Stromanschluß Steckdose

Hi,

habe heute beim Rekonstruieren einer Steckerabdeckung, die wegen einer Baumaßnahme demontiert war (oder auf Deutsch: hab das Plastikteil auf ne Dose aufgeschraubt) festgestellt, daß der blau-gelbe Draht auf einen Pol mit draufgeklemmt war (sollte der nicht normalerweise an den Klammern anliegen?).

Jetzt frag’ ich mich ob das gefährlich (oder normal) ist.
Ich kenne auch den Spruch: das hat man früher so gemacht, daß man das zusammenklemmt.

Aber wie ist das, wenn eine andere Steckdose im Haus „normal“ angeschlossen ist (blau-gelb auf den Klammern)? Hat die dann nicht Strom auf den „Klammern“ (Erdung)?

Zur Erläuterung: ich mach nix mit Strom, hab aber so einen Schraubenzieher, der leuchtet, wenn man ihn in die Steckdose steckt. Kann man damit prüfen, ob der blau-gelbe Draht auf dem richtigen Kabel liegt.

Zu der Warnung, die jetzt sicher kommt: ein Elektriker wird sich die ganze Elektroinstallation mal ansehen, aber ich weiß leider nicht wann. Solange müßten wir mit dem gegebenen Zustand leben und auch diverse Dinge handwerkeln (bohren, schleifen u.ä.) - komischerweise hat noch keiner von den Handwerkern, die schon da waren und Hiltis und ähnlich schweres Gerät angeschlossen haben eine gewischt gekriegt :wink:))

Und auch, die, die vorher drin gewohnt haben hatten alle andere Todesursachen…(und der Stecker ist dem Aussehen nach in den letzten ca 50 Jahren noch nicht gewechselt/demontiert worden).

Viele Grüße
HylTox

Hi,

habe heute beim Rekonstruieren einer Steckerabdeckung, die
wegen einer Baumaßnahme demontiert war (oder auf Deutsch: hab
das Plastikteil auf ne Dose aufgeschraubt) festgestellt, daß
der blau-gelbe Draht auf einen Pol mit draufgeklemmt war
(sollte der nicht normalerweise an den Klammern anliegen?).

die schutzerde (pe). und ja, sollte an den „klammern“ anliegen.

Jetzt frag’ ich mich ob das gefährlich (oder normal) ist.
Ich kenne auch den Spruch: das hat man früher so gemacht, daß
man das zusammenklemmt.

naja, gefährlich im normalfall halt nicht. zumindest nicht, solange alles andere in ordnung ist

Aber wie ist das, wenn eine andere Steckdose im Haus „normal“
angeschlossen ist (blau-gelb auf den Klammern)? Hat die dann
nicht Strom auf den „Klammern“ (Erdung)?

ja, im prinzip schon. allerdings ist grundsätzlich auch pe als rückleiter benutzbar. und da das potential von den pe-klammern dem umgebungspotential entspricht (besser: entsprechen sollte), kann eigentlich kein strom fliessen. allerdings umgeht man damit den (in diesem fall vermutlich garnicht vorhandenen) fi-schalter.

Zur Erläuterung: ich mach nix mit Strom, hab aber so einen
Schraubenzieher, der leuchtet, wenn man ihn in die Steckdose
steckt. Kann man damit prüfen, ob der blau-gelbe Draht auf dem
richtigen Kabel liegt.

mit 'nem phasenprüfer kannst du nur den leiter erkennen (leuchtet nur am leiter, nicht am nichtleiter). wenn die schutzerde da drauf liegt, dann hättest du das aber schon anders gemerkt…

Zu der Warnung, die jetzt sicher kommt: ein Elektriker wird
sich die ganze Elektroinstallation mal ansehen, aber ich weiß
leider nicht wann. Solange müßten wir mit dem gegebenen
Zustand leben und auch diverse Dinge handwerkeln (bohren,
schleifen u.ä.) - komischerweise hat noch keiner von den
Handwerkern, die schon da waren und Hiltis und ähnlich
schweres Gerät angeschlossen haben eine gewischt gekriegt
:wink:))

wie gesagt: solange alle geräte intakt sind - kein problem…

Und auch, die, die vorher drin gewohnt haben hatten alle
andere Todesursachen…(und der Stecker ist dem Aussehen nach
in den letzten ca 50 Jahren noch nicht gewechselt/demontiert
worden).

