Hallo,
ich habe ein Haus mit Stromheizung gekauft.
Nun überlege ich mir eine Photovoltaikanlage auf meinem Dach zu installieren um Stromkosten zu sparen und ökologisch zu handeln.
Lohnt sich sowas (finanziell…)?
Wo kann ich mich näher informieren, z.b. über Preise, Fördermassnahmen etc.?
Der Vorbesitzer hatte Tag und Nachtstrom (Nachtspeicherheizung) und knapp 33000 kWh nachts und 6000 kWh tags (6Personenhaushalt).
Ich muss jetzt 170 € Abschlag zahlen…
Gruß
famoeg
Guten Abend!
ich habe ein Haus mit Stromheizung gekauft.
Nun überlege ich mir eine Photovoltaikanlage auf meinem Dach
zu installieren um Stromkosten zu sparen und ökologisch zu
handeln.
Lohnt sich sowas (finanziell…)?
Wo kann ich mich näher informieren, z.b. über Preise,
Fördermassnahmen etc.?
Der Vorbesitzer hatte Tag und Nachtstrom
(Nachtspeicherheizung) und knapp 33000 kWh nachts und 6000
kWh tags (6Personenhaushalt).
Ich muss jetzt 170 € Abschlag zahlen…
Nehmen wir an, die 33.000 kWh decken den Energiebedarf für die Heizung, die 6.000 kWh reichen für den ganzen Rest.
Bei einem Wärmebedarf von 33.000 kWh p. a. muss Dein Haus entweder sehr groß oder lausig isoliert oder feucht sein - oder von allem etwas. Überlegungen zu einer besseren thermischen Isolierung können nicht schaden, bevor Du daran denkst, die Betriebskosten ausgerechnet mit einer Photovoltaik-Anlage zu senken. Die kostet nämlich erst einmal Geld, das - wenn überhaupt - erst in vielen Jahren über Einspeisevergütungen zurück geflossen sein wird. Ich hege Zweifel an der Wirtschaftlichkeit kleiner Solaranlagen von wenigen qm. Bei wolkenlosem Himmel im Hochsommer speist eine Photovoltaik-Anlage 100 W/qm ins Netz ein. Mit viel mehr als 1.500 Sonnenstunden p. a. sollte man nicht rechnen. Während der übrigen Zeit ist der Himmel bedeckt oder die Anlage erhält nur Sonnenlicht im ungünstigen Winkel, so dass nur ein Bruchteil der Nennleistung ins Netz gespeist wird. Deshalb brauchst Du weit mehr als ein Jahrzehnt, bevor sich da überhaupt etwas rechnet, sofern inzwischen nichts kaputt geht. Nach aller Wahrscheinlichkeit wird aber etwas kaputt gehen. Das Jahr hat 8760 Stunden. Du musst in die Größenordnung von 100.000 Betriebsstunden kommen und das ist für immerhin recht komplexe Elektronik „eine Menge Holz“. Das würde ich mir gründlich überlegen.
Gruß
Wolfgang