Hallo,
habe gestern mal ne nette Geschichte gehört.
Versicherter A aus Berlin hat sich den Meniskus angerissen, Operationstermin voraussichtlich vielleicht im September.
Wenn er allerdings privat (also komplett auf eigene Kosten) bezahlen würde dann sofort.
???
Auszug aus dem Behandlungsvertrag:
„Dem Patienten ist bekannt, dass es sich um eine Kassenleistung handelt, z.Zt. aber keine für die Finanzierung dieser Operation notwendigen extrabudgetären Mittel zur Verfügung gestellt wurden…Bisherige Strukturverträge sind zum 31.12.2005 ausgelaufen. Die Krankenkassen argumentieren mit der Abrechenbarkeit über die Chipkarte, was zur Folge hätte, dass die entstehenden Punktanforderungen in die Individualbudgets von Operateur und Anästhesisten einbezogen und berechnet würden. Diese Individualbudgets sind bei Ärzten schon ohne operative Leistungen erschöpft, insofern käme dieser Zustand einer Nichtbezahlung der Operation gleich.“
Was soll das? Ist das normal?? Neu??? Oder ist das schon lange so???
Grüße
Laber
Hallo,
das ist Quatsch - hier sollte die Krankenkasse eingeschaltet werden.
Die Kasse kann behandlungsbereits Operateue benennen.
Evtl. gibt es sogar Verträge zur Integrierten Versorgung - da ist
ein Op-Termin innerhalb von 10 Tagen garantiert und die erforderliche
Nachbehandlung/Betreuung ebenso - jedenfalls bei uns in Hessen.
Gruss
Czauderna
Hallo,
das ist kein Quatsch, sondern zeigt die Misere in unserem System!!!
Budgets, Maximierungen, Deckelung u.a. führen dazu, dass Leistungen kostenlos erbracht werden müssen.
Ob das in diesem Fall „wirklich“ so ist, wäre zu prüfen, was die Kasse kann!!!
Die behandlungsbereiten Operateure, sind i.d.R. die, von denen ich mich nur im äußersten Notfall operieren lassen würde! Die, zu denen mutmaßlich keiner freiwillig geht.
Sorry, aber daran werden wir uns gewöhnen müssen. Das Gesundheitssystem ist Pleite und der Zustand kann sich, aufgrund der verändernden Demographie und der Systematik des Umlageverfahrens, nur noch verschlimmern. Entweder höhere Beiträge oder weniger Leistung!
Thorulf Müller
Hallo Thorulf,
du hast vergessen zu erwähnen, dass das von Dir eine nichtbeweisbare
Behauptung ist mit den Ärzten, zu denen sonst freiwillig keiner gehen würde - oder kennst Du die alle ??
Gruss
Günter
Nein, ich kenne sie nicht alle, aber das ändert nichts an den Fakten, dass es so läuft.
Und es ist wahr, dass die Ärzte ihre Leistungen nicht mehr vollumfänglich bezahlt bekommen.
Und es ist wahr, dass wir in der GKV Rationierungen durch Budgets erleben!
Thorulf Müller
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Hallo Thorulf,
siehst Du, damit kann ich leben!!
Gruss
Günter
Danke euch
Mal schaun wies weiter geht.
Grüße
Laber
kleiner Nachtrag
Hallo nochmals,
es war wohl tatsächlich die Krankenkasse, die auf Anfrage einen OP-Termin für Anfang September genannt hat.
Ein Problem scheint wohl auch zu sein, dass der Patient in Ost-Berlin wohnt. Nach Aussage seiner Tochter wird da zwar nur ein verminderter Krankenkassensatz gezahlt, aber dafür können auch nur Ärzte und Krankenhäuser in Ostberlin besucht werden.
Grüße
Laber