Stromstärke bestimmen an Generator

Guten Tag,

ich würde gerne die Stromstärke eines Elektromotors bestimmen. Ich weiß das der Motor 22,37 kW verbraucht. Jetzt gibt es ja die schöne Formel W= V*A damit ist A=W/V ist das korrekt wenn ich die Werte (W=22370 und V=400V) nun dort einsetze bekommen ich 55,92 Ampere raus.

Auf manchen Seiten im Internet steht man können keine Watt in Ampere umrechenen. Das stimmt doch nicht oder? Bitte um Hilfe

Danke euch

Auf dem Elektromotor steht allerdings drauf das er 42,5 A ziehen würde! Wenn man das mit der vorrangegangenen Rechnung überprüft kommt man aber auf ein anderes Ergebniss oder kann man das nicht einfach so berrechnen??

Danke euch

Hallo,

ich würde gerne die Stromstärke eines Elektromotors bestimmen.
Ich weiß das der Motor 22,37 kW verbraucht.

Woher weißt Du das? Und was genau soll ‚Verbrauch‘ sein?

Jetzt gibt es ja
die schöne Formel W= V*A damit ist A=W/V ist das korrekt

Nein. Ein Motor hat einen Wirkungsgrad und vermutlich wird er - der Größe nach zu schließen - mit Drehstrom betrieben. Deshalb muss man erst mal wissen, was genau mit ‚Verbrauch‘, Leistung’ etc. gemeint ist. Es gibt aufgenommene, abgegebene Leistung, Verlustleistung, Blindleistung,…
Solange das nicht geklärt ist, nutzt ein Haufen Formeln gar nichts.
Gruß
Testare_

Hallo,
das funktioniert nicht so einfach, weil der Motor eine induktive Lasst ist und somit eine Phasenverschiebung eintritt. Das heißt, Du wirst mehr Strom messen als wirklich umgesetzt wird.
Sollte aber auf dem Typenschild draufstehen.
Grüße, jo_enn

Hallo!

Generator ? Oder doch Motor (weil Angabe in kW ) Generatoren haben das nicht, da heißt es kVA !

Du musst in jedem Fall den Drehstromfaktor Wurzel aus 3 = 1,73 berücksichtigen !

teile mal die ca. 56 A durch 1,73, dann kommt der Strom richtig raus.

Die Stromangabe 42,5 A ist der aufgenommene, tatsächlich fließende Strom bei Nennlast. Für den müssen ja Sicherungen und Leiterquerschnitt ausgesucht werden.
Elektrisch wirksam (Stromzähler) sind die ca. 32 A.

MfG
duck313

Hallo,

ich würde gerne die Stromstärke eines Elektromotors bestimmen.
Ich weiß das der Motor 22,37 kW verbraucht.

Woher weißt Du das? Und was genau soll ‚Verbrauch‘ sein?

Der Motor hat 30 PS also ungefähr 22,37 kW. Steht auch auf dem Typenschild! Und hängt an einem Generator mit 30 kVA (30 kW)

Jetzt gibt es ja
die schöne Formel W= V*A damit ist A=W/V ist das korrekt

Nein. Ein Motor hat einen Wirkungsgrad und vermutlich wird er

  • der Größe nach zu schließen - mit Drehstrom betrieben.
    Deshalb muss man erst mal wissen, was genau mit ‚Verbrauch‘,
    Leistung’ etc. gemeint ist. Es gibt aufgenommene, abgegebene
    Leistung, Verlustleistung, Blindleistung,…
    Solange das nicht geklärt ist, nutzt ein Haufen Formeln gar
    nichts.

Der Generator wird mit Drehstrom betrieben das ist richtig. Das steht auf dem Motor (30 HP, 22 KW, 50 Hz, 380/660 V, 42.5 A, 1470 r/min, CLASS B)
Also lässt sich nicht so einfach die Ampere Zahl bestimmen mit den Watt und Volt? Was muss man dafür alles wissen und wie sind die Formeln?

Gruß
Testare_

Kann ich das mit folgender Formel tuen:

I= 1000 * kVA / (Wurzel 3 *Volt)

Beispiel:

3,0 kW, 380 V, cos phi 0,81

I= 1000*3,0/(Wurzel 3 * 380)= 4,55 A

oder eher so

I = P1 / 1,732 x U x cos phi

Beispiel:

I =3000/1,73*380*0,81 = 5,63 A

Hallo auch,

dein Motor hat also 30HP bei 380V und der Motornennstrom beträgt 42,5A?
Auf dem Typenschild sollte wenigstens noch die Angabe des Leistungsfaktors stehen.

OK…rechnen wir mal

30HP sind 22,06kW -> das ist nicht die elektrische Leistung, sondern die an der Motorwelle abgegebene mechanische Leistung.

