Strommessung mit Zangenamperemeter.Ergebnis deuten

Hallo liebe Wissenden,

ich habe noch eine Frage zur Strommessung mit dem Zangenamperemeter.

Auf den folgenden Bild habe ich an einer 400V Stromleitung den Strom gemessen der zur Sicherung hinfließt. Zwei kabel kommen zur Sicherung und nur eins geht davon weg oder umgekehrt. Ist das wichtig?

Wenn ich die zwei Leiter mit einem Mal gemessen habe, hatte ich ein um ca. 1A kleineres Ergbins raus. Einzeln gemessen hatten die Leiter einmal 6,9A und der andere 1A.

Das sagt mir, dass ich hier einen hin-und rückfließenden Strom habe!
Das ist mir nicht klar.

Die sicherung hat insgesamt zwei Anschlußpunkte und an einem Anschlußpunkt gehen zwei Leiter rauf und die Ströme müßten sich doch addieren und dürften in der Summe nicht kleiner sein als der größte einzelne Strom.

Könnt ihr mir das bitte erklären???

Vielen Dank, Matthias.

http://img83.imageshack.us/my.php?image=image00007kg…

Hallo

  1. Beim messen besser gesagt prüfen mit einem Zangenampermeter wird ein Magnetfeld genutzt das jeder Leiter erzeugt .
    Wenn du 2 Leiter gleichzeitig misst können sich beide erzeugten Magnetfelder stören , dadurch ist das Messergebniss zu erklären .
    Alle Mess und Prüfgeräte haben auch Abweichungen und Tolleranz .
    Die Daten dafür stehen auf den Geräten aufgedruckt .
    Es gibt so einen schönen Spruch Wer misst misst viel Mist .
    Empfehlenswert ist bei solchen Konfigurationen sollte nach Möglichkeit jeder Leiter einzeln gemessen werden , oder an Sicherungseingang gemessen werden .

M.f.G Horst

Hallo,

Bei Gleichstrom hast du Recht, es müsste dasselbe auskommen.

Ich vermute jetzt einfach mal ins Blaue:

Die beiden Strippen gehen letztlich zu verschiedenen Verbrauchern (ggf. verschiedene Räume). Könnte es vielleicht daran liegen, dass mind. einer der Verbraucher einen komplexen Strom zieht?

Mfg
Thea

Hallo Matthias,

Auf den folgenden Bild habe ich an einer 400V Stromleitung den
Strom gemessen der zur Sicherung hinfließt. Zwei kabel kommen
zur Sicherung und nur eins geht davon weg oder umgekehrt. Ist
das wichtig?

Wenn das die ZULEITUNG, zur Sicherung ist, dann müssen sich die Ströme SUBTRAHIEREN !!

DUrch den einen Draht fliesst der Strom durch die Sicherung zu einem Verbraucher. DUrch den ANderen Draht fliesst aber auch ein Strom zu einem anderen Verbraucher, allerdings fliessen die Ströme in entgegengesetzter Richtung und subtrahieren sich deshalb.

Um den Summenstrom zu messen, müsstest du einen der Leiter umgekehrt duch die Stromzange führen.

MfG Peter(TOO)

Hallo Matthias,

Auf den folgenden Bild habe ich an einer 400V Stromleitung den
Strom gemessen der zur Sicherung hinfließt. Zwei kabel kommen
zur Sicherung und nur eins geht davon weg oder umgekehrt. Ist
das wichtig?

Wenn das die ZULEITUNG, zur Sicherung ist, dann müssen sich
die Ströme SUBTRAHIEREN !!

DUrch den einen Draht fliesst der Strom durch die Sicherung zu
einem Verbraucher. DUrch den ANderen Draht fliesst aber auch
ein Strom zu einem anderen Verbraucher, allerdings fliessen
die Ströme in entgegengesetzter Richtung und subtrahieren sich
deshalb.