dass es funktioniert, zeigt eigentlich nur, dass kein fi-schalter eingebaut ist (funktionsweise mal googlen!) oder der eingebaute nicht funktioniert. das ist aber in eigentlich allen modernen elektroinstallationen integriert. vielleicht sollte man das mal von einem elektriker nachrüsten lassen? dürfte nicht all zu teuer sein, aber lohnt sich auf jeden fall! ok, man muss natürlich sicherstellen, dass nirgendwo der nichtleiter mit pe verbunden ist…

BLAU-gelb ??
Hallo HylTox,

habe heute beim Rekonstruieren einer Steckerabdeckung, die
wegen einer Baumaßnahme demontiert war (oder auf Deutsch: hab
das Plastikteil auf ne Dose aufgeschraubt) festgestellt, daß
der blau-gelbe Draht auf einen Pol mit draufgeklemmt war
(sollte der nicht normalerweise an den Klammern anliegen?).

Ein BLAU-Gelber Draht ist etwas ganz anderes als ein GRÜN-Gelber.

Welche Farben sind es nun?

MfG Peter(TOO)

Hi,

mit deinen Ausführungen liegst du relativ gut. Im Altbau ist die Verkabelung mit nur 2 Adern ausgeführt statt mit 3 Adern wie seit 1965 üblich. Bei der 2adrigen Verkabelung wird einer der beiden auf den Schutzkontakt UND auf einen Pol gelegt. In einer Leuchte entsprechend auf die Nullleiterklemme UND aufs Gehäuse. Dort darf dein Phasenprüfer NIEMALS aufleuchten!!! (jetzt kommt wieder die übliche Diskussion auf)

Denn wenn er dort - am Gehäuse oder SchuKo - aufleuchtet, ist LEBENSGEFAHR ! Sofort abschalten und auf Hilfe warten!

Die 2adrige Verdrahtung ist alles in allem ne ziemlich lebensgefährliche Sache. Da sind sämtliche Selbst-Anschlüsse so gut wie Harakiri. Ohne Messgeräte geht da gar nix.

Leider gibt es noch sehr sehr viele Altbauten, wo die 2adrige Verkabelung noch in Betrieb ist. ich wundere mich stets, daß es nicht viel mehr Unfälle damit gibt…

ZUm Vorredner: FI ist NUR bei 3adriger Verkabelung möglich und es ist KEIN kleiner Aufwand ihn nachzurüsten sondern erfordert Neuverkabelung

Gruß Schorsch

habe heute beim Rekonstruieren einer Steckerabdeckung, die
wegen einer Baumaßnahme demontiert war (oder auf Deutsch: hab
das Plastikteil auf ne Dose aufgeschraubt) festgestellt, daß
der blau-gelbe Draht auf einen Pol mit draufgeklemmt war
(sollte der nicht normalerweise an den Klammern anliegen?).

Blau-gelb gibt es bei Standardleitungen nicht.
Ist der grün-gelb?
Und wieviel Adern hat die Leitung, wleche Farben?

Jetzt frag’ ich mich ob das gefährlich (oder normal) ist.
Ich kenne auch den Spruch: das hat man früher so gemacht, daß
man das zusammenklemmt.

Das war bis in die 70er erlaubt, dann aber bei zweiadrigen Leitungen zur Versorgung von Steckdosen.
Blau und grün-gelb haben das selbe Potenzial, sie sind bei einer der zwei Netzformen im Sicherungskasten verbunden, bei der anderen führt gelb-grün getrennt zum Hauserder und blau ist nur in der Trafostation mit dem dortigen Erder verbunden.

