Stromabrechnung Nebenkosten

Liebe Experten,

folgendes Problem: Ich bin seit drei Jahren Mieterin eines kleinen Hauses (60 qm). Ursprünglich waren mein kleines Haus und das Nachbarhaus ca. 160 qm von einem Besitzer erbaut wurden.
Das Haus, indem ich jetzt wohne, war als Gästehaus gedacht. Ich kann bei mir nur Wasser ablesen. Der Stromzähler befindet sich im großen Haus, dessen Besitzer mich nicht an den Zähler lassen, weil sie das bisher immer selber abgelesen haben und die Daten zusammen mit ihren an den Stromanbieter durchgegeben haben. Soweit Ok. Sind nette Leute, hat bisher geklappt, warum also nicht. Im ersten Jahr ging das gut. Im zweiten Jahr erhielt ich einen Anruf, ob ich überhaupt in dem Haus geheizt habe (Heizung läuft über Strom). Mein Verbrauch sei extrem niedrig. Ich versprach das nachzuprüfen. Meine Nachbarn ließen mich jedoch nicht in den Keller und versprachen sich darum zu kümmern. Daraufhin habe ich den Stromanbieter angerufen und gebeten, sie sollten jem. schicken, der den Strom ablesen sollte, da man mir den Zugang zu meinem Stromzähler verweigerte. Es endete damit, dass ich eine Rückzahlung von 1000.- € erhielt, ich extrem runter gestuft wurde, was ich ablehnte und freiwillig einen höheren monatlichen Betrag mit den Stromanbieter vereinbarte. Leider habe ich über diesen Vorgang nichts schriftliches. In diesem Jahr schickten die Stromanbieter einen Ableser, dem das Betreten des Kellers verweigert wurde. Ich war zufällig zu Hause.
Wieder Anrufe bei dem Stromanbieter. Sie versprachen noch einmal einen zu schicken. Nun bekam ich meine Endabrechnung. Ergebnis, 2000.- € Nachzahlung. Auf Nachfrage hieß es, da wurde wohl letztes Jahr die Zahlen falsch durchgeben. Dieses Mal haben wir jemanden geschickt Meine Frage, ist das rechtens? Abgesehen davon werde ich in Zukunf auf meine Recht beharren, meinen Stromzähler ablesen zu können. Die Nachbarn sind zurzeit im Uraub. Meine Vermieterin einzuschalten bringt auch nichts.

Ich weiß nicht, ob ich diese Summe zahlen soll, oder ersteinmal Einspruch einlegen? Kennt sich jemand mit der rechtlichen Seite aus? Für baldige Antworten wäre ich sehr dankbar

Beste Grüße
wellkom

Tja, das ist eine seltsame Geschichte. Ich würde damit mal zur Verbraucherzentrale gehen. Aber vermutlich wirst du erstmal zahlen müssen. Es ist nunmal DEINE Pflicht dem Stromanbieter die korrekten Verbrauchszahlen anzugeben, bzw. sie ablesen zu lassen. Denn DU hast ja den Vertrag mit ihnen.Darauf werden sie sich berufen.Wenn dies nicht möglich ist wird der Verbrauch geschätzt. Wie du nun den Zugang zum Zähler erzwingst, weiß ich nun auch nicht, tut mir Leid.
Viel Glück!

Hi,

rein rechtlich kann ich dazu leider überhaupt nichts sagen, aber es scheint wohl so, dass die Ablesung des vorletzten Jahres falsch war.

Wenn ich die Anfrage richtig verstehe, haben sie einen eigenen Zähler, der jedoch im Haus des Nachbarn untergebracht ist. In diesem Fall würde ich meinen Netzbetreiber(!!), (nicht den Händler, also z.B. Yello, oder e-wie-einfach) anrufen und ihn um die Zählerstände der letzten Jahre bitten. Daraus wäre dann ersichtlich, ob bei der Rechnung mit der Gutschrift ein viel zu geringer Zählerstand zur Abrechnung kam.
Beispiel:
2009 10.000 kWh
2010 5.000 kWh
2011 15.000 kwh

daraus wäre ersichtlich, dass im Vorjahr zuwenig abgerechnet wurde.

mfG

Robert

P.S.: habe lange bei einem Energieversorger gearbeitet, kann deshalb, was die Praxis betrifft gerne weiterhelfen, jedoch nie in rechtlichen Dingen.

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