Hallo, Experten,
ich habe einige alte Stuckrahmen, von denen zwei überarbeitet werden müssten.
Ein Rahmen, vergoldet, ist mehrfach gebrochen, Teile fehlen bereits.
Ein Rahmen, vielleicht nur goldfarbig gestrichen, ist ziemlich fleckig und dreckig.
Wie geht man vor, um nichts zu verderben? Wo gibt es Fachbetriebe, die solche Arbeiten machen? Wer könnte abschätzen, ob sich die Arbeit überhaupt noch lohnt?
Für eure Antworten bin ich sehr dankbar und lohne mit Sternchen!!
LG, Karin
Servus Karin,
die Kombinationen „Stukkateurmeister und Restaurator“, „Stukkateurmeister und Formenbauer“ und „Formenbauer und Restaurator“ sind vergleichsweise häufig anzutreffen.
Alldieweil die zu restaurierenden Stücke transportabel sind, wird es mühelos möglich sein, einen kostenlosen Voranschlag vom Fachmann zu bekommen.
Das ist wie bei solchen Handwerken wie Kunststopfen, Uhrmacherei, Goldschmiedekunst und dergleichen: Die letzten Handwerker in diesen Bereichen sind allesamt seriös genug, um ebent auch zu sagen, was sie nicht können - wenn etwa ein Stukkateur/Restaurator ausschließlich an Decken und Wänden zu arbeiten gewohnt ist, wird er das sagen: Es gibt in diesen seltenen, wertvollen Handwerken nichts Schlimmeres, als eine Reputation zu verlieren, die bekommt man nachher nie wieder zurück.
Von daher ist Hingehen und Zeigen das einfachste und auch ein ganz verlässliches Mittel.
Schöne Grüße
MM
einziges Erbstück: Tischuhr 1849, läuft wieder comme il faut: Der Uhrmacher, dem ich sie gegeben habe, war so erfreut, das Stück in die Hand zu kriegen, dass er sie mir für einen Hunderter vollständig zerlegt, gereinigt und wieder zusammengefisselt hat, und zwei genau passende Zeiger hatte er auch noch in der Kruschtkiste
Hallo Karin,
es gibt den Handwerksberuf „Vergolder“.
Ein Vergolder befasst sich ebenfalls mit Bilderrahmen. Du könntest hier, wenn du auf Kontakt klickst, mal eine E-Mail-Anfrage hinschicken:
http://www.vergolderei.com/index.htm
Ich würde mir aber über den Wert keine allzu großen Hoffnungen machen, denn der Stuck auf dem Rahmen ist selbst schon eine „Imitation“, weil er eine massive Holzschnitzerei vortäuschen soll. Die kunsthistorische Wurzel des Stuckrahmens liegt eigentlich in schweren, handgeschnitzten Holzrahmen, die nachträglich mit Gold belegt wurden.
Freundliche Grüße
rotmarder
Hallo, Experten,
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