Auf dem Bild sieht das anders aus. Es scheint so, als wären 2 Adern direkt an einer Klemme an der einen Seite der Sicherung angebracht. Ein Strom Iges, der über die Sicherung fließt, teilt sich also auf in I1 und I2. Am Ende seines Textes ist noch ein HInweis:

„Die sicherung hat insgesamt zwei Anschlußpunkte und an einem Anschlußpunkt gehen zwei Leiter rauf und die Ströme müßten sich doch addieren und dürften in der Summe nicht kleiner sein als der größte einzelne Strom.“

Dieser induziert mir, dass ich richtig liege. Das bedeutet dann aber, dass du nicht richtig liegst, denn beide Ströme fließen prinzipiell in die gleiche Richtung (jedenfalls, wenn man Gleichspannung anlegt). Seine Vermutung, die Ströme addieren sich, ist somit richtig. Theorie ist aber nicht gleich Theorie; er hat vergessen, dass es sich hier nicht um Gleichspannung handelt sondern um Wechselspannung. Hier gibt es ein Phänomen, das man komplexen Strom nennt. Daraus resultiert dann, dass die gemessenen Einzelströme in der Summe eben nicht dem gemessenen Gesamtstrom entsprechen. Wenn er auf der anderen Seite der Sicherung denselben Strom misst, wie dort, wo er beide Leiter zusammen misst, dann kommt meine Vermutung zum Tragen.

Wir betrachten jetzt einfach mal einen beliebigen Zeitpunkt der Wechselspannungskurve und ändern ihn nicht. Ich preferiere signifikante Punkte wie z.B. der Nulldurchgang oder einen Extrempunkt. Bei einem reinen Ohmschen Widerstand würde sich der Strom der Spannung anpassen und es fließt mehr Strom, je mehr Spannung anliegt (Ohmsches Gesetz als bekannt vorausgesetzt!). Bei komplexen Widerständen ist dies nicht so.
„Bei Induktivitäten tut sich der Strom verspäten.“ +
„Beim KondensaTOR läuft der Strom VOR.“ (Zitate meines Professors für Elektrotechnische Grundlagen)
Das hat also zur Folge, dass 2 Verbraucher zusammen weniger Strom ziehen können, wenn der eine etwas kapazitiv und der andere etwas induktiv ist.

Wäre ja nett, wenn er sich zu Wort meldet, was nun wirklich los war, es würde mich schon interessieren.

Mfg

Thea

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Hallo Thea,

Auf den folgenden Bild habe ich an einer 400V Stromleitung den
Strom gemessen der zur Sicherung hinfließt. Zwei kabel kommen
zur Sicherung und nur eins geht davon weg oder umgekehrt. Ist
das wichtig?

Wenn das die ZULEITUNG, zur Sicherung ist, dann müssen sich
die Ströme SUBTRAHIEREN !!

DUrch den einen Draht fliesst der Strom durch die Sicherung zu
einem Verbraucher. DUrch den ANderen Draht fliesst aber auch
ein Strom zu einem anderen Verbraucher, allerdings fliessen
die Ströme in entgegengesetzter Richtung und subtrahieren sich
deshalb.

Auf dem Bild sieht das anders aus.

Scheinbar ist das dein erstes Foto einer Steuerung ?
Ich kann hier nicht erkennen ob das eine ZUleitung ZUR Sicherung ist, oder ob es sich um die andere Seite der Sicherung handelt.

Es scheint so, als wären 2
Adern direkt an einer Klemme an der einen Seite der Sicherung
angebracht.

Soviel sehe ich auch, aber welche Seite ist das Zuleitung oder Abgang ???

Ein Strom Iges, der über die Sicherung fließt,
teilt sich also auf in I1 und I2. Am Ende seines Textes ist
noch ein HInweis:

„Die sicherung hat insgesamt zwei Anschlußpunkte und an einem
Anschlußpunkt gehen zwei Leiter rauf und die Ströme müßten
sich doch addieren und dürften in der Summe nicht kleiner sein
als der größte einzelne Strom.“

Dieser induziert mir, dass ich richtig liege.

Wieso ??

Das bedeutet
dann aber, dass du nicht richtig liegst, denn beide Ströme
fließen prinzipiell in die gleiche Richtung (jedenfalls, wenn
man Gleichspannung anlegt).

Wenn es die Zuleitung ist, eben nicht !!

