Hallo alle zusammen,
ich lerne gerade mit einer Freundin für ihre Abschlussprüfung als Fachkraft für Veranstaltungstechnik da ich denke ich ein sehr solides Grundwissen zum Thema E-Technik habe.
Sie hat von ihrem Leher alte Prüfungen zum üben bekommen, nun haben wir alles komplett durchgearbeitet aber eine Frage war für mich etwas unverständlich.
Die Aufgabe lautet:
Welchen Stromanschlusswert muss eine Hubwinde haben, wenn
- die Wellenleistung des Motors 6 kW betragen muss
- die antreibende Motor-Getriebe-Einheit (Drehstrom) einen Gesamtwirkungsgrad von 65% aufweißt
- auf dem Typenschild des Motors ein cosφ von 0,8 eingetragen ist?
So nun zu meinem Lösungsweg:
6000W / 0,65 = 9231Watt Leistungsaufnahme
9231W / 0,8 = 11540VA Scheinleistung
Wenn ich jetzt die Scheinleistung auf die Phasen aufteilen will rechne ich ja durch 230V um den Strom zu bekommen und muss ich dann einfach durch 3 Teilen oder durch Wurzel 3?? Ich hoffe die Frage ist zu verstehen…
Vielen Dank,
MfG
Ole
Hallo Ole
Eure Lösung müsste wie folgt aussehen:
Testaufgabe:
Gegeben:
Pw = Wirkleistung = 6kW
UL = Außenleiterspannung (Dreieck) = 400V
√3 = Verkettungsfaktor = 1,73
Cos Phi = Leistungsfaktor = 0,8
Eta = Wirkungsgrad (65%) = 0,65
(Der wer-weiss-was Zeichensatz umfasst nicht die kleinen griechischen Buchstaben, ein Mangel, wie ich finde)
Gesucht:
IL = Außenleiterstrom
Lösung:
Pw = √3* UL * IL * cos Phi * Eta
IL = Pw / (√3* UL * cos Phi * Eta)
IL = 6000W / (1,73 * 400V * 0,8 * 0,65) = 6000W / 359,84V = 16,7A
Einstellwert des Motorschutzschalters: 16A
Gruß merimies
Vielen Dank,
aber da ja nicht angegeben ist wie der Motor verschaltet ist kann es nicht auch sein das der Motor auf 230V pro Phase läuft?
MfG
Ole
Hallo Ole,
aber da ja nicht angegeben ist wie der Motor verschaltet ist
kann es nicht auch sein das der Motor auf 230V pro Phase
läuft?
Du kannst es ja mit 230V nachrechnen 
Dann fällt beim Strom der Divisor √3 heraus aber
400V / √3 = 230V
P = 400V * (I / √3)
P = (400V / √3) * I
230/400V sind leicht gerundete Werte.
MfG Peter(TOO)
Ahh, ich kam nur bei 230V und 400V auf unterschiedliche Ergebnisse weil ich genau mit 400V gerechnet hatte… Wenn ich statt 400V (Wurzel3) einsetzte passts…
Vielen Dank,
Ole
Du hast ja schon passende Antowrten gefunden.
Zum Thema Leistungsberechnung im Drhestromnetz noch eine Anmerkung von mir:
Es kann einem völlkommen egal sein, wie der Verbraucher geschaltet ist. Einzig relevant ist der Außenleiterstrom und die Spannung der Außenleiter. Ein Zähler weiß auch nicht, wie der Motor angeschlossen ist und zählt trotzdem immer richtig.
Ich verwende bei 230/400V Drehstrom ohne Taschenrechner immer S = I * 700V, mit Taschenrechner natürlich die 690V.
Die Überlegung, bei Sternschaltung S = 3 * I * 230V zu rechnen und bei Dreiecksschaltung S = V3 * I * 400V ist müßig, da bis auf Rundungen die selben Ergebnisse entstehen und nur Verwirrung bei den Schülern stiften.
„Es kommt drauf an, was hinten rauskommt“ - und da ist es schnurzpiepegal, was da verschaltet wurde. Bei selben Aufnahmeströmen wird auch die selbe Leistung umgesetzt.