.
Gruß
loderunner
Wenn es danna uch nicht gleich tödlich ist kann es durchaus schmerzhaft sein.
Evtl falls Herz oder Kopf betroffen dennoch tödlich, auch wenn die nätigen 30-50 mA nicht gegeben sind.
Um Muskel verkrampfen oder flimmern zu lassen reicht es allemal.
Isolation wird übrigens mit 500 bzw. 1000 Volt gemessen.
Nicht mit einen normalen Ohmmeter.
Grüsse
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wo hast Du denn „das Elektrische“ gefühlt? Kann es sein, dass da gar nichts über die Beine und Füße abgeleitet wurde, sondern lediglich z. B. von dem einen Draht wenige mm oder cm zum nächsten innerhalb der Hand geflossen ist? Oder von der einen Hand über den Körper in die Andere? Hast Du’s in den Beinen richtig heftig gefühlt?
Grüße
Uwe
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wo hast Du denn „das Elektrische“ gefühlt? Kann es sein, dass
da gar nichts über die Beine und Füße abgeleitet wurde,
sondern lediglich z. B. von dem einen Draht wenige mm oder cm
zum nächsten innerhalb der Hand geflossen ist? Oder von der
einen Hand über den Körper in die Andere? Hast Du’s in den
Beinen richtig heftig gefühlt?
Grüße
Uwe
Hallo,
„das Elektrische“ habe ich in der linken Hand bis rauf zur Schulter „gefühlt“. Dabei lag der Draht, also nur der eine, nur ganz locker auf dem Zeigefinger. War ja nur Zufall, kein festes Anfassen.
Werde solche schmerzhaften Spiele künftig vermeiden, na ja, jedenfalls versuchen ;o)
deine Arbeitsumgebung war nicht so isoliert, wie du geglaubt hast (siehe auch andere Antworten)
deine Arbeitsumgebung war isoliet und du elektrostatisch geladen. Beim Berühren der Leitung hast du dich dann entladen. Bei einigen kV „Ladespannung“ macht’s dann auch keinen signifikanten Unterschied mehr, ob du dich gegen Phase, Null- oder PE-Leiter entlädst …
Dabei fällt mir noch eine dritte Möglichkeit ein: Kombination aus 1 und 2 …
Gruß
peherr
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Jetzt wo ich es ein 2. mal durchlese. Wie kommt es den das du an unter Spannung stehenden teilen montierst?
Ich muss grad lachen.
Hoffe du verzeihst mir das direkte, aber beschwuert muss man den sein
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