Der Motorstrom errechnet sich so:

abgegebene mech.Leistung geteilt durch das Produkt aus
Quadratwurzel von 3; Spannung; Leistungsfaktor und Wirkungsgrad

ergibt:

22060Watt / 1,73*380Volt* 0,788
ergibt:
42,53A als Motornennstrom

soweit so gut…

Was jetzt dein Generator angeht…die Angabe 30kVA bedeutet das er eine Scheinleistung von 30kVA hat.

wenn du nun deinen Motor an diesen Generator hängst, wirst du den Motor nie zum laufen bekommen. Beim Einschalten des Motors kann der Anlaufstrom auf bis zu dem 10fachen des Nennstromes ansteigen. Das zwingt deinen Generator in die Knie.

Beschreib doch mal einfach was du überhaupt vor hast.

Gruß ANgus

Kann ich das mit folgender Formel tuen:

das wäre Scheinleistung S = U x 1,73 x I

I= 1000 * kVA / (Wurzel 3 *Volt)

Beispiel:

3,0 kW, 380 V, cos phi 0,81

I= 1000*3,0/(Wurzel 3 * 380)= 4,55 A

oder eher so

Ja,so.
Wirkleistung P = U x 1,73 x I x cos phi

I = P1 / 1,732 x U x cos phi

Beispiel:

I =3000/1,73*380*0,81 = 5,63 A

Übrigens,das europäische Stromnetz liefert 400/230 V. Selbst wenn auf Typenschid noch 380 V und bei Wechselstrom 220 V stehen sollte, gerechnet und angeschlossen wird mit 400 oder 230 V. Die Leistung und der Strom erhöht sich dann entsprechend. Typenschild stimmt nicht mehr ganz(beim Motor) Beim Generator ist es anders !

Hallo!

Unter Last wird der Motor wohl nicht am etwa gleichstarken Generator betrieben werden können !

dazu vergleicht man die Scheinleistungen.
Also Motorscheinleistung U x I x 1,73 = 28 kVA (gerechnet mit 380 V, also Generator liefert die alte Spannung, nicht die neue mit 400 V !

Aber man kann den Motor ja laut Typenschild anlaufstromsparend im Stern/Dreieck-Betrieb anlassen. Dann klappt es vielleicht.

mfG
duck313

bisschen OT, besseres Verständnis
Hallo Angus

Das hast du ganz toll beschrieben und erklärt.
Aber

kann der Anlaufstrom auf bis zu dem 10fachen des Nennstromes ansteigen

ist böses und falsches Holperdeutsch und wird durch Weglassen einfach lesbar und verständlich.
kann der Anlaufstrom auf das 10 fache des Nennstromes ansteigen
Das Wort kann beschreibt ja schon die Möglichkeit.

Danke für dein Verständnis
R.

Danke für eure Hilfe. Das Problem ist das der Motor am Generator hängt mit 30kVA und mit 45 A abgesichert ist laut Angabe. Ich denke aber das jede Phase mit 45 A abgesichert ist also L1,L2,L3. Und es ist nicht das einzige was an dem Generator hängt das Problem ist das die Sicherungen rausfliegen beim einschalten.

Wenn ich errechne der Motor hat einen Motorstrom von 39,35 A mit Formel W/1,73*V*cos phi wieviel Stromlast ist es denn dann pro Phase?

Denkt ihr der Generator ist zu klein bemessen?

Danke euch

Hallo!

warum musst Du den Strom berechnen? Der steht auf dem Typenschild des Motors doch bereits drauf !
Die berühmten 42,5 A. Und das ist natürlich je Phase, in allen 3 Phasen gleich. Die stehen da drauf, weil das der Strom ist, der fließen wird, wenn die Nennlast anliegt. Aber im Startmoment ist das viel mehr, zwar nur kurz, aber hier wohl für die Sicherungen ausreichend.

45 A sind aber keine Schmelzsicherungen, das ist ein Motorschutzschalter, so eingestellt ?

Wenn Generator schon andere Last versorgt, dann geht es überhaupt nicht mit dem Motor !

Probiere Motor allein am Generator, schon das wird wohl nicht klappen…

Vielleicht kann man den Motor mit einem Stern/Dreieck-Anlasser langsam(stromsparend) anlaufen lassen, wenn das von der Maschine her möglich ist.
Aber selbst dann ist der Generator wohl zu schwach.

was planst du bloß ?
Warum muss das aus Generator versorgt werden ?
was ist am Generator schon außer Motor dran ?

Was hältst Du eigentlich von einem Fachmann vor Ort zur Beratung und Abklärung, was man wie machen kann ?

MfG
duck313

Die Stromstärke die zum Generator fließt ist mit 42,5 A angegeben diese fließen doch nicht durch jeden Leiter (L1,L2,L3) verteilt sich der Strom nicht auf die drei Phasen?

