Hallo Matthias,
Hier hast Du eine Ausnahme gefunden .
nein, ich habe lediglich den Spruch so verallgemeinert, daß er für alle Fälle gilt, die es überhaupt gibt (Quelleninneres-/äußeres, Energieabgabe/-aufnahme).
Bei einer Schaltung mit
Widerstand fließt es aber technisch vom Pluspol nach Minus .
Ein Widerstand hat keine Pole (auch nicht, wenn er vom Strom durchflossen wird). Nur Stromquellen haben welche (auch, wenn kein Strom fließt). Bei einer Schaltung aus einer Quelle und einem Widerstand fließt der Strom außerhalb der Quelle vom Plus- zum Minuspol, innerhalb vom Minus- zum Pluspol. Es steht natürlich jedem frei, den Fall „innerhalb“ als „Ausnahme“ anzusehen. Mir widerstrebt das – ich sehe einfach nur die beiden Hälften des Stromkreises.
Wenn man einen Akku auflädt , so fließt er aber weiterhin von
Plus nach Minus , weil ja der Akku eine niedrigere Spannung
als die Spannung der Ladequelle haben muß .
Vorsicht, hier nichts durcheinanderbringen. Bei einem Stromkreis aus einer Quelle und einem Akku, der von der Quelle geladen wird, liegen vier Pole vor. Von der Quelle aus gesehen fließt der Strom außerhalb von (+) nach (–), innerhalb von (–) nach (+) und vom Akku aus gesehen außerhalb von (–) nach (+), innerhalb von (+) nach (–).
Wenn man es so genau nähme ,
ich hab es nur vollständig nehmen wollen…
dann kann man auch noch die
Halbleiter erwähnen , bei denen gibt es die Elektronenleitung
und als Gegensatz die „Löcherleitung“ , also positive Elemente
sich bewegen .
Das ist nochmal etwas anderes. Als man die technische Stromrichtung definiert hat, ging man von der metallischen Leitung aus, wußte jedoch nicht, ob die Träger der Ladung positiv oder negativ geladen sind. Da man sich jedoch entscheiden mußte, nahm man willkürlich an, daß sie positive Ladung tragen, was sich dann später prompt als falsch erwies. In diesem Sinne wird der technische Strom also durch imaginäre positive Ladungsträger gebildet (die aber nichts mit der Löcherleitung in Halbleitern zu tun haben!). Als man herausfand, daß die wirklichen Ladungsträger bei der metallischen Leitung die negativ geladenen Elektronen sind, hatte zu einer Umdefinierung der Stromrichtung keiner mehr Lust.
Ich wollte hauptsächlich den Begriff „Stromrichtung“ erklären
, weil das etwas Fehleranfällig ist . In elektrischen
Schaltungen kann man zuweilen
Stromrichtungspfeile finden , welche den konservativen oder
technischen Strom bezeichnen .
Genau – sie geben die Richtung der imaginären positiven Ladungsträger an.
Auf der anderen Seite werden
aber meistens die Elektronen als Ladungsträger genannt , und
die fließen leider anders rum .
So ist es, und wir stimmen darin überein, daß es wichtig ist, das auseinanderzuhalten!
Mit freundlichem Gruß
Martin