Wie dem auch sei: Klemme nichts selber um. Es muss geklärt werden, was da Sache ist.
Wenn blau und gelb-grün im Sicherungskasten verbunden sind, ist das eigentlich egal, welche Farbe welche Funktion hat, sollte man meinen.

ABER: Nun fließt der „Rückstrom“ über gelb-grün.
Und der wird an vielen anderen Steckdosen wohl korrekt auf dem Schutzleiterkontakt liegen. Kommt es nun zu einer Unterbrechung dieses Leiters, liegt die volle Netzspannung an den in den anderen Steckdosen eingesteckten Verbrauchern an - an deren GEHÄUSE = LEBENSGEFAHR.
Hier würde also EIN FEHLER schon dazu führen, dass man sich ganz gewaltig einen wischt und nicht mehr aufwacht.
Das ist mit den heutigen Ansprüchen an doppelte Sicherheit unvereinbar.

ZUm Vorredner: FI ist NUR bei 3adriger Verkabelung möglich

richtig

und
es ist KEIN kleiner Aufwand ihn nachzurüsten sondern erfordert
Neuverkabelung

jein: neuverkabelung nur, wenn wirklich nur zwei adern liegen. sind alle drei adern komplett verlegt und nur in den dosen als zweiadrige leitung (also pe und nichtleiter auf ein potential) aufgelegt, ist der aufwand sehr gering. wenn natürlich eine ader fehlt…

die andere frage ist natürlich, ob man den uralt-leitungen noch so das vertrauen schenken will…

Moin!

[Nulleiter]

Dort darf dein Phasenprüfer NIEMALS aufleuchten!!!
(jetzt kommt wieder die übliche Diskussion auf)

Welche? Wenn Du mit „Phasenprüfer“ den als Lügenstift bekannten Schraubendreher mit Glimmlampe im Griff meinst, dann ist ein Aufleuchten am Schutz- oder Nulleiter zumindest mal Anlaß für Vorsicht und eine Messung.

ZUm Vorredner: FI ist NUR bei 3adriger Verkabelung möglich und
es ist KEIN kleiner Aufwand ihn nachzurüsten sondern erfordert
Neuverkabelung

Möglich? Oder zulässig? Bei 2-adriger Installation (zumeist mit klassischer Nullung) wird ein FI z. B. bei einem Gehäuseschluß nicht auslösen. Als Berührungsschutz taugt er aber auch in solchen Systemen. Aus technischer Sicht halte ich eine 2-adrige Installation mit FI deshalb für sicherer, als eine ohne.

Munter bleiben… TRICHTEX

@all Grün-Gelb
Hi,

Blau-gelb gibt es bei Standardleitungen nicht.
Ist der grün-gelb?

Grün-Gelb natürlich (das war ein reiner Verschreiber!).

Und wieviel Adern hat die Leitung, wleche Farben?

blau-schwarz-grün/gelb. Habe aber auch schon andere gesehen. Mit rot, schwarz und irgendwas (ist schon eine Weile her, seit ich einen anderen Stecker (ebenfalls nur die Abdeckklappe) demontiert habe.

Jetzt frag’ ich mich ob das gefährlich (oder normal) ist.
Ich kenne auch den Spruch: das hat man früher so gemacht, daß
man das zusammenklemmt.

Das war bis in die 70er erlaubt, dann aber bei zweiadrigen
Leitungen zur Versorgung von Steckdosen.
Blau und grün-gelb haben das selbe Potenzial, sie sind bei
einer der zwei Netzformen im Sicherungskasten verbunden, bei
der anderen führt gelb-grün getrennt zum Hauserder und blau
ist nur in der Trafostation mit dem dortigen Erder verbunden.

Wie dem auch sei: Klemme nichts selber um. Es muss geklärt
werden, was da Sache ist.
Wenn blau und gelb-grün im Sicherungskasten verbunden sind,
ist das eigentlich egal, welche Farbe welche Funktion hat,
sollte man meinen.