Einer der Drähte führt dann Iges. Der Andere aber (Iges - Isich) und zudem fliesst dann der Strom des letzteren engegen dem Anderen.

Grundsätzlich wurde ja eine Erklärung für die Messung gesucht.

Wäre ja nett, wenn er sich zu Wort meldet, was nun wirklich
los war, es würde mich schon interessieren.

Grundsätzlich kannich das schon:
Matthias hat ein neues Spielzeug und misst nun damit in der Gegend rum. Teilweise nur so zum Spass, bzw. um zu lernen mit dem Ding umzugehen. Sin Problem ist, dass er nicht blöd ist, aber bei der Ausbildung wurde halt geschlampt, was heutzutage leider recht verbreitet ist. Matthias ist hier schon länger „Kunde“ im Forum und jedesmal, wenn ihm bei seiner ARbeit „merkwürdige Dinge“ über den Weg laufen, stellt er hier seine Fragen.

Alles andere ist halt Raterei und somit hat jeder recht.
Messresultate sind ohne Kontext nun mal nur wertlose Zahlen.

Die Erklärung der Phasenbezüge hättest du dir eigentlich mit einem Blick in meine ViKa sparen können.

MfG Peter(TOO)

Hallo Matthias,

Auf den folgenden Bild habe ich an einer 400V Stromleitung den
Strom gemessen der zur Sicherung hinfließt. Zwei kabel kommen
zur Sicherung und nur eins geht davon weg oder umgekehrt. Ist
das wichtig?

Ja. Es ist „Immer“ wichtig zu wissen, was Zuleitung und was die Ableitung ist!
Schon für die eigene Sicherheit beim Arbeiten!!!

Das ist ein Dreifach-Sicherungselement wo die Sicherungen im Dreieck angeordnet sind und die Zuleitungen teilweise seitlich ankommen.

Peter’s Erklärung trifft hier ins „Schwarze“!
Der Fußanschluß hat 2 Leitungen.
Die eine, ist Zuleitung für die gemessene Sicherung.
Die zweite versorgt die nächste Sicherung und damit einen anderen Verbraucher.
Deshalb addieren sich die Ströme mit gegensätzlichen Vektoren, aufgrund der gemeinsammen Messung.

Wenn das die ZULEITUNG, zur Sicherung ist, dann müssen sich
die Ströme SUBTRAHIEREN !!

Das ist das Gleiche!!

Wäre ja nett, wenn er sich zu Wort meldet, was nun wirklich
los war, es würde mich schon interessieren.

Mfg

Thea

mfg
W.

Hallo Peter,

danke für Deine Antwort. Gantz klar ist mir die Sache noch nicht.

Wenn das die ZULEITUNG, zur Sicherung ist, dann müssen sich
die Ströme SUBTRAHIEREN !!

Aus welchen Grund diesen?

DUrch den einen Draht fliesst der Strom durch die Sicherung zu
einem Verbraucher. DUrch den ANderen Draht fliesst aber auch
ein Strom zu einem anderen Verbraucher, allerdings fliessen
die Ströme in entgegengesetzter Richtung und subtrahieren sich
deshalb.

Ich stelle mir vor, dass der Strom vom Transformator durch den Einen Draht zur Sicherung fließt. Anschließend teilt sich dieser ebend gemessene Strom auf zwei Leiter auf und fließt zu verschiedenen Verbrauchern. Wenn ich die beiden Ströme der Drähte addiere, muss ich doch meiner Meinung nach auf den gleichen Strom kommen, den ich durch den einen Leiter gemessen habe.

Aus welchen Grund sollte das Strom in die andere Richtung fließen?
Diese Ssache mit der Sicherung und den Strömen finde ich sehr interessant und würde das gerne verstehen, weil ich auch denke, dass das zu den Grundlagen der Elektrik gehört.

Um den Summenstrom zu messen, müsstest du einen der Leiter
umgekehrt duch die Stromzange führen.

Ja na klar logisch, danke für den Tipp.

Grüße, Matthias.

