Stromaufnahme von superhellen LEDs

Hallo!
Haben LEDs eine begrenzte Stromaufnahme?
Wenn ich LEDs an einem Akku löte, der 3,6V und 1100mAh hat, wird sie dann kaputt oder nimmt sie sich nur den Strom, den sie braucht?

MfG, Peter

Haben LEDs eine begrenzte Stromaufnahme?
Wenn ich LEDs an einem Akku löte, der 3,6V und 1100mAh hat, wird sie dann kaputt oder nimmt sie sich nur den Strom, den sie braucht?

Hallo Peter,

der Strom, der sich einstellt, ergibt sich aus Leerlaufspannung des Akkus (Ua), der Flussspannung der LED (Ul), dem Innenwiderstand des Akkus (Ra) und dem Innenwiderstand der LED (Rl):

I = (Ua - Ul) / (Ra + Rl)

Die beiden Widerstände Ra und Rl sind sehr klein (und nicht genau bekannt), dadurch fließt sehr viel Strom (in nicht genau bekannter Höhe), der die LED vermutlich zerstören wird.

Du musst also einen weiteren Widerstand (mit bekanntem Wert) in Reihe dazu fügen.

Die LED nimmt sich nicht den Strom, den sie braucht, sondern den, den die externe Schaltung ihr zur Verfügung stellt. Denn die LED ist keine Stromsenke (hoher Innenwiderstand), sondern eher ein Spannungsbegrenzer (geringer Innenwiderstand).

Bernhard

Hallo Peter,
Du brauchst dazu einen Widerstand in Reihe. Sonst hast Du nicht lange Freude an der LED.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Du musst also einen weiteren Widerstand (mit bekanntem Wert)
in Reihe dazu fügen.

Verheizt dann der Widerstand auch Energie, oder staut er sie nur zurück?

Hi,

der kann nur verheizen, denn er wurde als Widerstand geboren.

Nebenbei, wenn du eine blaue oder weiße LED betreiben willst: Dafür reichen 3,6 V als Batterie- oder Akkuspannung nicht aus.

Grüße

Uwe

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

1 „Gefällt mir“

Nebenbei, wenn du eine blaue oder weiße LED betreiben willst:
Dafür reichen 3,6 V als Batterie- oder Akkuspannung nicht aus.

Wie viel Akkuspannung denn sonst?

MfG, Peter

Hallo Peter,

mal wieder eine kurze Frage, die eine lange Antwort erfordert. Fragesteller haben’s anscheinend leichter.

Blaue LEDs (elektronisch = weiße LEDs) sind mit ca. 3,4 bis 3,7 V Nennspannung bei Nennstrom spezifiziert. Wenn dein Akku schlapp ist, wird er die blaue LED wohl noch zum schwachen Leuchten bringen, wenn er knüppelvoll ist, wird er sie wohl überlasten, aber vermutlich nicht zerstören, schon gar nicht bei einem kurzen Test. Wohlgemerkt, alles ohne Vorwiderstand.

Um solche LEDs an Spannungsversorgungen mit ca. 3,6 V korrekt zu betreiben, werden in Geräten teilweise recht aufwändige Spannungswandler eingesetzt, die sowohl abwärts als auch aufwärts wanden können und dabei den LED-Strom konstant halten. Einfacher sind Wandler, die nur abwärts uder nur aufwärts wandeln können.

Solange genug Betriebsspannung (so ca. ab 5 V für eine blaue LED) zur Verfügung steht und es nicht so sehr auf ein paar Milliwatt Verlust ankommt, tut’s auch der schon bekannte Vorwiderstand.

Wenn du zwei LEDs betreiben willst: Einfacher und wahrscheinlich als Bausatz zu kaufen sind Wandler, die nur aufwärts wandeln können. Dann schaltest du zwei LEDs in Reihe (-> ca. 7 V) und der Wandler macht dir aus (fast) allen Bertiebsspannungen [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]