Hallo an alle Leser,
mein Kater „ZACKY“ ist jetzt fast 3 Jahre alt. Im Januar musste ich mit ihm zum Tierarzt. Da sein Verhalten auf einmal ganz anders schien. Er hatte kaum gefressen, rennte immer aufs Katzenklo, leckte sich am Penis und ließ niemanden ran. Auch seinen Bruder fauchte er in jeder Sekunde an.
Beim TA erfuhr ich dann, das seine Blase voller Urin war und sie stellten fest, das sich dort Kristalle gebildet hatten. Nach der OP und 2 Nächte später dürfte ich ihn wieder abholen. Mit dem Antibiotikum und dem Spezialfutter ging es ihm nach 3 Tagen besser. Nach 1 Woche dürfte er wieder normal fressen, was er auch tat.
Ende Februar wiederholte sich das ganze und ich habe ihm wieder zum TA gebracht. Gleiche Prozedur! Diesmal musste ich ihn weiterhin das Diätfutter geben (Futter für Katzen/Kater mit Struvidkrankheit), dazu bekam ich Antibiotikum (3ml geben, wenn es ihm schlecht geht und er kein Urin absetzen kann) und eine Paste die ich ihm morgens und abends geben musste. Nach 5 Tagen hatte er das Futter aktzeptiert und frisst bis heute den Napf leer. Zacky und seinen Bruder müssen seitdem getrennt fressen. Trockenfutter bekommt er auch nicht mehr. Und manchmal trinkt er richtig viel und an einen Tag ein wenig. Alles hatte super gut geklappt. Bis heute!
Er frisst ganz normal, läuft auch ganz normal. Und lässt sich noch Streicheln. Doch ständig rennt er jede 10 Minuten auf die Katzentoilette und versucht zu Urinieren. Nach ein paar Minuten kommt er zurück und leckt sich erstmal am Penis. Im Katzenklo hatte er aber nicht gemacht. Er versteckt sich und lässt seinen Bruder links liegen. Wenn ich ihn streichel und er liegt auf der Seite, streckt er sein oberes Bein aus und es kommen 2 Tröpfchen raus. Auch sonst versucht er (nicht immer auf der Katzentoilette) Urin abzusetzen. Vergebens! Ich weiß durch die anderen male, das es der Anfang ist und wenn ich weitere Tage warten würde, es sich drastisch verändern kann. Und ihm es rapide schlechter gehen würde.
Nun aber zu meinen Befinden. Ich leide mit ihm und ich kann ihn nicht jedesmal zum TA hinbringen. Es tut weh, ihn leiden zu sehen! Erst geht es ihm besser und nach ein paar Wochen geht es wieder berg ab! Ich bin machtlos und auch mein Portmonai ist leer. Bei der ersten Untersuchung bezahlte ich schon 280 Euro. Bei der zweiten fast 210 Euro. Den restlichen betrag darf ich in Raten zahlen. Gott sei Dank! Es wäre kein Problem für mich ihn nochmal hinzuschicken und ihm den Schmerz zu befreien. Aber jetzt hatten wir die Therapie und sie hatte am Anfang auch angeschlagen. Nun frage ich mich, wie lange wird es diesmal halten?!? Füge ich ihn jedesmal den Schmerz noch einmal zu oder soll ich ihn gehen lassen?
Ich möchte es auf einer Art nicht, weil er so liebenswürdig ist. Er kommt immer zum Kuscheln, liebt seinen Bruder und ist sonst ein taffer und lustiger Kater. Wenn die Zeit kommt, wo es ihm schlecht geht. Ist er das gegenteil. Es würde mir weh tun, zu sagen, es ist Zeit dafür. Aber ich bin machtlos. Weil ich nicht weiß ob ich weiterhin um ihn kämpfen soll (in der Hoffnung das es ihm besser geht) oder ihm „lebewohl“ sagen und danach mich hassen, weil ich ihm die Chance nicht gegeben hatte. Ich habe aber halt Angst, das er (nach der 3. Therapie) irgendwann wieder leiden muss. Es sieht so grausam aus, wenn er sich quält. :o( Außerdem ist er so jung!
Ich will nicht das er leiden tut und ich will nicht ihn gehen zu lassen. Aber ich habe auch Angst, das er weiterhin Schmerzen haben wird und ich weiß absolut nicht, ob die nächste Therapie anschlägt oder nur den Schmerz verzögert.
Weil er bekommt extra Futter (Katzennahrung zur Harnsteinprophylaxe (Struvitsteine)), zusätzlich die Paste und das Antibiotikum (dies habe ich ihm heute morgen um 3 Uhr gegeben, aber ohne Erfolg).
Welche Methoden kann es den noch geben? Er bekommt kein Trockenfutter mehr, keine Lekkerlies, keine Katzenmilch.
Ich bedanke mich schon mal im Vorraus für die Antworten!
Liebe Grüße
