Stromanbieterwechsel?

Hallo,
ich habe meine Stormjahresabrechnung bekommen und bin Sauer das ich soviel nachbezahlen soll obwohl ich weniger Verbrauche. Nun habe ich mich im Internet auf die Suche nach Billigern Storm gemacht aber mir kommen immer immer mehr Fragen auf. Was ist zu Beachten beim wegseln bzw hat jemand gute tips was man NICHT machen sollte?

Titel berichtigt (MOD)

Hallo,
ich habe meine Stormjahresabrechnung bekommen und bin Sauer
das ich soviel nachbezahlen soll obwohl ich weniger
Verbrauche.

Kann ja nicht sein. Außer der Tarif wurde erhöht.
Hast du geprüft, ob die Zählerstandsangaben stimmen? Nicht dass da einfach nur was berechnet wurde.

Was ist zu Beachten beim wegseln bzw hat jemand
gute tips was man NICHT machen sollte?

Was man nicht machen sollte: Konventionellen Strom bestellen. Richtiger Ökostrom ist teilweise nicht mal teurer und man hat so die Möglichkeit, mit minimalem Aufwand (auch finanziell) so viel gutes zu tun. Sollte sich schließlich herumgesprochen haben, dass der Klimawandel vermutlich kein Hirngespinst ist.

Hallo

Was man nicht machen sollte: Konventionellen Strom bestellen.
Richtiger Ökostrom ist teilweise nicht mal teurer und man hat
so die Möglichkeit, mit minimalem Aufwand (auch finanziell) so
viel gutes zu tun. Sollte sich schließlich herumgesprochen
haben, dass der Klimawandel vermutlich kein Hirngespinst ist.

Das wäre aber mal eine Grundsatzfrage. Wem tut man denn „so viel gutes“? Wem nützt der Verbrauch von Ökostrom? Woher kommt denn der Ökostrom? Wo floss er denn bisher hin?

Diese Ökostromwerbung ist eine Marketingkampagne der Stromkonzerne. Es wird keine kw Stunde mehr Ökostrom produziert wenn eine Million Kw/stunden Ökostrom verkauft werden. Schliesslich produzieren die Wasserkraftwerke und andere regenerativen Erzeuger ständig Strom. Der wird laufend in das Netz eingespeist, die höheren Produktionskosten werden bereits im Strommix berücksichtigt. Dadurch erhöhen sich die Kosten um einige Cent pro kw/h bei „normalem“ Strom.

Erzeugerpreise aus dem Gedächtnis, kann mich aber täuschen. Atomstrom 3-7 Cent/kwh, Wasserkraft 9 - 20 Cent/kwh, Solarenergie über 40 Cent/kwh.

Die Stromerzeugung aus regenerativen Quellen ist also durch Quersubventionen bereits kostendeckend. Ein wirtschaftlicher Betrieb nur durch den Verkauf von Ökostrom ist derzeit nicht möglich. Anders ausgedrückt, jeder bezahlt bereits die Produktion von Ökostrom mit.

Die Stromerzeuger sollten besser in die Leitungstechnik investieren, denn nur dadurch kann Ökostrom wirtschaftlich erzeugt und genutzt werden. Also z.B. Solarenergie aus der Sahara, Windenergie auf dem Meer, Erdwärme usw. Die Produktion von Solarstrom aus den heissen Wüstengürteln scheitert an den langen Leitungswegen und nicht zuletzt an dem billigen Öl.

Gruss vonsales

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Morgen!

Wem tut man denn „so viel gutes“?

Der Umwelt und somit mir und dir und uns allen!

Wem nützt der Verbrauch von Ökostrom?

Weniger Schadstoffe in den Himmel pusten oder unter die Erde schaffen
und damit nützt es dir und mir und ganz sicher unserern Nachfolgern.

Woher kommt denn der Ökostrom?

Verschieden, Photovoltaik, Wind, Wasser, Gezeiten, Bioanlagen, etc.

Wo floss er denn bisher hin?

Er war nicht da, z.B werden Windräder aus dem Wind gedreht wenn der
Strom nicht abgenommen wird!

Diese Ökostromwerbung ist eine Marketingkampagne der Stromkonzerne.

Ganz sicher nicht, denn die wollen keine Veränderungen, sie verdienen
doch gut so wie es ist.

Es wird keine kw Stunde mehr Ökostrom
produziert wenn eine Million Kw/stunden Ökostrom verkauft
werden.

Kannst du das mal belegen?

Schliesslich produzieren die Wasserkraftwerke und
andere regenerativen Erzeuger ständig Strom. Der wird laufend
in das Netz eingespeist, die höheren Produktionskosten werden
bereits im Strommix berücksichtigt. Dadurch erhöhen sich die
Kosten um einige Cent pro kw/h bei „normalem“ Strom.

Im Prinzip hast du Recht aber du weißt auch das Photovoltaikstrom
schon mal günstiger war wie Strommix an der Strombörse Dresden.
Wer erhöht dann welche Preise?
Wenn die Kunden die Lieferanten nicht zwingen werden die
Stromerzeuger einen Teufel tun und munter weiter Milliarden scheffeln.

