Wir sind derzeit dabei ein Haus aus dem Baujahr 1975 zu renovieren. Die Außenwände sind mit einer Innendämmung aus Styropor und Rigips versehen. Auf dem Rigips wurden Rauhfasertapeten angebracht. Soweit so gut, jedoch wurde unter die Tapete kein Sperrgrund gestrichen, so dass die Tapete wirklich nicht abzukriegen ist.
Hat jemand Erfahrung ob ich die Rauhfaser mit einem Putz glattziehen kann und anschließend einen Strukturputz aufbringen kann? Alles andere macht in meinen Augen unter Aufwand und Nutzen keinen Sinn…
…die Innendämmung ist nicht optimal, weil der Taupunkt ( salopp gesagt der Grenzbereich zwischen Außen und Innentemperatur)nach innen wandert. Aber ich mußte das bei einem 100 jährigen haus auch teilweise anbringen…
Zur Tapete:
Eigentlich ist das nicht möglich, weil die Tapete durch den nassen Strukturputz doch noch aufgeweicht werden könnte.Aber man hat schon Pferde vor der Apotheke kotzen sehen, heißt, mach doch ein Probestück. Da wirst du sehen ob die aufgeklebte Tapete nassen mineralischen Baustoffen Stand hält.
Oder trage Rollputz mit groben Bestandteilen auf. Auch hier gilt, probieren.
Ich empfehle als Heimwerker das Risiko:
Tapete ordentlich mit einem ( lösemittelhaltigen)Grundierer noch mehr verfestigen.
Dann dürfte nix mehr passieren auch wenn gewisse Putze abdunsten müssen.
mir fällt die Antwort schwer, da ich eben kein Fachmann bin, aber …
Meine Erfahrung hat gezeigt, daß man mit den Herstellern in direkten Kontakt treten kann und solche Fragen gerade wegen Untergrund usw. sehr kompetent beantwortet werden. D.h. einen Putz-Anbieter fragen und schon hat man die Lösung. Einen Baumarkt-Verkäufer nur dann, wenn er ausgewiesenermaßen aus der richtigen Berufsgruppe stammt.
Ohne wenn und aber nach website oder Adresse Ausschau halten und anwählen bzw. anschreiben.
Viel Erfolg!