habe eben in einem Artikel etwas gelesen was mich stutzig gemacht hat.
„…eine induktiv arbeitende Ladestation für einen Defibrillator entwickelt. Aufgrund der Übertragung des Stromes durch die Luft entfallen Stromkabel und Steckkontakte,…“
Seit wann wird Strom durch die Luft übertragen?
Kann mir das vielleicht jemand erklären?
nicht durch die Luft, sonderun durch Induktion.
Bsp. elektrische Zahnbürsten. Die sind außen aus Plastik
und das leitet bekanntermaßen keinen Strom.
Das heißt im Ladegerät ist eine stromdurchflossene Spule,
die ein Magnetfeld erzeugt.
Ein paar mm weiter befindet sich dann in der Zahnbürste wiederum
eine Spule und das Magnetfeld induziert in dieser Spule dann wieder
einen Strom, mit dem dann der Akku geladen wird.
Das mit der Zahnbürste erscheint mir ja noch nachvollziehbar.
Aber bei einem Defibrilator?
So Größenverhältnismäßig und an die benötigte „Strommenge“ bzw. Spannung erscheint mir das nicht so recht klar.
Ich werde mich am Wochenende nochmal näher damit beschäftigen.
Worum geht es denn in dem Artikel über die Ladestation einen „Defibrilators“,also eines Notfallgerätes zur Schockabgabe bei Patienten mit Herzstillstand oder Kammerflimmern?
Es sollen wohl die internen Akkus des Gerätes aufgeladen werden,falls es nicht sowieso mit Batterien bestückt ist.
Da braucht doch kein besonders hoher Ladestrom fließen,der ist schon mit dem bei einer „kabellosen“ Zahnbürste zu vergleichen.
Allerdings halte ich es für unnötig,solche Geräte mit Akkus zu versorgen. Man braucht einen Stromanschluß am Montageplatz.
Wozu ?
Die Geräte werden regelmäßig gewartet und die Batterien halten m.E. mind. 1 Jahr und länger die Bereitschaft aufrecht. So ein Gerät hat doch keinen besonders hohen Stromverbrauch,einen Ruheverbrauch gibt es nicht(nur Selbstentladung).
Die hohe Spannung zur Elektroschockabgabe erzeugt ein eingebauter Spannungswandler aus einer kleinen Batterie. Das verwechselst Du wohl.
Einen Netzanschluß braucht es doch gerade nicht,damit man ihn überall verwenden kann.
Bei dieser Artikelbeschreibung ist der Ausdruck „Strom über die Luft“ etwas unglücklich gewählt und deshalb verwirrend.
Die Induktion funktioniert auch im Vakuum, also ohne Luft, da diese durch EM-Wellen (Elektromagnetisch) übertragen wird und kein Gasförmiges Medium benötigt.
„…eine induktiv arbeitende Ladestation für einen
Defibrillator entwickelt. Aufgrund der Übertragung des Stromes
durch die Luft entfallen Stromkabel und Steckkontakte,…“
tja so ist das wenn elektrotechnische Laien etwas über „Strom“ schreiben
bei uns im Landkreis wurden um 1998 rum die Hochspannungsleitungen (380KV) aus Kupfer durch Lichtwellenleiter ersetzt…sofern man einem Artikel in der Lokalpresse Glauben schenken darf…
…tatsächlich wurden nur die Leitungen für die Datenübertragung durch LWL ersetzt…
klar wird Strom über die Luft übertragen, nennt man Lichtbogen.
Technische Anwendungen sind beispielsweise Lichtbogenöfen, Lichtbogenlampen oder auch bein (Elektro-)Schweißen.
Natürliches Vorkommnis als Blitz beim Gewitter.
Ok, beim Aufladen eines Defibrilators eher nicht so optimal … *SCNR*
Da macht sich dann die bereits von anderen beschriebene induktive Übertragung besser.