Ich habe ein etwas Traurigeres Anliegen…
Mein Onkel brachte sich Dienstag vor einem Jahr um. Naja also da keine Autopsie gemacht wurde, ist die Todesursache bis heute unbekannt, doch von seinen beiden Brüdern (also auch mein Vater) kam der Verdacht auf, dass er sich mit Strychnin umgebracht haben könnte. Nun wollte ich gerne wissen, wie denn Leichen aussehen, die sich mit Strychnin umgebracht haben. Also ob es auf Grund der Lähmung des Rückenmarks irgendwelche besonderen Anzeichen gibt, die auf dieses Gift schließen lassen könnten. Wäre super falls sich hier jm auskennt, denn mein Vater kann seit dieser Ungewissheit kaum mehr schlafen…
Mein Onkel brachte sich Dienstag vor einem Jahr um. Naja also
da keine Autopsie gemacht wurde, ist die Todesursache bis
heute unbekannt, doch von seinen beiden Brüdern (also auch
mein Vater) kam der Verdacht auf, dass er sich mit Strychnin
umgebracht haben könnte.
Obgleich eine unklare Todesursache vorlag, wurde KEINE Obduktion durchgeführt?
Obgleich eine unklare Todesursache vorlag, wurde KEINE
Obduktion durchgeführt?
Fragt sich
Denis
Hi Denis!
nein es wurde keine Obduktion durchgeführt. Naja er wurde ja von seiner Frau am Ende wie der letzte Dreck behandelt und schlief in der Garage, wo auch Rattengift stand, aber die Details sind zu schmerzhaft… aber sie beharrte darauf keine Obduktion durchführen zu lassen. Naja man hatte ihn ja sehr gerne und fragt sich deshalb schon, ob er sich nicht doch etwas angetan hat, deshalb ja diese Frage…
aber sie beharrte darauf keine
Obduktion durchführen zu lassen.
ähm, wenn der Arzt, der den Tot festgestellt hat ‚Unnatürliche Todesursache‘ angekreuzt hat, kann sich die Dame auf den Kopf stellen und mit den Beinen wackeln, dann ordnet die Staatsanwaltschaft eine innere Leichenschau an und dann wird sie auch durchgeführt.
Wenn der Arzt nichts dergleichen angekreutz hat, sollte er gefragt werden, warum er es nicht getan hat. Formaljuristisch ist der Tote dann nicht eines unnatürlichen Todes gestorben, es sei denn, neue Befunde tauchen auf.
aber sie beharrte darauf keine
Obduktion durchführen zu lassen.
ähm, wenn der Arzt, der den Tot festgestellt hat ‚Unnatürliche
Todesursache‘ angekreuzt hat, kann sich die Dame auf den Kopf
stellen und mit den Beinen wackeln, dann ordnet die
Staatsanwaltschaft eine innere Leichenschau an und dann wird
sie auch durchgeführt.
Soweit richtig, aber nicht immer ordnet der Staatsanwalt eine Obduktion an. Weil nämlich gar nicht genug Geld und Kapazität da ist um alle zweifelhaften Fälle zu untersuchen. Es wird zwar nicht gerne darüber geredet, aber die Praxis sieht so aus, daß ein Staatsanwalt nur ein relativ begrenztes Kontingent an Obduktionen hat. Überzieht er dieses, dann bekommt er Druck von seinen vorgestzten Dienststellen. Das wird zwar keiner offiziell bestätigen und ist so auch nirgends als Verordnung niedergeschrieben, aber es ist traurige Praxis bei uns.
Wenn der Arzt nichts dergleichen angekreutz hat, sollte er
gefragt werden, warum er es nicht getan hat. Formaljuristisch
ist der Tote dann nicht eines unnatürlichen Todes gestorben,
es sei denn, neue Befunde tauchen auf.
Wie geasagt, der Arzt kann ankreuzen was er will. Entscheiden ob eine Obduktion durchgeführt wird, tut der Staatsanwalt.
Damit die Ärzte die Staatsanwälte nicht allzu sehr in Zugzwang bringen, kreuzen sie als Todesursache in solchen Fällen oft „unbekannt“ an.
Auch scheuen viele Ärzte die eigentlich vorgeschriebene Inaugenscheinnahme des toten Körpers. Der Arzt ist verpflichtet den Toten zu entkleiden und den ganzen Körper nach Auffälligkeiten zu untersuchen. Gerade wenn der Tote langjähriger Patient des Arztes war wird dies oft nicht gemacht.
Mir wurde von einem Fall berichtet, da hat der Arzt eine natürliche Todesursache attestiert. Später fand der Leichenwäscher ein Messer im Rücken des Toten. Peinlich für den Arzt.
vorweg: ich bin wender Arzt noch Biologe, schon gar nicht habe ich persönliche Erfahrungen im Umgang mit Strychnin.
Soweit ich in einer kurzen Internetrecherche aber gesehen habe, ist bei einer akuten Strychnin-Vergiftung mit heftigen Krämpfen zu rechnen. Ich gehe davon aus, dass man das einer Leiche ansehen müsste.
zum Anwalt gehen. Exhumierung beantragen. Ich denke Strychnin
ist dann noch feststellbar.
Hi danke für die Antworten, also wegen den Krämpfen, dass werde ich Morgen mal erfragen.
Und wegen der Exhumierung: Die Leiche wurde verbrannt… also urnenbestattet.
Naja auf Grund der Umstände ist es schon sehr merkwürdig. Er wurde nicht einmal eingeladen als er Großvater wurde, obwohl alles im gleichen Haus war. Er hat sich am ende sehr gehen lassen und keine Hilfe mehr angenommen bzw. er wurde von seiner zwar noch Frau sehr schlecht behandelt… tat aber nichts dagegen. Ich weiß nicht ob er nicht mehjr weiterleben wollte, aber da er so ein lieber Mensch war ist es schwer mit so einer Ungewissheit zu leben, dass könnt ihr sicherlich verstehen.
Danke für die Antwort, aber genau das befürchten wir auch…
Immerhin lebe ich in einer Kleinstadt mit ca 42.000 Einwohnern und das Dorf in dem mein Onkel wohnte war 18 Km entfernt, aber zuständig waren unsere staatsanwälte, da kann es nur allzugut möglich sein, dass erst keine Exhumierung angeordnet wurde, weil schlicht und ergreifend das geld fehlt.
Danke…