Hallo Thea,

vielen Dank für Deine Antwort. Die lenkt mich anscheinend schon auf die Richtige Richtung mit den komplexen Wechserlströmen!
Da muss ich wohl noch mal für mich zu Hause theoretisch nachlegen. :smile:

So wie Du mich verstanden hast, wollte ich mich verstanden wissen.
Habe zuerst Peter seine Antwort gelesen und ihn darauf hin auch noch mal ein paar Fragen gestellt. Da habe ich meine Frage noch mal genauer erläutert.

Viele Liebe Grüße, Matthias.

Hallo Matthias,

Wenn das die ZULEITUNG, zur Sicherung ist, dann müssen sich
die Ströme SUBTRAHIEREN !!

Aus welchen Grund diesen?

Also PRE-Tag und meine ASCII-Kunst:

 I=5A I=4A
Quelle -\>----------\>----+--Sicherung-\>---\>- 1ter Verbraucher
 |
2ter Verbraucher - 
Da die 5A und die 1A in engegensetzter richtung fliessen ist die Summe 4A.



    
     I=5A I=4A
    Quelle -\>----------\>------Sicherung-+-\>-----\>-- 1ter Verbraucher
     |
     +-\>-----\>-- 2ter Verbraucher
     I=1A


 
Jetzt fliessen die Ströme in die Selbe Richtung und addieren sich deshalb.

Es macht also einen wesentlichen Unterschied ob der Knoten VOR oder HINTER der Sicherung ist.

Grundsätzlich spielt es bei diesem Beispiel keine Rolle ob es sich um Gleich- oder Wechselstrom handelt, solange Strom und Spannung nicht Phasenverschoben sind.
Bei einem cos-Phi ungleich 1 wird's dann komplizierter.

MfG Peter(TOO)
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Hallo Peter,

vielen Dank für die Erklärung! Jetzt habe ichauch das verstanden und bin wieder ein kleines Stück weiter auf dem langen und beschwerlichen, aber auch spaßigen Weg des Lernens.

Ich weiß also, worauf ich in Zukunft zu achten habe und werde mir bei nächster Gelegenheit die Wege der Drähte verfolgen, um sagen zu können: Ja die theoretische ERklärung dieser Messung stimmt mit der Praxis überein. :smile:

Hallo Peter,

find ich lustig was Du über mich geschrieben hast. :smile:

Matthias hat ein neues Spielzeug und misst nun damit in der
Gegend rum. Teilweise nur so zum Spass, bzw. um zu lernen mit
dem Ding umzugehen. Sin Problem ist, dass er nicht blöd ist,
aber bei der Ausbildung wurde halt geschlampt, was heutzutage
leider recht verbreitet ist. Matthias ist hier schon länger
„Kunde“ im Forum und jedesmal, wenn ihm bei seiner ARbeit
„merkwürdige Dinge“ über den Weg laufen, stellt er hier seine
Fragen.

Gestern war ein Mechanikerkollege von mir bei einem Kunden, wo der Antribsmotor blockiert schien. der Motor brummte beim Anlaufen zwar angestrent, gedreht hat er sich aber trotzdem nicht.

Daraufhin bin ich zum Kunden gefahren und haben den läufergespeisten Drehstromnebenschlußmotor untersucht und dabei festgestellt, dass eine Schleifringkohle gar nicht mehr durch die Feder auf den Schleifring gedrückt wurde. Die Kohle war abgebrennt und der Schkeifring unrund geworden. Habe diesen Motor zur Überholung zu einem Motorenwickler geschickt.

http://img421.imageshack.us/my.php?image=image00009r…

In den nächsten Tagen habe ich zur Gleichstromwicklung dieses Motors auch noch eine Frage, aber nicht alles auf einmal.

Bis später.

Anmerkung o.T.
Hallo,

http://img421.imageshack.us/my.php?image=image00009r…

bei Gelegenheit sollte vielleicht der Schutzschlauch der Leitungen in Bildmitte oben erneuert werden. Isolation ist ja nicht nur aus Jux vorhanden.
Aber ich denke, dieser Defekt ist Dir auch schon aufgefallen, oder?
Gruß
loderunner

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Hallo,

auf diesen Defekt der Schutzisolierung habe ich noch gar nicht geachtet muß ich gestehen. Danke für den Hinweis.

Grüße, Matthias.

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