Erzeugerpreise aus dem Gedächtnis, kann mich aber täuschen.
Atomstrom 3-7 Cent/kwh, Wasserkraft 9 - 20 Cent/kwh,
Solarenergie über 40 Cent/kwh.

Du irrst gewaltig!

Die Stromerzeugung aus regenerativen Quellen ist also durch
Quersubventionen bereits kostendeckend. Ein wirtschaftlicher
Betrieb nur durch den Verkauf von Ökostrom ist derzeit nicht
möglich.

Sagt wer? Kannst du das mal vorrechnen? Und berechne bitte mit
was die Entsorgung von Atommüll kostet und was es unsere Nachfolger
kosten wird strahlende Salzbergwerke zu renovieren.

Anders ausgedrückt, jeder bezahlt bereits die Produktion von :Ökostrom mit.

Nein nur einen gewissen Anteil, er zahlt allerdings wohl die
Entwicklung neuer Technologien mit, da die Stromerzeuger dies
nicht in genügendem Maße tun.

Die Stromerzeuger sollten besser in die Leitungstechnik
investieren, denn nur dadurch kann Ökostrom wirtschaftlich
erzeugt und genutzt werden.

Das ist aber gerade das was sie im Moment abstoßen da unwirtschaftlich
für sie. Damit ist halt im 1. Halbjahr kein Profit nach Steuern von
2 (in Worten zwei) Milliarden Euro möglich (Zahlen eines bekannten
Stromerzeugers).

Also z.B. Solarenergie aus der
Sahara, Windenergie auf dem Meer, Erdwärme usw. Die Produktion
von Solarstrom aus den heissen Wüstengürteln scheitert an den
langen Leitungswegen und nicht zuletzt an dem billigen Öl.

Das ist die zweite Hürde wenn wir die erste erstmal anpacken würden.

Gruß
Stefan

Hallo

hört sich irgendwie nach Stammtisch an.

Diese Ökostromwerbung ist eine Marketingkampagne der
Stromkonzerne. Es wird keine kw Stunde mehr Ökostrom
produziert wenn eine Million Kw/stunden Ökostrom verkauft
werden.

Hast Du Dich mal über die Bedingungen z.B. des OK-Power-Labels informiert?
Mindestens ein Drittel der erzeugten Ökostrommenge muss in Anlagen produziert werden, die nicht älter als 6 Jahre sind, ein weiteres Drittel in Anlagen nicht älter als 12 Jahre.
Das geht nur, wenn laufend in bestehende Anlagen investiert und neue Anlagen gebaut werden. Und das passiert umso mehr je mehr Kunden es für diesen Strom gibt.

Schliesslich produzieren die Wasserkraftwerke und
andere regenerativen Erzeuger ständig Strom. Der wird laufend
in das Netz eingespeist, die höheren Produktionskosten werden
bereits im Strommix berücksichtigt. Dadurch erhöhen sich die
Kosten um einige Cent pro kw/h bei „normalem“ Strom.

Es geht auch nicht um den Betrieb existierender Kraftwerke sondern um die Investition in Neuanlagen und die Modernisierung bestehender Anlagen. Das passiert nur, wenn es sich für den ANbieter lohnt genauer: wenn es Kunden dafür gibt.

Ein wirtschaftlicher
Betrieb nur durch den Verkauf von Ökostrom ist derzeit nicht
möglich.

Wie halten sich dann Firmen wie Lichtblick über Wasser?

In einem gebe ich Dir aber recht: Von einem der großen Konzerne würde ich auch keinen Ökostrom beziehen.

Gruß, Niels

Erzeugerpreise aus dem Gedächtnis, kann mich aber täuschen.
Atomstrom 3-7 Cent/kwh,

Falsch!
Atomstrom ist massiv subventioniert und damit letztendlich vom Steuerzahler finanziert. Es kann doch nicht sein, dass der Staat Forschungsreaktoren, Risiken, Endlagerung und Castortransporte bezahlt…das ist aber der Fall!
http://www.eurosolar.de/de/index.php?option=com_cont…
AKW-Betreiber müssen Risiken nur bis zu einer Deckung von 2,5 Mrd. Euro versichern. Die Kosten eines GAUs werden aber auf 5.000 Mrd Euro geschätzt! Das heißt der Rest der Kosten trüge der Staat. Müssten die Betreiber alle Risiken selber tragen und entsprechend versichern würden die Kosten für die Kilowattstunde Atomstrom um 21 bis 50 Cent steigen! Und das ist nur ein Aspket wo der Staat massiv subventioniert. Du merkst also, dass die realen Kosten für Atomkraft um ein vielfaches höher sind.

Hallo,
wir haben vor 5 Jahren auch unseren Stromanbieter gewechselt - aber im Vordergrund stand nicht nur der Preis.
Wir wollten

  • nicht weiterhin Atomstrom beziehen
  • aktuelle Gorlebendiskussion sowie der abgesoffene Schacht Konrad
    gibt uns jetzt Recht
  • irgend etwas tun, um den Großkonzernen, die beliebig an der Preisschraube drehen können etwas entgegenzusetzen

Gerade beim Strom kann jeder durch die Art der Erzeugung mit relativ kleinem finaziellen Aufwand unheimlich viel für z.B. den Klimaschutz erreichen.