ABER: Nun fließt der „Rückstrom“ über gelb-grün.
Und der wird an vielen anderen Steckdosen wohl korrekt auf dem
Schutzleiterkontakt liegen. Kommt es nun zu einer
Unterbrechung dieses Leiters, liegt die volle Netzspannung an
den in den anderen Steckdosen eingesteckten Verbrauchern an -
an deren GEHÄUSE = LEBENSGEFAHR.
Hier würde also EIN FEHLER schon dazu führen, dass man sich
ganz gewaltig einen wischt und nicht mehr aufwacht.
Das ist mit den heutigen Ansprüchen an doppelte Sicherheit
unvereinbar.

Erstmal Danke. Wie ich bereits sagte: ein Elektriker wird sich die Sache mit Sicherheit mal ansehen! Nur ist das momentan rein zeitlich nicht möglich!

Vieel Grüße und vielen Dank
HylTox

Hallo Peter,

Ein BLAU-Gelber Draht ist etwas ganz anderes als ein
GRÜN-Gelber.

Natürlich grün/gelb (blau/gelb war ein Verschreiber). Wie ich oben aber bereits sagte gibt es auch Kabel mit anderen Farben (die ich momentan nicht genau im Sinn habe: rot-schwarz und irgendnochwas)

Zur Erläuterung nur soviel: die Erstinstallation der gesamten Elektrik wurde ca. 1960 von einem Elektriker (so ein Starkstrommensch) ausgeführt.

Allerdings kann ich eben nicht sagen, wer da inzwischen dran gebastelt hat.

Mir ist nur (in einer anderen Wohnung) schon passiert, daß ich eben Strom auf der Klammer hatte (hier klemmte der Stromleiter auf der Klammer) und demzufolge mein Lötkolben nicht nur etliche Grad auf der Spitze hatte sondern auch etliche Volt (was mich fast einen sehr teuren Lautsprecher gekostet hätte).

Viele Grüße und vielen Dank
HylTox

Hi,

Denn wenn er dort - am Gehäuse oder SchuKo - aufleuchtet, ist
LEBENSGEFAHR ! Sofort abschalten und auf Hilfe warten!

Gut. Ich glaube an ein Gehäuse, wo beim Berühren der Stromprüfer leuctet hätte ich auch nicht drangefaßt. Nur: normalerweise halte ich den Stromprüfer nicht an meine Gehäuse… :wink:))

ZUm Vorredner: FI ist NUR bei 3adriger Verkabelung möglich und
es ist KEIN kleiner Aufwand ihn nachzurüsten sondern erfordert
Neuverkabelung

Im Bad (welches vor Kurzem saniert wurde) gibt es einen FI. Da wurde auch neu verkabelt (durch einen Fachmann) ein Sicherungskasten (so ein Ding mit vielen Schaltern statt der bis dahin installierten Schraubsicherungen) eingebaut und die Leitung bis zum Hausanschluß durchgecheckt!
Ebenfalls geprüft ist der Herdanschluß.

Mir fiel eben nur diese etwas „seltsam“ verkabelte Steckdose auf.

Viele Grüße
HylTox

ZUm Vorredner: FI ist NUR bei 3adriger Verkabelung möglich und
es ist KEIN kleiner Aufwand ihn nachzurüsten sondern erfordert
Neuverkabelung

Möglich? Oder zulässig? Bei 2-adriger Installation (zumeist
mit klassischer Nullung) wird ein FI z. B. bei einem
Gehäuseschluß nicht auslösen. Als Berührungsschutz taugt er
aber auch in solchen Systemen. Aus technischer Sicht halte ich
eine 2-adrige Installation mit FI deshalb für sicherer, als
eine ohne.

Es ist unzulässig, den PEN zu schalten.
Und das der FI ständig auslöst, wenn z.B. ein Fernseher in Schutzklasse I mit dem Receiver verbunden wird (oder sonst ein mit dem Schutzleiter verbundenes Gerät mit seinem Metallgehäuse an ein anderes geerdetes Bauteil - z.B. Heizkörper - gelangt), weil der an einem geerdeten Antennenanschluss hängt, bringt dem Kunden auch keinen Vorteil.