Scheinbar hatte ich das doch noch richtig im Hinterkopf.
Fast … (siehe unten)
Grössenordnungsmässig ab 1’000km wird DC Sinnvoll.
Inzwischen ist man schon bei rund 500km angekommen. In Deutschland plant man eine HGÜ-Leitung von der Nordsee in Richtung Nordbayern zur Anbindung Süddeutschlands direkt an die Offshore-Windparks. Genaue Details hab’ ich leider grade nicht.
Oder anders gesagt: man will nicht nur die Netzanbindung zwischen Park und Küste per HGÜ lösen, sondern auch gleich noch damit die Energie wegbringen. Wie gesagt, die Streckenlänge ist grob 500km.
Wobei, wenn man v.a. in Richtung China schielt, werden die Leitungen eher länger als kürzer. In dieser ABB-Präsentation findet sich eine Folie, die allein die China-Projekte der nächsten Jahre zeigt: http://www.energie-cluster.ch/Aktuell/JaTa-08-06-Gab…
In dieser ABB-Präsentation
findet sich eine Folie, die allein die China-Projekte der
nächsten Jahre zeigt:
ich weiß nicht, wer sowas erfindet oder zu welchem Zweck. Aber glaubwürdig ist sowas für mich jedenfalls nicht. Ich kann mich noch an ein Plakat erinnern, dass damals irgendeine kommunistische Partei an eine Hauswand geklebt hat. Darauf waren die etwa 250 in D geplanten Kernkraftwerke eingezeichnet…
Papier ist geduldig. Was die chinesischer Regierung wirklich plant, weiß niemand. Auch nicht ABB.
Gruß
loderunner
mit welcher Schaltung bekommt man eine extrem hohe
Gleichspannung?
Da gibt’s mehrere Möglichkeiten. Die im Sinne der Energieübertragung sinnvollste ist nach wie vor:
Bei sehr hohen Leistungen geht das immer noch am einfachsten
mit einen Trafo und nachfolgendem Gleichrichter.
Zustimmung!
Bei Trafos
großer Leistung sind die Abstände ausreichend groß
Jain. Für das 800kV-HVDC-Projekt in China ist man mit der momentan verfügbaren Isolationstechnik ziemlich an der Grenze der Transportmöglichkeiten.
und es
müssen auch bei 50 Hz nicht so wahnsinnig viele Windungen
gewickelt werden, um sehr hohe Spannungen zu erzeugen.
Um genau zu sein, wird ab etwa 400kV DC wieder „kaskadiert“. Ein Trafo-/Gleichrichtersystem (normalerweisemit Trafos in Dreieckschaltung auf der Ventilseite) erzeugt die erste Hälfte der DC-Spannung. Ein weiteres Trafo-/Gleichrichtersystem (Ventilseite der Trafos meist in Stern-Schaltung) liefert dann die „zweite“ Hälfte der DC-Spannung. Prinzipschaltbild siehe http://www02.abb.com/global/gad/gad02181.nsf/0/e3c28…
Für 800kV DC geht man sogar noch weiter und zerlegt die Spannung in 4 Teile. Oder anders ausgedrückt, die abgebildete Anordnung wiederholt sich nochmal, so dass von jeder Stufe 200kV geliefert werden. So hält man die Windungszahl bzw. Volt/Windung in einem überschaubaren Bereich. Die Herausforderung ist natürlich für die hohen Stufen, die Isolation und Feldsteuerung zu beherrschen.
Das
dürfte viel billiger sein als eine Vielzahl teurer
Hochspannungskondensatoren in einer Kaskade
Weiß ich nicht - aber ich vermute, du hast hier recht. Zumindest werden Trafos und Gleichrichteranlagen gebaut. Eine Greinacher-kaskade für große Leistungen (i.S. der Energieübertragung) kenne ich nicht. Falls jemand mir sowas mal zeigen kann: ich lern gern dazu.
ich weiß nicht, wer sowas erfindet oder zu welchem Zweck. Aber
glaubwürdig ist sowas für mich jedenfalls nicht.
…
Papier ist geduldig. Was die chinesischer Regierung wirklich
plant, weiß niemand. Auch nicht ABB.
Ich weiß soviel, dass für einige dieser Pläne bereits konkrete Aufträge bei Siemens und ABB gibt, einige werden zur Zeit verhandelt. Ob und wie weit dann wirklich alle genannten Leitungen realisiert werden, muss natürlich offen bleiben.