Ich habe bereits vermutet das der Generator zu klein bemessen ist.

Danke für die Hilfe

moin moin,

Das Problem ist das der Motor am
Generator hängt mit 30kVA und mit 45 A abgesichert ist laut
Angabe.

was für eine Angabe und was für eine „Sicherung“?

Ich denke aber das jede Phase mit 45 A abgesichert ist
also L1,L2,L3.

Ja…und?

Und es ist nicht das einzige was an dem
Generator hängt

was denn noch?

das Problem ist das die Sicherungen
rausfliegen beim einschalten.

Was für „Sicherungen“ ?

Wenn ich errechne der Motor hat einen Motorstrom von 39,35 A
mit Formel W/1,73*V*cos phi

da sträuben sich einem die Haare zu Berge!

„W“ ist kein Formelzeichen!! sonder die Einheit der Leistung
das Formelzeichen für Leistung ist „P“ (Wirkleistung) bzw. „S“ für Scheinleistung
„V“ ist das Formelzeichen für GESCHWINDIGKEIT oder die Einheit der elektrischen SPANNUNG
das Formelzeichen für die elektrische Spannung ist „U“.
Für Strom ist das Formelzeichen „I“ und die Einheit ist „A“(Ampere)

der griechische Buchstabe „n“( eta) steht für den Wirkungsgrad
„cos_phi“ ist der Leistungsfaktor
beide übrigens Einheitenlos!

also lautet die Formel…?

I=P/(Wurzel3*U*cosphi*eta)

wieviel Stromlast ist es denn dann

pro Phase?

42,5A

Denkt ihr der Generator ist zu klein bemessen?

ja! und zwar um einiges!

den Motor bekommst du allerhöchstens ohne Last und mit Y/D-Anlauf zum Drehen.

und nochmal…wie schon einige Vorposter geschrieben haben:

Der auf dem Typenschild angegebene Strom „I“ in „A“(Ampere) ist der NENNSTROM…also der Strom der bei NENNLAST („P“=22kW) fliesst.

und das pro Aussenleiter bzw. neudeutsch „Phase“

Gruß Angus

…wird in den allgemeinbildenden Schulen eigentlich kein Physik mehr unterrichtet?

moinmoin,

ich weiss…ich war etwas müde und hab nicht darauf geachtet…sorry

Gruß ANgus

Hallo !

das ist der Strom in der Motorzuleitung in jeder der 3 Phasen !

innerhalb des Motors teilt sich der Strom(bei Dreieckschaltung) noch auf, das ist der Strangstrom. Der ist um den Faktor 1,73 kleiner. Durch eine Motorwicklung fließt also jeweils ca. 24,5 A. Dort wo immer 2 Motorwicklungen sich am Anschlusspunkt berühren, steigt der Strom wegen der Verkettung an. Nicht auf das Doppelte, sondern eben nur um das 1,73 fache.
Aber wichtig für die Belastung des Zuleitungskabels, der Vorsicherungen und des Stromnetzes(Generator) ist NUR der Leiterstrom von 42,5 A.

MfG
duck313

Grundsätzliches zum Motor
Hallo,

man kann aus der Leistung eines Motors nicht den Strom berechnen, wenn man seine Belastung nicht kennt.

Eine 230V/60W Glühlampe zieht an 230V 60W.
Ein 22kW/400V Elektromotor zieht bei 400V - na, eben nicht 22kW.

22kW ist die unter Nennbedingungen vom Motor lieferbare Leistung an der Welle.
Er kann auch 0kW abgeben (Leerlauf) oder 40kW (extreme Überlast).
Und danach variiert auch die Stromstärke.

Wenn man Motor und Generator anpassen will, dann muss man ersmal den Motor unter Realbedingungen testen.
Dann sehe ich:
OK, der benötigt bei mir soundsoviel kVA unter Last, beim Anlaufen, bei Lastspitzen.
Das vergleiche ich dann mit den Daten des Generators. Der kann ja auch kurrzeitig oft mehr Leistung liefern als als Dauerleistung angegeben wird.
Optimal ist der Betrieb an einem Frequenzumrichter, der liefert dann nämlich die Blindleistung an den Motor, fängt Spitzen beim Anlaufen ab und belastet den Generator praktisch nur noch mit der geringeren Wirkleistung.

Wird es beim Motor mit 30kVA bei Nennlast an einem 30kVA Generator klappen?
Ohne Anlaufstrombegrenzung (Stern-Dreieck, Sanftanlaufregler, FU) vermutlich nicht, da würgt der Generator wohl ab.
Wenn der Motor einmal läuft und mit Reserve dimensioniert wurde (also überdimensioniert), dann wird es wohl klappen.
Aber da hilft keine Theorie, da muss man testen, messen, ausprobieren.

DAnke

Danke